Solange du schweigst von B.A. Paris

Solange du schweigst: Psychothriller

 

Titel : Solange du schweigst

Autor : B.A. Paris

Verlag : Blanvalet ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Psychothriller

Bewertung : 4 Sterne

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde)

 

Inhalt :

Seine Freundin ist verschwunden. Er hat der Polizei alles erzählt. Die Wahrheit. Aber nicht die ganze …

Finn und Layla: jung, verliebt, ihr ganzes Leben liegt vor ihnen. Doch auf dem Heimweg von einem Urlaub in Frankreich passiert etwas Schreckliches. Finn hält an einer Raststation und lässt Layla kurz allein im Wagen. Als er zurückkehrt, ist Layla verschwunden und wird nie wieder gesehen. Das ist die Geschichte, die Finn der Polizei erzählt. Es ist die Wahrheit. Aber nicht die ganze.
Zwölf Jahre später hat Finn sich ein neues Leben aufgebaut. Er ist glücklich mit seiner Freundin Ellen – Laylas Schwester. Doch dann erhält er einen Anruf. Jemand hat Layla gesehen. Kurz darauf häufen sich die Zeichen, dass Layla sich ganz in der Nähe aufhält. Doch ist sie wirklich noch am Leben? Finn weiß nicht mehr, was er glauben soll. Vielleicht spielt jemand nur ein grausames Spiel mit ihm – aber aus welchem Grund?

 

Vita :

B.A. Paris wuchs in England auf, hat jedoch den Großteil ihres Erwachsenenlebens in Frankreich verbracht. Sie arbeitete in der Finanzbranche und als Lehrerin, bevor sie sich dem Schreiben zuwandte. Gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihren fünf Töchtern lebte sie heute wieder in England. Nach »Saving Grace – Bis dein Tod uns scheidet« und »Breakdown – Sie musste sterben. Und du bist schuld.« erscheint mit »Solange du schweigst« ihr dritter Roman im Blanvalet Verlag.

 

Meine Meinung :

Auf der Rückfahrt von einem Skiausflug verschwindet die junge Layla spurlos an einer Raststätte. Trotz der verzweifelten Suche ihres Freundes Finn bleibt sie zwölf Jahre wie vom Erdboden verschluckt.

Inzwischen ist Finn mit Ellen, der Schwester von Layla liiert und möchte diese bald heiraten.

Plötzlich wie aus heiterem Himmel tauchen überall kleine Matrjoschka-Figürchen auf, die nach Finns Meinung nur von Layla stammen können.

Lebt diese etwa noch und was ist mit ihr geschehen ?

Dann erhält Finn geheimnisvolle und bedrohliche Emails, von denen er glaubt, dass sie ebenfalls von Layla stammen. Falls Layla wirklich zurückgekommen ist, was will sie von Finn und warum zeigt sie sich nicht ?

B.A. Paris erzählt die Geschichte aus mehreren Blickwinkeln. Zum einen sind wir mit Finn in der Gegenwart unterwegs, zum anderen lesen wir in kursiver Schrift einen Brief, den Finn Layla nach deren Verschwinden geschrieben hat.

Wir erfahren nach und nach, dass Finn der Polizei bezüglich des Verschwindens von Layla nicht die ganze Wahrheit erzählt hat. Diese erfährt der Leser nun häppchenweise.

Dieser Teil der Geschichte war für mich sehr spannend, da man sich nicht sicher sein konnte ob Finn etwas mit Laylas Verschwinden zu tun hat oder nicht. Hier schafft es B.A. Paris gekonnt, den Leser permanent in die Irre zu führen.

In Rückblenden erfahren wir, wie Finn und Layla sich kennenlernten und ein Paar wurden.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig und man kommt als Leser zügig durch die Geschichte durch.

Und dann kam der Schluss, der mich leider etwas enttäuscht zurückgelassen hat. Das Ende war für mich sehr unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen. Da hätte sich die Autorin meiner Meinung nach etwas wesentlich Besseres einfallen lassen können.

Trotzdem hat mir die Geschichte gut gefallen und ich freue mich schon auf Lesenachschub von B.A. Paris.

 

Ich vergebe hier 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

Die Wälder von Melanie Raabe

Die Wälder

Titel : Die Wälder

Autor : Melanie Raabe

Genre : Thriller

Verlag : btb ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Bewertung : 4 Sterne

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde)

 

Inhalt :

Als Nina die Nachricht erhält, dass Tim, ihr bester Freund aus Kindertagen, unerwartet gestorben ist, bricht eine Welt für sie zusammen. Vor allem, als sie erfährt, dass er sie noch kurz vor seinem Tod fast manisch versucht hat, zu erreichen. Und sie ist nicht die Einzige, bei der er sich gemeldet hat. Tim hat ihr nicht nur eine geheimnisvolle letzte Nachricht hinterlassen, sondern auch einen Auftrag: Sie soll seine Schwester finden, die in den schier endlosen Wäldern verschwunden ist, die das Dorf, in dem sie alle aufgewachsen sind, umgeben. Doch will Nina das wirklich? In das Dorf und die Wälder zurückkehren, die sie nie wieder betreten wollte …

 

Vita :

MELANIE RAABE wurde 1981 in Jena geboren. Nach dem Studium arbeitete sie tagsüber als Journalistin – und schrieb nachts heimlich Bücher. 2015 erschien DIE FALLE, 2016 folgte DIE WAHRHEIT, 2018 dann DER SCHATTEN. Ihre Romane werden in über 20 Ländern veröffentlicht, mehrere Verfilmungen sind in Arbeit. Melanie Raabe betreibt zudem gemeinsam mit der Künstlerin Laura Kampf einen erfolgreichen wöchentlichen Podcast rund um das Thema Kreativität, „Raabe & Kampf“. Melanie Raabe lebt und arbeitet in Köln.

 

Meine Meinung :

Nina, eine junge Ärztin erhält eine schreckliche Nachricht. Tim, ihr alter Freund aus Kindertagen, ist plötzlich verstorben.

Gleichzeitig erhält sie von ihm einen geheimnisvollen Brief. Darin geht es um das Verschwinden seiner Schwester Gloria vor vielen Jahren. Wie es aussieht, hat er endlich eine Spur, die ihn wieder zurück sein altes Heimatdorf führt. Und in die dortigen, unheilvollen und mysteriösen Wälder…

Nach dem Tod von Tim macht sich nun also Nina auf in ihr altes Dorf, um der Sache auf den Grund zu gehen.

David, ebenfalls ein Freund aus Kindertagen, hat den gleichen Brief wie Nina erhalten und hilft ihr nun, die Geschehnisse aufzuklären.

Die Story liest sich sehr spannend und hat mich von der ersten Seite an gefesselt.

Zwischen den Kapiteln gibt es immer wieder Einschübe in Kursivschrift. Diese erzählen von einer Gruppe Kindern und ihren Erlebnissen.

Und da war ich zeitweilig etwas verwirrt, da ich Schwierigkeiten mit der zeitlichen Einordnung und den Charakteren hatte. Das hat mir die Lust am Buch etwas verleidet.

Die Handlung wirkte auf mich etwas arg konstruiert, aber das Ende konnte mich wieder etwas versöhnen. Es wird alles aufgeklärt und es bleiben keine Fragen offen.

Der Schreibstil ist locker und eingängig und man kann das Buch zügig durchlesen.

Dies war mit Sicherheit nicht Melanie Raabes bestes Buch, aber ich werde der Autorin auf jeden Fall die Chance geben, mich beim nächsten Mal wieder mitzureissen und zu begeistern.

 

Ich vergebe hier 4 Sterne .

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

Idaho von Emily Ruskovich

Idaho

Titel : Idaho

Autor : Emily Ruskovich

Verlag : Diana ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

Bewertung : 5 Sterne

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde)

 

Inhalt :

Ein flirrend heißer Sommertag in Idaho, USA: eine Familie im Wald, die beiden Mädchen spielen, die Eltern holen Brennholz für den Winter. Die Luft steht, die Mutter hat ein Beil in der Hand – und innerhalb eines Augenblicks ist die Idylle zerstört. Eine Tochter ist tot, die zweite flieht in den Wald und verschwindet spurlos. Ist es Gnade, dass der Vater Jahre später langsam sein Gedächtnis verliert? Während Wade immer mehr vergisst, erkundet seine zweite Frau Ann tiefer und tiefer die Tragödie jenes heißen Augusttages und nimmt schließlich Kontakt zu seiner Exfrau im Gefängnis auf.

Ein atemberaubender Roman über das Unbegreifliche in uns, erzählt mit einer Zärtlichkeit und Schönheit, die die Möglichkeit der Gnade und vergebenden Liebe erfahrbar machen.

 

Vita :

Emily Ruskovich wuchs im Idaho Panhandle auf dem Hoodoo Mountain auf. Sie gewann den O. Henry Award 2015 und ist Absolventin des Iowa Writers’ Workshop. Ab Herbst 2017 lehrt sie an der Boise State University. „Idaho“ ist ihr erster Roman.

 

Meine Meinung :

Von dem Buch “ Idaho “ habe ich eine Leseprobe bekomme und war sofort begeistert. Der Plot las sich sehr interessant und dementsprechend gefreut habe ich mich, als das Buch als Rezensionsexemplar bei mir angekommen ist.

Während eines heißen Sommertages in Idaho ist eine Familie beim Brennholzsammeln im Wald. Da geschieht das Unfassbare.

Ein  Kind ist tot, mit dem Beil erschlagen, das andere spurlos verschwunden.

Für dieses Verbrechen wird die Mutter der Mädchen zu lebenslanger Haft verurteilt.

Doch was ist wirklich geschehen ?

Jahre später wird der Vater der Mädchen demenzkrank und dessen zweite Frau Ann versucht, sich die schreckliche Tat begreiflich zu machen und herauszufinden, was an jenem Augusttag wirklich passiert ist.

Ein Krimi, wie man aufgrund des Klappentextes vermuten könnte, ist dieses Buch nicht. Im Focus stehen die Personen, die unmittelbar oder auch nur am Rande mit den schrecklichen Geschehnissen zu tun hatten.

Diese werden in dem Buch ausführlich beleuchtet.

Leider waren mir nicht alle Personen sympathisch und viele Handlungen konnte ich auch nicht nachvollziehen.

Die später im Buch stattfindenden Zeitsprünge fand ich eher verwirrend als der Geschichte zuträglich. Diese gehen von 1970 – 2025 und waren für mich oft willkürlich gesetzt. Leider kann man da schnell den Anschluss an die Geschichte verlieren.

Interessant fand ich, dass man als Leser bezüglich der Ereignisse damals völlig im Dunkeln tappt. Man hat überhaupt keine Ahnung, was passiert sein könnte.

Das relativ offen gehaltene Ende hat mir auch nicht so gut gefallen, da ich mir lieber einen richtigen Abschluss einer Geschichte wünsche. So bleibt aber auch viel Raum für eigene Ideen und Gedanken.

Emily Ruskovich bedient sich einer sehr schönen Schreibstils, so dass man das Buch flüssig lesen kann.

Mir hat ihr Erstlingswerk gut gefallen und ich bin auf weitere Geschichten der Autorin gespannt.

 

Ich vergebe hier 4 von 5 Sternen.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

 

 

 

Rezension : Dark Wood von Thomas Finn

Titel : Dark Wood

Autor : Thomas Finn

Verlag : Knaur Verlag

Genre : Horrorthriller

 

Die Handlung: Ein gnadenloser Kampf ums Überleben.

Die Schauplätze: Norwegens undurchdringliche Wälder. Ein unheimliches Höhlensystem. Ein geheimes Militärlager aus dem Zweiten Weltkrieg mit Forschungslabor. Ein uraltes Wikingergrab.
Die Charaktere: sechs Angestellte einer Hamburger Werbeagentur, vier Männer, zwei Frauen, die sich nicht besonders mögen. Das TV-Team einer neuen Reality-Show. Ein Verräter. ETWAS, das in den Wäldern lauert: uralt, grausam – und ansteckend !

 

Vita :

Thomas Finn wurde 1967 in Chicago geboren, wuchs in Deutschland auf und lebt heute in Hamburg.
Der ausgebildete Werbekaufmann und Diplom-Volkswirt ist preisgekrönter Spiele- und Romanautor und hat einige Jahre als Lektor und Dramaturg in einem Drehbuchverlag sowie als Chefredakteur des führenden deutschen Phantastik-Magazins Nautilus gearbeitet. Im Spielebereich stammen zahlreiche Abenteuer-Publikationen aus seiner Feder, darunter viele Titel der beliebten deutschen Fantasy-Rollenspielreihen »Das Schwarze Auge«, »H.P. Lovecrafts Cthulhu«, »Plüsch, Power & Plunder« sowie jüngst auch für »Splittermond«.
Hauptberuflich arbeitet er heute als Roman-, Spiele-, Theater- und Drehbuchautor. Für seinen bei Ravensburger erschienenen Roman „Das unendliche Licht“ gewann er 2007 den Literaturpreis ‚Segeberger Feder‘.

Dieses Buch habe ich spontan bei meiner Rebuy-Bestellung in den Warenkorb gelegt, da mir der Klappentext so gut gefallen hat.

Das Buch fängt auch gleich sehr spannend an. Nach und nach lernen wir die sechs Protagonisten des Buches kennen. Diese sind in Hamburg in einer Werbeagentur beschäftigt, die kurz vor der Insolvenz steht.

Wenn sie nun in dieser Reality-TV Show gewinnen sollten, dann erhält die Firma 500000 Euro und wäre somit vorläufig gerettet.

Als zusätzlichen Anreiz erhält der beliebteste Spieler noch einmal 50.000 Euro extra.

Schon bei der Vorstellung von Gunnar, Sören, Katja, Bernd, Dagmar und Lars erkennen wir die unlauteren Methoden des Moderators und die Konflikte innerhalb der sechs Arbeitskollegen. Rücksichtnahme und Kollegialität gibt es nicht, jeder kämpft für sich alleine.

Das kann in den undurchdringlichen Wäldern von Norwegen noch spannend werden, besonders in einer Gegend namens Trollheimen.

Am Anfang scheint auch noch alles in bester Ordnung zu sein. Die Anreise ist gut verlaufen und die erste Aufgabe meistern die sechs „Leidensgenossen“ zwar unter Schwierigkeiten, aber immerhin. Bei dieser Gelegenheit lernt der Leser auch den Charakter und das Verhalten jedes Einzelnen näher kennen. Wer sagt die Wahrheit und wer nicht? Als Leser kann man niemandem trauen, denn die Wahrheit kommt nur häppchenweise ans Tageslicht. Gut gefallen hat mir, dass der Leser den Protagonisten in puncto Wissen immer einen kleinen Schritt voraus ist.

Nach der ersten Challenge allerdings wird es für die sechs unheimlich. Es liegt ein übler, mysteriöser Gestank in der Luft und die Filmcrew scheint sich in Luft aufgelöst zu haben. Was kann da nur passiert sein ?

Meist wird die Geschichte aus der Sicht des “ Mauerblümchens“ Dagmar erzählt. Sie ist die Media-Planerin in der Firma und die graue Maus unter den Kollegen. Schnell wird uns Lesern klar, dass in der Werbeagentur vieles im Argen liegt und jeder seine „Leichen im Keller“ hat.

Schon zu Anfang entwickelt man Sympathien und Antipathien gegenüber den einzelnen Personen. Über das Verhalten und Agieren als Team habe des öfteren nur fassungslos den Kopf geschüttelt. Mache Protagonisten wurden mir von Seite zu Seite unsympathischer.

Die Spannungskurve steigt stetig und rapide an und das Tempo wird immer rasanter. Gegen Ende will man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Fast ohne Unterbrechung habe ich die letzten 100 Seiten „weginhaliert“.

Ich hatte zwar meine Vermutungen über den Verlauf der Storyline, aber die Geschichte hat sich ganz und gar anders herausgestellt und genau das macht für mich ein gutes Buch aus.

Der Schluss hat mich komplett verblüfft zurückgelassen. Es ist zwar mit Sicherheit keine hohe Literatur, dennoch hat mir der Plot gut gefallen und das Buch hat mich zwei Tage gut unterhalten, eben ein echter Pageturner. Und vielleicht erfährt man auch, ob es in Norwegens Wäldern wirklich Trolle gibt……

Ich vergebe für dieses Buch 4 von 5 Sternen.

 

Rezension : Sun Detective von William Wells

Sun Detective - - William Wells

Titel : Sun Detective

Autor : William Wells

Verlag : Wilhelm Heyne Verlag ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Nach kalten Jahre in Chicago hat Ex-Cop Jack Starkey alles hingeschmissen und sich in einem Paradies auf Erden eingerichtet: Fort Myers im Sunshine-State Florida. Starkeys Kneipe „Drunken Parrot“ ist mittlerweile eine Institution. Ansonsten genießt er die Sonne am liebsten auf seinem Hausboot, vor allem, wenn Marisa an Bord kommt, seine schlagfertige kubanische Freundin … So ganz hat er die Dienstmarke allerdings nicht weggeschlossen. Und das ist gut so, denn sein Kumpel Police Chief Hansen ist meist überfordert – vor allem, als eine Mordserie ihren Schatten auf Fort Myers wirft. Zeit für Starkey, wieder Detective zu spielen … Sun Detective!

 

Vita :

William Wells weiß, worüber er schreibt. Wie sein Romanheld Jack Starkey lebte er zunächst in Chicago, bevor es ihn an die südwestliche Floridaküste verschlug. Wells schrieb Reden für Politiker (unter anderem für den Gouverneur von Michigan), gründete einen Corporate Publishing Verlag und verbringt seine Freizeit vor allem damit, die Sonne Floridas zu genießen und Bücher zu schreiben.

 

Jack Starkey, ein Ex-Cop aus Chicago, geniesst seinen Ruhestand im sonnigen Fort Myers Beach in Florida. Er ist Inhaber der Strandbar “ Drunken Parrot“, lebt auf einem Hausboot und ist mit der rassigen und umwerfend attraktiven Marisa liiert.

Eines Tages jedoch bitten ihn der Bürgermeister von Naples, Charles Beaumont und der Polizeichef  Wade Hansen um seine Mithilfe bei der Aufklärung von zwei undurchsichtigen Todesfällen. Und schon ist Starkey mitten drin in einem ebenso undurchsichtigen wie abstrusen Fall.

Um an Hintergrundinformationen zu gelangen, muss er unter anderem als Frank Chance undercover in der „feinen“ Gesellschaft von Naples recherchieren. Dafür wird er eigens von seiner “ Tante “ Ashley Howe gecoacht, was mir des öfteren vor Lachen die Tränen in die Augen getrieben hat.

Jack Starkey ist ein sehr sympathischer und eigenwilliger Protagonist, der mir von der ersten Seite an sofort gefallen hat. Zu Beginn etwas ungehobelt und linkisch, verwandelt er sich mit Hilfe seiner Tante in den charmanten und reichen Playboy Frank Chance, der sich daran macht, die beiden ungeklärten Todesfälle zu untersuchen, bei denen es natürlich nicht bleiben wird.

Nach und nach wird Frank Chance ein Teil der Reichen und Schönen von Naples und deckt Stück für Stück die dunklen Geheimnisse und Machenschaften auf. Stellenweise konnte ich nur noch atemlos die Seiten umblättern um endlich zu erfahren, wie es weitergeht und wer das nächste Opfer sein wird.

Als zusätzlichen Leckerbissen empfand ich die kursiv gedruckten Einschübe mit Auszügen eines Manuskriptes, in dem es um die Ermittlungsarbeit des Detective Lieutnant Jack Stoney aus Chicago geht. Dieses Buch schreibt Bill Stevens, ein Polizeireporter aus Chicago, in Anlehnung an die Fälle von Jack Starkey. Und eben dieses Manuskript redigiert unser Protagonist zur Zeit.

Ich empfand diesen Roman als echten Pageturner, auch wenn William Wells mit Sicherheit nicht die Krimi-Szene revolutionieren wird. Die Auflösung um die Dreierbande hat mir gut gefallen und falls es weitere Bücher von Jack Starkey geben wird, werde ich mir diese mit Sicherheit kaufen, allein schon um wieder an den Abenteuern des Sun Detectives aus Florida teilhaben zu können. Ausserdem bin ich sehr neugierig darauf, ob und wie die Geschichte mit Jack und Marisa weitergeht.

Ich vergebe für dieses Buch 4 Sterne.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Rezension : Shari Lapena : The Couple Next Door

Titel : The Couple Next Door

Autor : Shari Lapena

Verlag : Lübbe

Genre : Psychothriller

 

Deine Nachbarin möchte nicht, dass du dein Baby zur Dinnerparty mitbringst. Dein Ehemann sagt, das sei schon in Ordnung. Ihr wohnt ja gleich nebenan. Außerdem habt ihr ein Babyfon und könnt abwechselnd nach der Kleinen sehen. Deine Tochter schläft, als du das letzte Mal nach ihr siehst. Doch jetzt herrscht Totenstille im Haus. Du rennst ins Kinderzimmer – und dein schlimmster Alptraum wird wahr: Die Wiege ist leer.

Es bleibt nur eins: die Polizei zu rufen – doch wer weiß, was sie finden wird…

 

Vita :

Shari Lapeña arbeitete als Rechtsanwältin und Englischlehrerin, bevor sie sich dem Schreiben von Romanen widmete. The Couple Next Door ist ihr Thrillerdebüt, und schon vor seiner Veröffentlichung sorgte das Buch international für Furore. Der Roman stand wochenlang unter den Top Ten der Sunday Times-Bestsellerliste und wurde vielfach begeistert besprochen. Shari Lapeña lebt in Toronto und arbeitet derzeit an ihrem zweiten Thriller.

Stell dir vor, du besuchst nur deine Nachbarn nebenan, kommst zurück und findest ein leeres Kinderbettchen vor.

Wo ist deine sieben Monate alte Tochter ?

Schon zu Anfang ist der Leser mittendrin im Geschehen. Das Baby ist weg und was ist passiert ?

Immer mehr Ungereimtheiten tauchen auf und zu Anfang war mir das Ehepaar auch nicht wirklich sympathisch. Sein Baby nur mittels eines Babyphones im Nachbarhaus zu überwachen und viel zu viel zu trinken, halte ich schon für grenzwertig.

Die aber meiner Meinung nach echte Sorge und Verzweiflung des Paares lassen die Sympathiepunkte wieder steigen.

Als Leser tappt man völlig im Dunkeln. Jeder scheint vor jedem Geheimnisse zu haben und nur häppchenweise werden kleine Details enthüllt, die das Verschwinden des Kindes aber nur noch mysteriöser erscheinen lassen.

Die Auflösung hat mich sprachlos und kopfschüttelnd zurückgelassen. Auf diesen Schluss wäre ich nie gekommen und das hat mir an diesem Buch gut gefallen.

Shari Lapena erzählt in kurzen, knappen Sätzen, was aber der Qualität des Buches keinen Abbruch tut.

Wer also einen kurzweiligen Psychothriller für ein paar spannende Stunden sucht, dem kann ich dieses Werk nur empfehlen.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

 

Rezension : Melanie Raabe : Die Wahrheit

 

DIE WAHRHEIT

Titel : Die Wahrheit

Autor : Melanie Raabe

Verlag : btb ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Thriller

 

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Vor sieben Jahren ist der Geschäftsmann Philipp Petersen während einer Südamerikareise spurlos verschwunden. Seither zieht seine Frau Sarah den gemeinsamen Sohn alleine groß. Doch dann erhält Sarah wie aus heiterem Himmel die Nachricht, dass Philipp am Leben ist. Die Rückkehr des vermeintlichen Entführungsopfers löst ein gewaltiges Medieninteresse aus. Sarah hat zwiespältige Gefühle. Sie hat eine harte Zeit hinter sich. Gerade war sie dabei, sich von der Vergangenheit zu lösen. Was wird werden? Gibt es eine gemeinsame Zukunft? Sie ist auf alles vorbereitet, nur auf das eine nicht: Der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht der, als der er sich ausgibt. Es ist nicht ihr Ehemann. Es ist ein Fremder – und er droht Sarah: Wenn sie ihn jetzt bloßstelle, werde sie alles verlieren: ihren Mann, ihr Kind, ihr ganzes scheinbar so perfektes Leben …

 

Vita :

Melanie Raabe wurde 1981 in Jena geboren. Nach dem Studium arbeitete sie tagsüber als Journalistin – und schrieb nachts heimlich Bücher. 2015 erschien DIE FALLE, 2016 folgte DIE WAHRHEIT und im Sommer 2018 DER SCHATTEN. Melanie Raabes Romane werden in über 20 Ländern veröffentlicht. Die FALLE war international eines der heißumkämpftesten Bücher der letzten Jahre, TriStar Pictures sicherte sich die Filmrechte. Melanie Raabe lebt und schreibt in Köln.

Sarah Petersen und ihr Sohn Leo finden sieben Jahre nach dem Verschwinden ihres Ehemannes Philipp langsam wieder ins normale Leben zurück. Der Geschäftsmann ist auf einer Südamerikareise spurlos verschwunden und seitdem fehlt jede Spur von ihm.

Gerade als sich Sarah auf eine neue Beziehung einlassen will und auch emotional ihr altes Leben hinter sich lassen will, ereignet sich etwas fast unvorstellbares.

Ihr Mann Philipp taucht wieder auf.

Und damit beginnt ein Katz- und Maus Spiel, bei dem der Leser kaum Zeit zum Luftholen hat.

Denn der Mann, den Sarah am Flughafen zusammen mit ihrem Sohn abholt, scheint nicht Philipp zu sein.

Aber wer ist der mysteriöse Fremde und was führt er im Schilde ?

Als Leserin konnte ich mich direkt in Sarah hineinversetzen und habe auch ihre teils doch sehr sprunghaften Handlungen gut nachvollziehen können.

Irgendetwas schlimmes ist in Sarahs und Philipps Vergangenheit geschehen und scheint sich jetzt zu rächen.

Als Leser tappt man völlig im Dunkeln, um was es sich bei dem mysteriösen Vorfall gehandelt haben könnte.

Spannend fand ich, dass es Melanie Raabe tatsächlich geschafft hat, mich völlig in die Irre zu führen. Obwohl ich grosse Sympathien und auch gleichzeitig Mitleid mit Sarah hatte, war ich mir irgendwann nicht mehr sicher, ob man ihr vertrauen kann.

Die fast unerträgliche Spannung wird auch dadurch aufrechterhalten, dass zwischen den Kapiteln immer wieder Einschübe mit den Gedanken und Handlungen des „Fremden“ eingefügt sind.

Etwas unglaubwürdig jedoch fand ich die Vorstellung, dass es in unserem Zeitalter und mit unseren technischen und forensischen Möglichkeiten scheinbar nicht möglich ist, binnen kurzer Zeit die Identität einer Person herauszubekommen. Ich werfe nur mal DNA-Test oder vergleichbares in den Raum. Selbst ohne Test gibt es doch Fotos oder ähnliches, anhand derer Fachleute wie z.B. Analytiker oder die KTU herausfinden können, ob die Person auch diejenige ist, für die sie sich ausgibt.

Nichtsdestotrotz hat mich das Buch durchgehend gut unterhalten, auch wenn das Ende ziemlich vorhersehbar war und doch sehr konstruiert wirkte.

“ Die Falle“ von Melanie Raabe konnte mich ja leider gar nicht überzeugen, aber mit diesem Buch hat die Autorin wieder einigen Boden bei mir gutgemacht.

Anmerken möchte ich noch, dass Melanie Raabe einen wunderbar leichten Schreibstil hat und die Seiten nur so dahingeflogen sind.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.