Der Außerirdische ist auch nur ein Mensch von Harald Lesch

Der Außerirdische ist auch nur ein Mensch: Unerhört wissenschaftliche Erklärungen

 

Autor : Harald Lesch

Titel : Der Außerirdische ist auch nur ein Mensch

Verlag : Bassermann ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Sachbuch

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde)

 

Inhalt :

Vom sockenverschlingenden Bermudadreieck in der Waschmaschine bis zu neuen Schlaftechniken und raumfahrenden Fischen … Harald Lesch, Physikprofessor und Moderator seiner ZDF-Sendung „Leschs Kosmos“ lüftet die großen Geheimnisse unserer Welt. Er erklärt und kommentiert Klassiker, neueste Entdeckungen und Irrtümer der Forschung – nie sinnfrei, aber immer mit einer großen Prise Humor.

 

Vita :

Harald Lesch, geboren 1960 in Gießen, ist Professor für Astrophysik an der Universität München und lehrt Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie (SJ) in München. Er ist Fan von Goethe und Star Trek und moderiert die ZDF-Sendung „Leschs Kosmos“. Für seine Wissensvermittlung wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.

 

Meine Meinung :

Harald Lesch ist uns allen aus der ZDF-Sendung “ Leschs Kosmos “ bekannt.

Mir gefällt vor allem, wie er auch Laien schwierige Themen gut vermittelt und dementsprechend war ich auf dieses Buch sehr gespannt.

Die Kapitel sind sehr kurz gehalten, manche erstrecken sich sogar nur über eine Seite, was mich schon etwas verwundert hat.

Ich habe das Buch immer mal wieder zur Hand genommen und ein paar Abschnitte gelesen. Manches brachte mich zum Schmunzeln und vieles auch zum Nachdenken.

Ich denke aber, Harald Lesch hätte hier weniger Themen zur Sprache bringen sollen, dafür sich mehr Zeit bei den einzelnen Kapiteln lassen sollen.

Ich hätte mir da etwas mehr Tiefgang gewünscht, es wird hier höchstens an der Oberfläche gekratzt.

Mir hat das Buch ganz gut gefallen und als Einstieg in verschiedene Sachbereiche ist es mit Sicherheit geeignet.

Aber tiefergehende wissenschaftliche Antworten liefert dieses Buch nicht.

 

Ich vergebe für das Buch 4 Sterne.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Die Telefonistin – Mrs. Dalton hört mit von Gretchen Berg

Die Telefonistin – Mrs. Dalton hört mit: Roman

 

Titel : Die Telefonistin – Mrs. Dalton hört mit

Autor : Gretchen Berg

Verlag : Diana ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde)

 

Inhalt :

USA 1950: Eine Kleinstadt, eine neugierige Telefonistin und ein unerhörtes Gerücht, das ihre ganze Welt verändert

Niemand kennt die Einwohner einer beschaulichen Kleinstadt in Ohio so gut wie Telefonistin Vivian Dalton. Sie verbindet Telefonleitungen und Leben. Zuhören darf sie zwar streng genommen nicht, doch sie tut es trotzdem. Eines Nachts belauscht sie ein Gespräch und erfährt, dass ihr Mann angeblich mit einer weiteren Frau verheiratet sein soll. Empört will Vivian beweisen, dass an diesem Gerücht nichts dran ist – das wäre ja ein Skandal! Schon bald merkt sie aber, dass in einer Kleinstadt immer ein Geheimnis zum nächsten führt …

USA 1950: Eine Kleinstadt, eine neugierige Telefonistin und ein unerhörtes Gerücht, das ihre ganze Welt verändert
Inspiriert vom Leben ihrer Großmutter schreibt Gretchen Berg einen Roman voll 1950er-Jahre-Flair, Petticoats, knallrotem Lippenstift und pikanter Skandale
Für Fans von The Marvelous Mrs. Maisel, Ku´damm 56 und Cable Girls.

 

Vita :

Gretchen Berg wurde an der Ostküste der USA geboren und wuchs im Mittleren Westen auf. Sie lehrte Englisch in Südkorea und im Nordirak und bereiste alle sieben Kontinente. Heute lebt sie in Chicago, Illinois. Ihr Debutroman »Die Telefonistin. Mrs. Dalton hört mit« ist inspiriert von der Geschichte ihrer Großmutter, die in den 1950er-Jahren in einer Telefonvermittlung arbeitete.

 

Meine Meinung :

Gretchen Berg nimmt uns mit in die Fünfziger Jahre der USA.

Vivian Dalton lebt in einem kleinen Städtchen in Ohio und arbeitet als Telefonistin. Leider belauscht sie gerne die Telefonate ihrer Mitmenschen und wird auf einmal selbst zur Zielscheibe eines bösen Gerüchtes.

Ihr Mann soll angeblich mit einer weiteren Frau verheiratet sein. Was nun ?

Gretchen Berg versteht es wunderbar, das Flair der Fünfziger einzufangen. Kleinstadtleben, Hausfrauendasein und vor allem der tägliche “ Kampf“, wie man bei den Nachbarn dasteht und das ja alles nach aussen hin in Ordnung ist.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, vorrangig aber aus der Sicht von Vivian Dalton.

Leider wirkte sie für mich recht oberflächlich und nur darauf bedacht, den Schein zu wahren. Sie stellt sich auch recht naiv und einfältig dar und hat sich als Vorbild die Tratschtante Betty Miller ausgesucht, die nicht arbeiten muss und der sie unbedingt nacheifern muss.

Leider bin ich mit Vivian Dalton nicht recht warm geworden, da sie oft in Klischees abrutscht, Vorurteile hat und selten Dinge hinterfragt oder durchdenkt.

Hierin liegt meiner Meinung nach aber die Stärke der Autorin Gretchen Berg. Sie stellt das Kleinstadtleben authentisch dar und man kann sich als Leser gut vorstellen, das das Leben dort genauso abgelaufen ist. Nicht idyllisch, wie man vielleicht denken könnte, sondern voller Neid und Missgunst und vor allem meist haltloser Vorurteile.

Mir hat das Buch gut gefallen, da wäre aber auf jeden Fall noch Luft nach oben gewesen.

 

Ich vergebe für das Buch 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Die Besucher von Tom Wood

Die Besucher: Thriller von [Tom Wood, Leo Strohm]

 

Titel : Die Besucher

Autor : Tom Wood

Verlag : Goldmann ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Thriller

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde)

 

Inhalt :

Sie fragen nach deinem Mann. Sie wollen nur mit ihm reden. Sie lügen … Brillante Spannung voller Action und spektakulärer Wendungen!

»Ihr Mann ist nicht der, der er zu sein vorgibt«. Das behaupten die zwei FBI-Ermittler, die vor der Tür von Jemima Talhoffer stehen. Sie bitten die junge Frau, sie zu begleiten, um ihr ein paar Fragen zu Leo zu stellen. Angeblich ist er in dunkle Geschäfte verwickelt. Da klingelt plötzlich das Telefon. »Vertrau den beiden Besuchern nicht«, sagt die Stimme. »Flieh, so schnell du kannst.« Wem soll Jem glauben? Und wie kann sie diesem Albtraum entkommen? Eine tödliche Jagd nimmt ihren Anfang …

Ein packender Stand-alone-Thriller vom Autor der Serie um Profikiller Victor.

 

Vita :

Tom Wood, der eigentlich Tom Hinshelwood heißt, ist freischaffender Bildeditor und Drehbuchautor. Er wurde in Staffordshire, England, geboren und lebt mittlerweile in London. Sein Debütroman »Codename Tesseract« sowie auch die nachfolgenden Thriller um den brillanten Profikiller Victor wurden von Kritik wie Lesern begeistert gefeiert.

 

Meine Meinung :

Den Autor Tom Wood kannte ich bis dato noch nicht, dementsprechend gespannt war ich auf sein neuestes Buch.

Unsere Protagonistin Jemima Talhoffer ist seit fünf Jahren mit Leo, einem Geschäftsmann verheiratet.

Kurz nachdem dieser an einem Morgen zu einer Geschäftsreise aufgebrochen ist, bekommt Jem Besuch von zwei FBI-Agenten.

Diese behaupten, ihr Mann sei in kriminelle Machenschaften verstrickt.

Von da an nimmt unsere Geschichte rasant Fahrt auf. Sind die beiden Agenten überhaupt die, die sie vorgeben zu sein, oder steckt viel mehr dahinter ?

Jemima weiss bald nicht mehr, wem sie vertrauen kann und was Wahrheit und was Lüge ist.

Tom Wood baut die Geschichte sehr spannend auf und fast jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger. Dementsprechend ist es schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Ich habe es fast in einem Rutsch durchgesuchtet.

Auch wenn das Buch einige Längen aufweist und die Handlungen einige Male relativ unglaubwürdig und manchmal auch unrealistisch daherkommt, hat mich das Buch gut unterhalten.

Das überraschende Ende hat bei mir manche Längen und manches Kopfschütteln wieder wettgemacht.

 

Ich vergebe für das Buch 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

 

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55 – Jedes Opfer zählt von James Delargy

55 – Jedes Opfer zählt: Thriller

 

Titel : 55 – Jedes Opfer zählt

Autor : James Delargy

Verlag : Heyne ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Thriller

Bewertung : 4 Sterne

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde)

 

Inhalt :

Eine Kleinstadt im australischen Outback. Glühende Hitze. Wildnis. Police Sergeant Chandler ist stolz darauf, für Ruhe und Sicherheit zu sorgen. Bis ein Mann im Revier auftaucht. Außer Atem. Blutüberströmt. Er erzählt von einem Serienmörder namens Heath, dem er entkommen sei. Chandler bringt den Fremden in Sicherheit. Doch bevor er sich auf die Suche nach dem Mörder machen kann, wird Chandler ins Revier gerufen: Ein Mann ist dort aufgetaucht, der sich Heath nennt. Außer Atem. Blutüberströmt. Er erzählt von einem Serienmörder, dem er entkommen sei …

 

Vita :

James Delargy, geboren in Irland, verbrachte viele abenteuerliche Jahre in Südafrika, Australien und Schottland, bevor es ihn ins ländliche England verschlug. Die Erfahrungen, die er mit den unterschiedlichsten Menschen und Lebensweisen gemacht hat, sind seine wichtigste Inspirationsquelle. »55 – Jedes Opfer zählt« ist das Romandebüt von James Delargy.

 

Meine Meinung :

Das Setting hat mir schon mal richtig gut gefallen. Das Outback in Australien, glühende Hitze….

Chandler Jenkins ist Polizist in der kleinen Stadt Wilbrook in Westaustralien. Es handelt sich um eine ehemalige Goldgräberstadt, in der normalerweise ausser den üblichen kleineren Vergehen nichts spektakuläres passiert.

Eines Tages jedoch wird die übliche Routine jäh gestört, als kurz nacheinander zwei verletzte Personen im Revier auftauchen.

Beide erzählen fast die gleiche Geschichte : Sie sind im letzten Moment dem jeweils anderen entkommen, der sie in einer Hütte gefangenhielt und töten wollte.

Wer sagt die Wahrheit und wer lügt ?

Da wäre einmal der charismatische Gabriel und auf der anderen Seite der impulsive Heath, die beide ihre Unschuld beteuern.

Hilfe naht in Gestalt von Chandlers ehemaligem Jugendfreund Mitch Andrews, der das Revier von Port Hedland leitet und somit Chandlers direkter Vorgesetzter ist.

Nach einem Vermisstenfall vor zehn Jahren, den sie beide als junge Polizisten nicht aufklären konnten, gingen sie im Streit auseinander und hatten seitdem keinen Kontakt mehr.

Mitch hat Karriere gemacht und Chandler ist in Wilbrook geblieben.

Somit sind natürlich Konflikte vorprogrammiert.

In Einschüben bekommen wir Einblick in das Geschehen von vor zehn Jahren, als nach dem vermissten Martin Taylor gesucht wird, der sich im undurchdringlichen Outback scheinbar verirrt hat.

Mit hat die Idee des Buches richtig gut gefallen. Leider fand ich die Charaktere von Heath und Gabriel viel zu blass und distanziert gezeichnet. Ich hatte als Leserin fast keinen Zugang zu den beiden, da man auch von deren  Gedanken und Beweggründen nichts erfährt.

Mit Chandler Jenkins konnte ich schon besser mitgehen. Man kann sich als Leser förmlich vorstellen, wie verzweifelt der Polizist herauszufinden versucht, wer Täter und wer Opfer ist.

Die Ermittlungsarbeit war spannend zu lesen und man war gegen Ende richtig am Mitfiebern.

Auch die persönlichen Konflikte zwischen Mitch und Chandler trugen zur Spannung des Buches bei, allerdings hat man das als routinierter Leser auch schon gefühlt viele Male so gelesen.

Leider war die Auflösung und die Beweggründe des Täters für mich etwas enttäuschend. Da war auf jeden Fall viel verschenktes Potential, was ich sehr schade fand. Ich hätte mir da ein etwas ausgefeilteres und besser durchdachtes Ende gewünscht.

Deshalb vergebe ich hier 4 Sterne.

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

Verschliess jede Tür von Riley Sager

Verschließ jede Tür - Sager, Riley

 

Titel : Verschliess jede Tür

Autor : Riley Sager

Verlag : dtv

Genre : Thriller

 

Ein Haus zum Träumen. Und zum Sterben.Jules hat einen Wahnsinns-Job an Land gezogen: Sie soll im Bartholomew, einem prachtvollen alten Hochhaus am Central Park, auf eine Luxuswohnung aufpassen. Und dafür 1000 Dollar die Woche kassieren! Einige seltsame Bedingungen gibt es allerdings: Sie muss jede Nacht im Apartment schlafen und darf niemanden in die Wohnung lassen. Kaum ist Jules eingezogen, häufen sich unheimliche Vorkommnisse. Von Ingrid, ebenfalls »Apartmentsitterin«, erfährt sie, dass das Bartholomew ein dunkles Geheimnis hat. Als Ingrid verschwindet, versucht Jules, das Geheimnis zu lüften – und gerät dabei selbst in größte Gefahr.

 

Wer träumt nicht davon, in einem luxurösen Appartmenthaus in New York zu wohnen und dafür auch noch 4000 Dollar pro Monat zu verdienen ?

Die junge Jules bekommt genau so eine Offerte und da sie im Moment kein Dach über dem Kopf hat und total abgebrannt ist, erscheint ihr diese Gelegenheit wie ein Geschenk des Himmels.

Schnell erkennt Jules einige der prominenten Bewohner des Hauses, wie z.B. die Schriftstellerin Greta Manville, die ihe Lieblingsbuch “ Traumherz “ geschrieben hat, sowie eine bekannte Schauspielerin.

Auch wenn es ein paar merkwürdige Hausregeln gibt, wie z.B. ein Besuchsverbot für Freunde oder das der Wohnungssitter immer in der Wohnung schlafen muss, wird Jules zunächst nicht misstrauisch.

Relativ schnell lernt sie die beiden anderen Wohnungssitter Ingrid und Dylan kennen. Ingrid lebt genau unter ihr und Dylan ein paar Stockwerke tiefer.

Ingrid vertraut ihr an, dass es im Bartholomew nicht mit rechten Dingen zugeht und das Haus ein paar dunkle Geheimnisse hütet.

Dann verschwindet Ingrid spurlos. Was ist geschehen ?

Jules versucht, den mysteriösen Vorgängen auf den Grund zu gehen und gerät in grösste Gefahr.

Riley Sager hat hier wieder einen Thriller vom Feinsten abgeliefert.

Das Setting ist toll gewählt, so dass man sich das alte Haus am Central Park bildlich vorstellen kann. und natürlich muss so ein geheimnisvolles Gemäuer seine Geheimnisse hüten.

Die Spannung ist konstant hoch und es kommt mit keiner Seite Langeweile auf. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, was es mit der verschwundenen Ingrid und den anderen seltsamen Vorgängen auf sich hat.

Die Figuren sind gut gezeichnet, der Doorman Charlie ebenso wie der Arzt Nick oder die Schauspielerin mit ihrem Hündchen Rufus.

Ich konnte als Leserin toll miträtseln und auch einige überraschende Plottwists haben noch zusätzlich zum Lesegenuss beigetragen.

Ein ganz klein bischen enttäuscht hat mich die Auflösung der Geschichte. da habe ich mir etwas komplett anderes vorgestellt.

Mir kam der Schluss etwas abwegig und an den Haaren herbeigezogen vor, da hätte Riley Sager sicherlich noch mehr herausholen können.

Da es sich aber nur um die letzten paar Seiten gehandelt hat, tat das der Spannung und der Qualität des Buches keinen Abbruch.

Auch hätte ich mir gewünscht, dass ein kleiner Handlungsstrang, der mit Jules Familie zusammenhängt, aufgeklärt wird. Da lässt uns Riley Sager leider im Ungewissen.

Für mich war das Buch aber alles in allem ein überzeugender Thriller mit nur minimalen Schwächen.

Ich vergebe hier 4 Sterne.

 

 

Outland – Der geheime Planet von Dennis E. Taylor

 

Titel : Outland – Der geheime Planet

Autor : Dennis E. Taylor

Verlag : Heyne ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

Bewertung : 4 Sterne

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde)

 

Inhalt :

Als ihr Experiment zur Heisenbergschen Unschärferelation schiefgeht, müssen Physikstudent Richard und seine Freunde feststellen, dass sie versehentlich ein Portal zu einer anderen Dimension erschaffen haben. Es führt sie zu einer zweiten Erde, einer Welt, die genauso ist wie unsere – nur dass es dort niemals Menschen gab. Die Studenten sind begeistert, der Nobelpreis ist ihnen so gut wie sicher. Doch dann bricht der Supervulkan im Yellowstone-Nationalpark aus und droht, alles unter einem Regen aus Asche und Lava zu begraben. Die einzige Chance, die den Menschen noch bleibt, ist die vermeintlich schöne, neue Welt auf der anderen Seite des Portals …

 

Vita :

Dennis E. Taylor war früher Programmierer und arbeitete nachts an seinen Romanen. Mit »Ich bin viele«, dem Auftakt seiner »Bobiverse«-Trilogie, gelang ihm schließlich der Durchbruch, sodass er sich nun ganz dem Schreiben widmen kann.

 

Buchbesprechung :

Dennis E. Taylor war mir bis dato völlig unbekannt, umso gespannter war ich auf den vorliegenden Roman.

In diesem Genre bin ich eher selten unterwegs, aber der Klappentext hat mich auf die Story neugierig gemacht.

Nach einer verheerenden Naturkatastrophe scheint der Übertritt in eine neue Welt die einzige Möglichkeit, das Überleben der Menschheit zu sichern.

Sechs Physikstudenten haben bei einem Experiment ein Portal entdeckt, welches die Rettung sein könnte.

Zentrales Thema dieses Buches ist die Schaffung einer neuen Gesellschaftsform. Wie ist dies nach einer katastrophalen Naturkatastrophe möglich  und kann so etwas überhaupt gelingen ?

Der Einstieg in das Buch fiel mir relativ schwer, da es für meine Begriffe sehr physiklastig war und man einiges an Durchhaltevermögen für die ersten Seiten braucht.

Danach nimmt die Geschichte aber an Fahrt auf und es wir zunehmend spannender und interessanter.

Die Charaktere sind gut gezeichnet, jeder hat Ecken und Kanten. Da hätte ich mir sogar gewünscht, dass der Autor noch mehr ins Detail geht.

Der Schreibstil von Dennis Taylor ist eingängig und flüssig, so dass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe.

Mir hat die Materie gut gefallen und dies war sicherlich nicht das letzte Buch aus diesem Genre.

 

Ich vergebe hier 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

 

Flash Back – was hast du damals getan ? von Andrea Bartz

Flashback - Was hast du damals getan?

 

Titel : Flash Back – Was hast du damals getan ?

Autor : Andrea Bartz

Verlag : Heyne Verlag ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Thriller

Bewertung : 4 Sterne

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde)

 

Inhalt :

Traue niemandem. Am wenigsten dir selbst.

2009: Über den Dächern von Brooklyn feiert eine Gruppe junger New Yorker wie im Rausch. Für Lindsay endet die Party wie so oft mit einem Blackout. Am nächsten Morgen erinnert sie sich an nichts. Doch etwas Schreckliches ist passiert: Während alle feierten, hat sich ihre beste Freundin Edie wenige Stockwerke tiefer erschossen.

2019: Lindsay hat mit den Ereignissen von vor zehn Jahren eigentlich abgeschlossen. Doch dann begegnet sie einer Freundin von damals, und alte Wunden reißen wieder auf. War Edies Tod wirklich Selbstmord? Wer könnte ihr etwas angetan haben? Stück für Stück setzt Lindsay das Bild jener verlorenen Nacht zusammen. Nur ihre eigene Erinnerung lässt sie dabei immer wieder im Stich, und sie beschleicht ein grauenhafter Verdacht.

Ein Mord in der Hipster-Szene von Brooklyn – dieser Pageturner geht unter die Haut !

 

Vita :

Andrea Bartz arbeitet als Journalistin und lebt in Brooklyn. Sie ist Co-Autorin des erfolgreichen Blogs Stuff Hipsters Hate und schreibt für das Wall Street Journal, Marie Claire, Vogue, Cosmopolitan und viele andere namhafte Magazine. Seit ihrer Kindheit liest sie am liebsten Thriller.

 

Buchbesprechung :

Eine Gruppe New Yorker Hipster feiert im Jahre 2009 ausgelassen eine Party, als sich plötzlich die junge Edie erschiesst.

Mit dabei ist unter anderem Edies beste Freundin Lindsay, die sich aber nach einem Blackout nicht mehr an den tragischen Vorfall erinnern kann.

2019 hat Lindsay mit dem vermeintlichen Suizid ihrer Freundin eigentlich abgeschlossen, als eine alte Freundin plötzlich auf der Bildfläche erscheint und die Umstände von damals in ein völlig anderes Licht rückt.

War es damals vielleicht gar kein Selbstmord ?

Häppchenweise setzen bei Lindsay die Erinnerungen wieder ein und fördern erschreckendes zutage.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Lindsay erzählt. Leider waren mir nicht alle Protagonisten sympathisch und des öfteren konnte ich ihre Handlungen auch nicht so recht nachvollziehen.

Ich bin leider auch so gar nicht mit dieser New Yorker Hipster Szene warmgeworden.

In Rückblenden erfährt man als Leser nach und nach auch von den Geschehnissen von vor zehn Jahren und kann sich so Stück für Stück des Puzzles zusammensetzen.

Die Geschichte weist vor allem im mittleren Teil einige Längen auf, was aber der überraschende Schluss meiner Meinung wieder wettmacht.

Mir hat das Buch trotz einiger Schwächen gut gefallen, trotzdem ist da auf jeden Fall noch Luft nach oben.

 

Ich vergebe hier die 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Die Nanny von Gilly Macmillan

Die Nanny: Roman von [Gilly Macmillan, Sabine Schilasky]

 

Titel : Die Nanny

Autor : Gilly Macmillan

Verlag : Blanvalet ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

Bewertung : 4 Sterne

 

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Inhalt :

Sie ist die Tote im See. Sie ist die Frau an der Tür. Sie ist das Kindermädchen! – Jetzt für kurze Zeit zum Kennenlernpreis! – eine befristete Preisaktion des Verlages

Die siebenjährige Jo wächst im Luxus auf, doch Wärme und Zuneigung erfährt sie nur von ihrer geliebten Nanny Hannah. Als die eines Nachts ohne jede Erklärung verschwindet, bricht für das Mädchen eine Welt zusammen. Dreißig Jahre später kehrt Jo nach England in das Anwesen ihrer Kindheit am See zurück. Die Beziehung zu ihrer Mutter ist noch immer geprägt von Vorwürfen und Ablehnung, und so ist Jo überglücklich, als eine ältere Dame auftaucht und sich als Hannah, Jos ehemalige Nanny, vorstellt. Doch Jos Mutter ist misstrauisch. Denn sie weiß – Hannah ist tot, seit der Nacht vor über dreißig Jahren. Wem soll Jo glauben? Ihrer Mutter oder der Frau, die damals das einzig Guten in ihrem Leben war? Und will Jo die Wahrheit überhaupt wissen? Denn die tut manchmal so weh, dass man lieber mit einer Lüge leben würde …

 

Vita :

Gilly Macmillan wuchs in Swindon, Wiltshire auf und lebte in ihrer Jugend einige Jahre im Norden Kaliforniens. Sie arbeitete beim Burlington Magazine, der Hayward Gallery und als Dozentin für Fotografie. Heute widmet sie sich ganz dem Schreiben. Gilly Macmillans Romane erfreuen sich besonders in Großbritannien großer Beliebtheit und sind allesamt Bestseller. Sie lebt mit ihrer Familie in Bristol, England.

 

Meine Meinung :

Die kleine Jocelyn wächst in einer sehr begüterten  und wohlhabenden Familie auf.

Besonders zu ihrer Nanny Hannah hat sie ein besonders inniges Verhältnis, ganz im Gegensatz zu ihren Eltern.

Diese behandeln Jocelyn sehr kühl und insbesondere ihre Mutter ist zeitweise sehr abweisend und distanziert.

Mit sieben Jahren erleidet Jocelyn einen schweren Verlust.

Ohne ein Wort verschwindet ihre geliebte Nanny Hannah spurlos und taucht auch nie wieder auf.

Viele Jahre später ereilt Jocelyn ein weiterer schwerer Verlust. Ihr geliebter Mann Chris ist plötzlich verstorben.

Da sie mit ihrer zehnjährigen Tochter Ruby mittellos wird und nicht mehr in ihrer Wahlheimat Kalifornien bleiben kann, beschliesst sie notgedrungen, nach England zurückzukehren.

Alte Wunden reissen auf und auch das Verhältnis zu ihrer Mutter, Lady Holt, hat sich in all den Jahren nicht verbessert.

Bei einem Spaziergang am See finden Jo und Ruby einen Schädel.

Ist dies etwa die vermisste Hannah und was ist damals wirklich passiert ?

Die Geschichte wird in verschiedenen Zeitebenen erzählt. Einmal lernen wir Hannah kennen und wie sie zu den Holts kommt und dann befinden wir uns in der Gegenwart.

Der Wechsel in der Erzählperspektive hat mir richtig gut gefallen. Wir erfahren die Geschichte einmal aus der Sicht von Jo, dann auch von Hannah und in Einschüben lernen wir auch Lady Virginia Holt kennen.

Später in der Geschichte kommt auch Detective Andy Wilton zu Wort.

Nach und nach kommen immer mehr Geheimnisse ans Tageslicht und man weiss als Leser bald nicht mehr, wem man noch trauen kann und wem nicht.

Kann man sich auf seine Erinnerungen immer verlassen oder sind diese manchmal auch trügerisch und vielleicht sogar falsch ?

Mir hat auch das Setting auf dem Familiensitz Lake Hall sehr gut gefallen, auch wenn der Fortgang der Geschichte an manchen Stellen etwas vorhersehbar war.

Das Ende war für mich stimmig und rund und sehr gut durchdacht und ausgearbeitet.

Wer ein Faible für Familiengeheimnisse und alte Landsitze hat und einmal in die Welt des alten Adels eintauchen möchte, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

 

Ich vergebe hier die 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

Solange du schweigst von B.A. Paris

Solange du schweigst: Psychothriller

 

Titel : Solange du schweigst

Autor : B.A. Paris

Verlag : Blanvalet ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Psychothriller

Bewertung : 4 Sterne

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde)

 

Inhalt :

Seine Freundin ist verschwunden. Er hat der Polizei alles erzählt. Die Wahrheit. Aber nicht die ganze …

Finn und Layla: jung, verliebt, ihr ganzes Leben liegt vor ihnen. Doch auf dem Heimweg von einem Urlaub in Frankreich passiert etwas Schreckliches. Finn hält an einer Raststation und lässt Layla kurz allein im Wagen. Als er zurückkehrt, ist Layla verschwunden und wird nie wieder gesehen. Das ist die Geschichte, die Finn der Polizei erzählt. Es ist die Wahrheit. Aber nicht die ganze.
Zwölf Jahre später hat Finn sich ein neues Leben aufgebaut. Er ist glücklich mit seiner Freundin Ellen – Laylas Schwester. Doch dann erhält er einen Anruf. Jemand hat Layla gesehen. Kurz darauf häufen sich die Zeichen, dass Layla sich ganz in der Nähe aufhält. Doch ist sie wirklich noch am Leben? Finn weiß nicht mehr, was er glauben soll. Vielleicht spielt jemand nur ein grausames Spiel mit ihm – aber aus welchem Grund?

 

Vita :

B.A. Paris wuchs in England auf, hat jedoch den Großteil ihres Erwachsenenlebens in Frankreich verbracht. Sie arbeitete in der Finanzbranche und als Lehrerin, bevor sie sich dem Schreiben zuwandte. Gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihren fünf Töchtern lebte sie heute wieder in England. Nach »Saving Grace – Bis dein Tod uns scheidet« und »Breakdown – Sie musste sterben. Und du bist schuld.« erscheint mit »Solange du schweigst« ihr dritter Roman im Blanvalet Verlag.

 

Meine Meinung :

Auf der Rückfahrt von einem Skiausflug verschwindet die junge Layla spurlos an einer Raststätte. Trotz der verzweifelten Suche ihres Freundes Finn bleibt sie zwölf Jahre wie vom Erdboden verschluckt.

Inzwischen ist Finn mit Ellen, der Schwester von Layla liiert und möchte diese bald heiraten.

Plötzlich wie aus heiterem Himmel tauchen überall kleine Matrjoschka-Figürchen auf, die nach Finns Meinung nur von Layla stammen können.

Lebt diese etwa noch und was ist mit ihr geschehen ?

Dann erhält Finn geheimnisvolle und bedrohliche Emails, von denen er glaubt, dass sie ebenfalls von Layla stammen. Falls Layla wirklich zurückgekommen ist, was will sie von Finn und warum zeigt sie sich nicht ?

B.A. Paris erzählt die Geschichte aus mehreren Blickwinkeln. Zum einen sind wir mit Finn in der Gegenwart unterwegs, zum anderen lesen wir in kursiver Schrift einen Brief, den Finn Layla nach deren Verschwinden geschrieben hat.

Wir erfahren nach und nach, dass Finn der Polizei bezüglich des Verschwindens von Layla nicht die ganze Wahrheit erzählt hat. Diese erfährt der Leser nun häppchenweise.

Dieser Teil der Geschichte war für mich sehr spannend, da man sich nicht sicher sein konnte ob Finn etwas mit Laylas Verschwinden zu tun hat oder nicht. Hier schafft es B.A. Paris gekonnt, den Leser permanent in die Irre zu führen.

In Rückblenden erfahren wir, wie Finn und Layla sich kennenlernten und ein Paar wurden.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig und man kommt als Leser zügig durch die Geschichte durch.

Und dann kam der Schluss, der mich leider etwas enttäuscht zurückgelassen hat. Das Ende war für mich sehr unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen. Da hätte sich die Autorin meiner Meinung nach etwas wesentlich Besseres einfallen lassen können.

Trotzdem hat mir die Geschichte gut gefallen und ich freue mich schon auf Lesenachschub von B.A. Paris.

 

Ich vergebe hier 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

Die Wälder von Melanie Raabe

Die Wälder

Titel : Die Wälder

Autor : Melanie Raabe

Genre : Thriller

Verlag : btb ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Bewertung : 4 Sterne

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde)

 

Inhalt :

Als Nina die Nachricht erhält, dass Tim, ihr bester Freund aus Kindertagen, unerwartet gestorben ist, bricht eine Welt für sie zusammen. Vor allem, als sie erfährt, dass er sie noch kurz vor seinem Tod fast manisch versucht hat, zu erreichen. Und sie ist nicht die Einzige, bei der er sich gemeldet hat. Tim hat ihr nicht nur eine geheimnisvolle letzte Nachricht hinterlassen, sondern auch einen Auftrag: Sie soll seine Schwester finden, die in den schier endlosen Wäldern verschwunden ist, die das Dorf, in dem sie alle aufgewachsen sind, umgeben. Doch will Nina das wirklich? In das Dorf und die Wälder zurückkehren, die sie nie wieder betreten wollte …

 

Vita :

MELANIE RAABE wurde 1981 in Jena geboren. Nach dem Studium arbeitete sie tagsüber als Journalistin – und schrieb nachts heimlich Bücher. 2015 erschien DIE FALLE, 2016 folgte DIE WAHRHEIT, 2018 dann DER SCHATTEN. Ihre Romane werden in über 20 Ländern veröffentlicht, mehrere Verfilmungen sind in Arbeit. Melanie Raabe betreibt zudem gemeinsam mit der Künstlerin Laura Kampf einen erfolgreichen wöchentlichen Podcast rund um das Thema Kreativität, „Raabe & Kampf“. Melanie Raabe lebt und arbeitet in Köln.

 

Meine Meinung :

Nina, eine junge Ärztin erhält eine schreckliche Nachricht. Tim, ihr alter Freund aus Kindertagen, ist plötzlich verstorben.

Gleichzeitig erhält sie von ihm einen geheimnisvollen Brief. Darin geht es um das Verschwinden seiner Schwester Gloria vor vielen Jahren. Wie es aussieht, hat er endlich eine Spur, die ihn wieder zurück sein altes Heimatdorf führt. Und in die dortigen, unheilvollen und mysteriösen Wälder…

Nach dem Tod von Tim macht sich nun also Nina auf in ihr altes Dorf, um der Sache auf den Grund zu gehen.

David, ebenfalls ein Freund aus Kindertagen, hat den gleichen Brief wie Nina erhalten und hilft ihr nun, die Geschehnisse aufzuklären.

Die Story liest sich sehr spannend und hat mich von der ersten Seite an gefesselt.

Zwischen den Kapiteln gibt es immer wieder Einschübe in Kursivschrift. Diese erzählen von einer Gruppe Kindern und ihren Erlebnissen.

Und da war ich zeitweilig etwas verwirrt, da ich Schwierigkeiten mit der zeitlichen Einordnung und den Charakteren hatte. Das hat mir die Lust am Buch etwas verleidet.

Die Handlung wirkte auf mich etwas arg konstruiert, aber das Ende konnte mich wieder etwas versöhnen. Es wird alles aufgeklärt und es bleiben keine Fragen offen.

Der Schreibstil ist locker und eingängig und man kann das Buch zügig durchlesen.

Dies war mit Sicherheit nicht Melanie Raabes bestes Buch, aber ich werde der Autorin auf jeden Fall die Chance geben, mich beim nächsten Mal wieder mitzureissen und zu begeistern.

 

Ich vergebe hier 4 Sterne .

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

Idaho von Emily Ruskovich

Idaho

Titel : Idaho

Autor : Emily Ruskovich

Verlag : Diana ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

Bewertung : 5 Sterne

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde)

 

Inhalt :

Ein flirrend heißer Sommertag in Idaho, USA: eine Familie im Wald, die beiden Mädchen spielen, die Eltern holen Brennholz für den Winter. Die Luft steht, die Mutter hat ein Beil in der Hand – und innerhalb eines Augenblicks ist die Idylle zerstört. Eine Tochter ist tot, die zweite flieht in den Wald und verschwindet spurlos. Ist es Gnade, dass der Vater Jahre später langsam sein Gedächtnis verliert? Während Wade immer mehr vergisst, erkundet seine zweite Frau Ann tiefer und tiefer die Tragödie jenes heißen Augusttages und nimmt schließlich Kontakt zu seiner Exfrau im Gefängnis auf.

Ein atemberaubender Roman über das Unbegreifliche in uns, erzählt mit einer Zärtlichkeit und Schönheit, die die Möglichkeit der Gnade und vergebenden Liebe erfahrbar machen.

 

Vita :

Emily Ruskovich wuchs im Idaho Panhandle auf dem Hoodoo Mountain auf. Sie gewann den O. Henry Award 2015 und ist Absolventin des Iowa Writers’ Workshop. Ab Herbst 2017 lehrt sie an der Boise State University. „Idaho“ ist ihr erster Roman.

 

Meine Meinung :

Von dem Buch “ Idaho “ habe ich eine Leseprobe bekomme und war sofort begeistert. Der Plot las sich sehr interessant und dementsprechend gefreut habe ich mich, als das Buch als Rezensionsexemplar bei mir angekommen ist.

Während eines heißen Sommertages in Idaho ist eine Familie beim Brennholzsammeln im Wald. Da geschieht das Unfassbare.

Ein  Kind ist tot, mit dem Beil erschlagen, das andere spurlos verschwunden.

Für dieses Verbrechen wird die Mutter der Mädchen zu lebenslanger Haft verurteilt.

Doch was ist wirklich geschehen ?

Jahre später wird der Vater der Mädchen demenzkrank und dessen zweite Frau Ann versucht, sich die schreckliche Tat begreiflich zu machen und herauszufinden, was an jenem Augusttag wirklich passiert ist.

Ein Krimi, wie man aufgrund des Klappentextes vermuten könnte, ist dieses Buch nicht. Im Focus stehen die Personen, die unmittelbar oder auch nur am Rande mit den schrecklichen Geschehnissen zu tun hatten.

Diese werden in dem Buch ausführlich beleuchtet.

Leider waren mir nicht alle Personen sympathisch und viele Handlungen konnte ich auch nicht nachvollziehen.

Die später im Buch stattfindenden Zeitsprünge fand ich eher verwirrend als der Geschichte zuträglich. Diese gehen von 1970 – 2025 und waren für mich oft willkürlich gesetzt. Leider kann man da schnell den Anschluss an die Geschichte verlieren.

Interessant fand ich, dass man als Leser bezüglich der Ereignisse damals völlig im Dunkeln tappt. Man hat überhaupt keine Ahnung, was passiert sein könnte.

Das relativ offen gehaltene Ende hat mir auch nicht so gut gefallen, da ich mir lieber einen richtigen Abschluss einer Geschichte wünsche. So bleibt aber auch viel Raum für eigene Ideen und Gedanken.

Emily Ruskovich bedient sich einer sehr schönen Schreibstils, so dass man das Buch flüssig lesen kann.

Mir hat ihr Erstlingswerk gut gefallen und ich bin auf weitere Geschichten der Autorin gespannt.

 

Ich vergebe hier 4 von 5 Sternen.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

 

 

 

Rezension : Dark Wood von Thomas Finn

Titel : Dark Wood

Autor : Thomas Finn

Verlag : Knaur Verlag

Genre : Horrorthriller

 

Die Handlung: Ein gnadenloser Kampf ums Überleben.

Die Schauplätze: Norwegens undurchdringliche Wälder. Ein unheimliches Höhlensystem. Ein geheimes Militärlager aus dem Zweiten Weltkrieg mit Forschungslabor. Ein uraltes Wikingergrab.
Die Charaktere: sechs Angestellte einer Hamburger Werbeagentur, vier Männer, zwei Frauen, die sich nicht besonders mögen. Das TV-Team einer neuen Reality-Show. Ein Verräter. ETWAS, das in den Wäldern lauert: uralt, grausam – und ansteckend !

 

Vita :

Thomas Finn wurde 1967 in Chicago geboren, wuchs in Deutschland auf und lebt heute in Hamburg.
Der ausgebildete Werbekaufmann und Diplom-Volkswirt ist preisgekrönter Spiele- und Romanautor und hat einige Jahre als Lektor und Dramaturg in einem Drehbuchverlag sowie als Chefredakteur des führenden deutschen Phantastik-Magazins Nautilus gearbeitet. Im Spielebereich stammen zahlreiche Abenteuer-Publikationen aus seiner Feder, darunter viele Titel der beliebten deutschen Fantasy-Rollenspielreihen »Das Schwarze Auge«, »H.P. Lovecrafts Cthulhu«, »Plüsch, Power & Plunder« sowie jüngst auch für »Splittermond«.
Hauptberuflich arbeitet er heute als Roman-, Spiele-, Theater- und Drehbuchautor. Für seinen bei Ravensburger erschienenen Roman „Das unendliche Licht“ gewann er 2007 den Literaturpreis ‚Segeberger Feder‘.

Dieses Buch habe ich spontan bei meiner Rebuy-Bestellung in den Warenkorb gelegt, da mir der Klappentext so gut gefallen hat.

Das Buch fängt auch gleich sehr spannend an. Nach und nach lernen wir die sechs Protagonisten des Buches kennen. Diese sind in Hamburg in einer Werbeagentur beschäftigt, die kurz vor der Insolvenz steht.

Wenn sie nun in dieser Reality-TV Show gewinnen sollten, dann erhält die Firma 500000 Euro und wäre somit vorläufig gerettet.

Als zusätzlichen Anreiz erhält der beliebteste Spieler noch einmal 50.000 Euro extra.

Schon bei der Vorstellung von Gunnar, Sören, Katja, Bernd, Dagmar und Lars erkennen wir die unlauteren Methoden des Moderators und die Konflikte innerhalb der sechs Arbeitskollegen. Rücksichtnahme und Kollegialität gibt es nicht, jeder kämpft für sich alleine.

Das kann in den undurchdringlichen Wäldern von Norwegen noch spannend werden, besonders in einer Gegend namens Trollheimen.

Am Anfang scheint auch noch alles in bester Ordnung zu sein. Die Anreise ist gut verlaufen und die erste Aufgabe meistern die sechs „Leidensgenossen“ zwar unter Schwierigkeiten, aber immerhin. Bei dieser Gelegenheit lernt der Leser auch den Charakter und das Verhalten jedes Einzelnen näher kennen. Wer sagt die Wahrheit und wer nicht? Als Leser kann man niemandem trauen, denn die Wahrheit kommt nur häppchenweise ans Tageslicht. Gut gefallen hat mir, dass der Leser den Protagonisten in puncto Wissen immer einen kleinen Schritt voraus ist.

Nach der ersten Challenge allerdings wird es für die sechs unheimlich. Es liegt ein übler, mysteriöser Gestank in der Luft und die Filmcrew scheint sich in Luft aufgelöst zu haben. Was kann da nur passiert sein ?

Meist wird die Geschichte aus der Sicht des “ Mauerblümchens“ Dagmar erzählt. Sie ist die Media-Planerin in der Firma und die graue Maus unter den Kollegen. Schnell wird uns Lesern klar, dass in der Werbeagentur vieles im Argen liegt und jeder seine „Leichen im Keller“ hat.

Schon zu Anfang entwickelt man Sympathien und Antipathien gegenüber den einzelnen Personen. Über das Verhalten und Agieren als Team habe des öfteren nur fassungslos den Kopf geschüttelt. Mache Protagonisten wurden mir von Seite zu Seite unsympathischer.

Die Spannungskurve steigt stetig und rapide an und das Tempo wird immer rasanter. Gegen Ende will man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Fast ohne Unterbrechung habe ich die letzten 100 Seiten „weginhaliert“.

Ich hatte zwar meine Vermutungen über den Verlauf der Storyline, aber die Geschichte hat sich ganz und gar anders herausgestellt und genau das macht für mich ein gutes Buch aus.

Der Schluss hat mich komplett verblüfft zurückgelassen. Es ist zwar mit Sicherheit keine hohe Literatur, dennoch hat mir der Plot gut gefallen und das Buch hat mich zwei Tage gut unterhalten, eben ein echter Pageturner. Und vielleicht erfährt man auch, ob es in Norwegens Wäldern wirklich Trolle gibt……

Ich vergebe für dieses Buch 4 von 5 Sternen.

 

Rezension : Sun Detective von William Wells

Sun Detective - - William Wells

Titel : Sun Detective

Autor : William Wells

Verlag : Wilhelm Heyne Verlag ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Nach kalten Jahre in Chicago hat Ex-Cop Jack Starkey alles hingeschmissen und sich in einem Paradies auf Erden eingerichtet: Fort Myers im Sunshine-State Florida. Starkeys Kneipe „Drunken Parrot“ ist mittlerweile eine Institution. Ansonsten genießt er die Sonne am liebsten auf seinem Hausboot, vor allem, wenn Marisa an Bord kommt, seine schlagfertige kubanische Freundin … So ganz hat er die Dienstmarke allerdings nicht weggeschlossen. Und das ist gut so, denn sein Kumpel Police Chief Hansen ist meist überfordert – vor allem, als eine Mordserie ihren Schatten auf Fort Myers wirft. Zeit für Starkey, wieder Detective zu spielen … Sun Detective!

 

Vita :

William Wells weiß, worüber er schreibt. Wie sein Romanheld Jack Starkey lebte er zunächst in Chicago, bevor es ihn an die südwestliche Floridaküste verschlug. Wells schrieb Reden für Politiker (unter anderem für den Gouverneur von Michigan), gründete einen Corporate Publishing Verlag und verbringt seine Freizeit vor allem damit, die Sonne Floridas zu genießen und Bücher zu schreiben.

 

Jack Starkey, ein Ex-Cop aus Chicago, geniesst seinen Ruhestand im sonnigen Fort Myers Beach in Florida. Er ist Inhaber der Strandbar “ Drunken Parrot“, lebt auf einem Hausboot und ist mit der rassigen und umwerfend attraktiven Marisa liiert.

Eines Tages jedoch bitten ihn der Bürgermeister von Naples, Charles Beaumont und der Polizeichef  Wade Hansen um seine Mithilfe bei der Aufklärung von zwei undurchsichtigen Todesfällen. Und schon ist Starkey mitten drin in einem ebenso undurchsichtigen wie abstrusen Fall.

Um an Hintergrundinformationen zu gelangen, muss er unter anderem als Frank Chance undercover in der „feinen“ Gesellschaft von Naples recherchieren. Dafür wird er eigens von seiner “ Tante “ Ashley Howe gecoacht, was mir des öfteren vor Lachen die Tränen in die Augen getrieben hat.

Jack Starkey ist ein sehr sympathischer und eigenwilliger Protagonist, der mir von der ersten Seite an sofort gefallen hat. Zu Beginn etwas ungehobelt und linkisch, verwandelt er sich mit Hilfe seiner Tante in den charmanten und reichen Playboy Frank Chance, der sich daran macht, die beiden ungeklärten Todesfälle zu untersuchen, bei denen es natürlich nicht bleiben wird.

Nach und nach wird Frank Chance ein Teil der Reichen und Schönen von Naples und deckt Stück für Stück die dunklen Geheimnisse und Machenschaften auf. Stellenweise konnte ich nur noch atemlos die Seiten umblättern um endlich zu erfahren, wie es weitergeht und wer das nächste Opfer sein wird.

Als zusätzlichen Leckerbissen empfand ich die kursiv gedruckten Einschübe mit Auszügen eines Manuskriptes, in dem es um die Ermittlungsarbeit des Detective Lieutnant Jack Stoney aus Chicago geht. Dieses Buch schreibt Bill Stevens, ein Polizeireporter aus Chicago, in Anlehnung an die Fälle von Jack Starkey. Und eben dieses Manuskript redigiert unser Protagonist zur Zeit.

Ich empfand diesen Roman als echten Pageturner, auch wenn William Wells mit Sicherheit nicht die Krimi-Szene revolutionieren wird. Die Auflösung um die Dreierbande hat mir gut gefallen und falls es weitere Bücher von Jack Starkey geben wird, werde ich mir diese mit Sicherheit kaufen, allein schon um wieder an den Abenteuern des Sun Detectives aus Florida teilhaben zu können. Ausserdem bin ich sehr neugierig darauf, ob und wie die Geschichte mit Jack und Marisa weitergeht.

Ich vergebe für dieses Buch 4 Sterne.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Rezension : Shari Lapena : The Couple Next Door

Titel : The Couple Next Door

Autor : Shari Lapena

Verlag : Lübbe

Genre : Psychothriller

 

Deine Nachbarin möchte nicht, dass du dein Baby zur Dinnerparty mitbringst. Dein Ehemann sagt, das sei schon in Ordnung. Ihr wohnt ja gleich nebenan. Außerdem habt ihr ein Babyfon und könnt abwechselnd nach der Kleinen sehen. Deine Tochter schläft, als du das letzte Mal nach ihr siehst. Doch jetzt herrscht Totenstille im Haus. Du rennst ins Kinderzimmer – und dein schlimmster Alptraum wird wahr: Die Wiege ist leer.

Es bleibt nur eins: die Polizei zu rufen – doch wer weiß, was sie finden wird…

 

Vita :

Shari Lapeña arbeitete als Rechtsanwältin und Englischlehrerin, bevor sie sich dem Schreiben von Romanen widmete. The Couple Next Door ist ihr Thrillerdebüt, und schon vor seiner Veröffentlichung sorgte das Buch international für Furore. Der Roman stand wochenlang unter den Top Ten der Sunday Times-Bestsellerliste und wurde vielfach begeistert besprochen. Shari Lapeña lebt in Toronto und arbeitet derzeit an ihrem zweiten Thriller.

Stell dir vor, du besuchst nur deine Nachbarn nebenan, kommst zurück und findest ein leeres Kinderbettchen vor.

Wo ist deine sieben Monate alte Tochter ?

Schon zu Anfang ist der Leser mittendrin im Geschehen. Das Baby ist weg und was ist passiert ?

Immer mehr Ungereimtheiten tauchen auf und zu Anfang war mir das Ehepaar auch nicht wirklich sympathisch. Sein Baby nur mittels eines Babyphones im Nachbarhaus zu überwachen und viel zu viel zu trinken, halte ich schon für grenzwertig.

Die aber meiner Meinung nach echte Sorge und Verzweiflung des Paares lassen die Sympathiepunkte wieder steigen.

Als Leser tappt man völlig im Dunkeln. Jeder scheint vor jedem Geheimnisse zu haben und nur häppchenweise werden kleine Details enthüllt, die das Verschwinden des Kindes aber nur noch mysteriöser erscheinen lassen.

Die Auflösung hat mich sprachlos und kopfschüttelnd zurückgelassen. Auf diesen Schluss wäre ich nie gekommen und das hat mir an diesem Buch gut gefallen.

Shari Lapena erzählt in kurzen, knappen Sätzen, was aber der Qualität des Buches keinen Abbruch tut.

Wer also einen kurzweiligen Psychothriller für ein paar spannende Stunden sucht, dem kann ich dieses Werk nur empfehlen.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

 

Rezension : Melanie Raabe : Die Wahrheit

 

DIE WAHRHEIT

Titel : Die Wahrheit

Autor : Melanie Raabe

Verlag : btb ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Thriller

 

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Vor sieben Jahren ist der Geschäftsmann Philipp Petersen während einer Südamerikareise spurlos verschwunden. Seither zieht seine Frau Sarah den gemeinsamen Sohn alleine groß. Doch dann erhält Sarah wie aus heiterem Himmel die Nachricht, dass Philipp am Leben ist. Die Rückkehr des vermeintlichen Entführungsopfers löst ein gewaltiges Medieninteresse aus. Sarah hat zwiespältige Gefühle. Sie hat eine harte Zeit hinter sich. Gerade war sie dabei, sich von der Vergangenheit zu lösen. Was wird werden? Gibt es eine gemeinsame Zukunft? Sie ist auf alles vorbereitet, nur auf das eine nicht: Der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht der, als der er sich ausgibt. Es ist nicht ihr Ehemann. Es ist ein Fremder – und er droht Sarah: Wenn sie ihn jetzt bloßstelle, werde sie alles verlieren: ihren Mann, ihr Kind, ihr ganzes scheinbar so perfektes Leben …

 

Vita :

Melanie Raabe wurde 1981 in Jena geboren. Nach dem Studium arbeitete sie tagsüber als Journalistin – und schrieb nachts heimlich Bücher. 2015 erschien DIE FALLE, 2016 folgte DIE WAHRHEIT und im Sommer 2018 DER SCHATTEN. Melanie Raabes Romane werden in über 20 Ländern veröffentlicht. Die FALLE war international eines der heißumkämpftesten Bücher der letzten Jahre, TriStar Pictures sicherte sich die Filmrechte. Melanie Raabe lebt und schreibt in Köln.

Sarah Petersen und ihr Sohn Leo finden sieben Jahre nach dem Verschwinden ihres Ehemannes Philipp langsam wieder ins normale Leben zurück. Der Geschäftsmann ist auf einer Südamerikareise spurlos verschwunden und seitdem fehlt jede Spur von ihm.

Gerade als sich Sarah auf eine neue Beziehung einlassen will und auch emotional ihr altes Leben hinter sich lassen will, ereignet sich etwas fast unvorstellbares.

Ihr Mann Philipp taucht wieder auf.

Und damit beginnt ein Katz- und Maus Spiel, bei dem der Leser kaum Zeit zum Luftholen hat.

Denn der Mann, den Sarah am Flughafen zusammen mit ihrem Sohn abholt, scheint nicht Philipp zu sein.

Aber wer ist der mysteriöse Fremde und was führt er im Schilde ?

Als Leserin konnte ich mich direkt in Sarah hineinversetzen und habe auch ihre teils doch sehr sprunghaften Handlungen gut nachvollziehen können.

Irgendetwas schlimmes ist in Sarahs und Philipps Vergangenheit geschehen und scheint sich jetzt zu rächen.

Als Leser tappt man völlig im Dunkeln, um was es sich bei dem mysteriösen Vorfall gehandelt haben könnte.

Spannend fand ich, dass es Melanie Raabe tatsächlich geschafft hat, mich völlig in die Irre zu führen. Obwohl ich grosse Sympathien und auch gleichzeitig Mitleid mit Sarah hatte, war ich mir irgendwann nicht mehr sicher, ob man ihr vertrauen kann.

Die fast unerträgliche Spannung wird auch dadurch aufrechterhalten, dass zwischen den Kapiteln immer wieder Einschübe mit den Gedanken und Handlungen des „Fremden“ eingefügt sind.

Etwas unglaubwürdig jedoch fand ich die Vorstellung, dass es in unserem Zeitalter und mit unseren technischen und forensischen Möglichkeiten scheinbar nicht möglich ist, binnen kurzer Zeit die Identität einer Person herauszubekommen. Ich werfe nur mal DNA-Test oder vergleichbares in den Raum. Selbst ohne Test gibt es doch Fotos oder ähnliches, anhand derer Fachleute wie z.B. Analytiker oder die KTU herausfinden können, ob die Person auch diejenige ist, für die sie sich ausgibt.

Nichtsdestotrotz hat mich das Buch durchgehend gut unterhalten, auch wenn das Ende ziemlich vorhersehbar war und doch sehr konstruiert wirkte.

“ Die Falle“ von Melanie Raabe konnte mich ja leider gar nicht überzeugen, aber mit diesem Buch hat die Autorin wieder einigen Boden bei mir gutgemacht.

Anmerken möchte ich noch, dass Melanie Raabe einen wunderbar leichten Schreibstil hat und die Seiten nur so dahingeflogen sind.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

 

Rezension : Danya Kukafka : Girl in Snow

GIRL IN SNOW: Wer bist du, wenn niemand dich beobachtet? - Roman

Titel : Girl In Snow

Autor : Danya Kukafka

Verlag : btb ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

 

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Ein eisiger Februarmorgen. Ein schreckliches Verbrechen. Auf dem Spielplatz der Grundschule von Broomsville entdeckt der Nachtwächter die Leiche der jungen Lucinda Hayes – unter einer dünnen Schneedecke begraben. Sämtliche Spuren hat der frisch gefallene Schnee verwischt. Niemand in der beschaulichen Kleinstadt am Fuße der Rocky Mountains bleibt von der Tat unberührt – nicht der Junge, der Lucinda verstohlen auf Schritt und Tritt gefolgt war und der sich nicht mehr an den Vorabend erinnern kann. Nicht die junge Frau, die sich nach dem perfekten Leben sehnt, das Lucinda scheinbar führte. Nicht der Polizist, der den Mord untersucht und den der Fall auffallend mitnimmt. Denn alle drei wissen: Nichts geschieht ohne Grund.

 

Vita :

Danya Kukafka gilt als vielversprechendes Erzähltalent. Mit ihrem Debüt »GIRL IN SNOW« gelang der 24-Jährigen auf Anhieb ein Bestseller, der in mehreren Sprachen erscheint. Das Buch wurde für zahlreiche Preise nominiert (u.a. dem renommierten CWA John Creasey Dagger Award 2018) und wird als Amazon Prime Serie verfilmt werden. Danya Kukafka studierte an der New York University Creative Writing unter Colson Whitehead. Sie wuchs in Colorado auf und lebt heute in New York, wo sie als Lektorin in einem großen Verlag arbeitet.

Lucinda Hayes, eine Schülerin der Jefferson Highschool in Broomsville, Colorado, wird eines morgens ermordet aufgefunden.

Aus der Sicht von 3 verschiedenen Personen, werden die Ereignisse nach und nach aufgerollt.

Da wäre zum einen Cameron, ein schüchterner fünfzehnjähriger Mitschüler Lucindas, der sie heimlich auf Schritt und Tritt beobachtet. Er kann sich an die Tatnacht und die Geschehnisse nicht mehr erinnern.

Die zweite Person ist Jade, die eifersüchtig auf Lucindas scheinbar perfektes Leben war und zuletzt der Polizist Russ, der auch irgendwie in die Geschichte involviert ist. Er und Camerons Vater, der ebenfalls Polizist war, scheinen ein düsteres Geheimnis zu haben.

Abwechselnd wird die Geschichte also aus der Sicht unserer 3 Protagonisten erzählt. So entfalten sich nach und nach die Geschehnisse, die letztlich in dem grausamen Mord endeten.

Gut gefallen hat mir, dass man als Leser miträtseln konnte und sich das Bild nach und nach wie ein Puzzle zusammensetzt. Lucinda selbst bleibt in der ganzen Geschichte relativ blass und im Hintergrund. Sie wird fast komplett auf ihren Namen reduziert.

Der Schreibstil von Danya Kukafka fand ich unfassbar gut, manchmal sogar düster. Für mich war der Klappentext etwas irreführend, denn wer hier einen Thriller oder ähnliches erwartet, wird enttäuscht sein. Meiner Meinung nach handelt es sich hier um einen langsam „dahinfliessenden “ Roman. Man könnte ihn vielleicht auch als eine Charakterstudie bezeichnen.

Der Schluss hat mich etwas enttäuscht zurückgelassen, deshalb wird es auch einen Stern Abzug geben.

Ich vergebe für dieses Buch also 4 von 5 Sternen.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

Rezension : Tessa Korber : Schweig wie ein Grab

Titel : Schweig wie ein Grab

Autor : Tessa Korber

Verlag : btb ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Kriminalroman

 

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Ein einsames Kloster im Wald, Nacht, Nebel über dem alten Kirchhof, auf dem sich seltsame Gestalten zu schaffen machen: Viktor und Tobias Anders, die Bestatter, haben einen Deal mit dem in der Fränkischen Schweiz lebenden Schweigeorden der Karthäuserinnen. Stirbt eine der wenigen Nonnen, die noch im Kloster leben, bahren die anderen sie auf und ziehen sich zurück, bevor sie jemand zu Gesicht bekommt. Dann kommen die Bestatter, um die Tote allein auf dem klostereigenen Gottesacker zu begraben. Doch als Viktor und Tobias das Grab ausheben, finden sie eine Leiche, die dort nicht hingehört …

 

Vita :

Tessa Korber, 1966 in Grünstadt in der Pfalz geboren, studierte in Erlangen Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaften und promovierte im Fachbereich Germanistik. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Nürnberg.

 

Es handelt sich hier um den 3.Teil der Viktor Anders Reihe. Hier würde ich empfehlen, erst die Vorgängerbände zu lesen, da man sonst einige Anspielungen nicht richtig versteht, bzw. das Lesevergnügen doch geschmälert wird.

Viktor Anders ist ein junger Bestatter, der mit seinem Onkel ein Beerdigungsinstitut führt. Die beiden übernehmen ebenfalls die Bestattungen im nahe gelegenen Kartäuserinnenkloster.

Nachdem Viktor eines Nachts eine Leiche entdeckt, beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln.

Als Leser wird man gleich mitten ins Geschehen gezogen und es macht grossen Spass, an der Seite von Viktor zu ermitteln.

Ebenfalls weitergeführt wird auch die Lebensgeschichte der beiden Protagonisten, an der der Leser regen Anteil nimmt.

Das Buch lässt sich locker und schnell lesen und der teilweise doch recht schwarze Humor hat mir grossen Spass gemacht.

Ebenfalls überrascht hat mich der Schluss. Diese Auflösung hätte ich so nicht erwartet.

Dies wird sicher nicht das letzte Buch von Tessa Korber sein, die Vorgängerbände habe ich schon auf meiner Wunschliste.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Rezension : Mary Higgins Clark und Alafair Burke : Schlafe für immer

Titel : Schlafe für immer

Autor : Mary Higgins Clark und Alafair Burke

Verlag : Heyne ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Thriller

 

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Als sie erwachte, war ihr Leben verloren

Vor 15 Jahren wurde Casey Carters Verlobter ermordet – der steinreiche, berühmte Philantrop Hunter Raleigh III. Die Beweislast gegen Casey war erdrückend, auch wenn sie stets ihre Unschuld beteuerte und behauptete, während der Tatzeit tief geschlafen zu haben. Als Dornröschen-Mörderin verspottet, wurde sie zu langjähriger Haft verurteilt. Nun ist sie wieder frei und wendet sich hilfesuchend an Laurie Moran, die Fernsehjournalistin, die alte Verbrechen aufklärt. Denn auch nach ihrer Entlassung ist Caseys Martyrium nicht vorüber: Keiner glaubt an ihre Unschuld, nicht einmal ihre eigene Mutter. Auch Laurie Moran weiß nicht recht, wie sie den Fall einordnen soll. Dennoch nimmt sie ihn an – sie ahnt ja nicht, welches Unglück sie damit in Gang setzt.

 

Vita :

Mary Higgins Clark, geboren in New York, lebt und arbeitet in Saddle River, New Jersey. Sie zählt zu den erfolgreichsten Thrillerautoren weltweit. Ihre große Stärke sind ausgefeilte und raffinierte Plots und die stimmige Psychologie ihrer Heldinnen. Mit ihren Büchern führt Mary Higgins Clark regelmäßig die internationalen Bestsellerlisten an. Sie hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, u.a. den begehrten Edgar Award. Zuletzt bei Heyne erschienen: „Einsam bist du und allein“.

 

Dies ist der 4.Band der Reihe um die Fernsehjournalistin Laurie Moran, die alte Verbrechen aufklärt.

Obwohl ich die 3 Vorgängerbände nicht gelesen habe, bin ich problemlos in die Geschichte hineingekommen.

Zu Anfang lernen wir Casey Carter, genannt Crazy Casey kennen, die nach einer Verurteilung wegen Mordes an ihrem Verlobten Hunter 15 Jahre im Gefängnis saß. Jetzt kommt sie frei und will endlich den wahren Mörder finden.

Hilfesuchend wendet sie sich an Laurie Moran und bittet sie um Hilfe.

Als Leser findet man sich schnell in die Geschichte ein und geht mit Laurie auf Spurensuche. Nacheinander lernen wir einige Verdächtige kennen, die alle für den Mord in Frage kommen könnten. Und ist Casey wirklich unschuldig oder doch nicht, denn kaum jemand aus dem näheren Umfeld hat Zweifel an Caseys Schuld.

Mary Higgins Clark ist für mich ja immer ein Garant für tolle Spannungsliteratur und auch dieses Buch hat mich nicht enttäuscht.

Der Spannungsbogen bleibt bis zum Ende erhalten, man weiss als Leser nur soviel, wie Laurie und Casey preisgeben. Als Thriller würde ich das Buch allerdings nicht bezeichnen, eher als gemächlichen Kriminalroman.

Man erfährt auch wieder einiges über Lauries Privatleben, vor allem Sohn Timmy und Vater Leo werden sehr authentisch und sympathisch dargestellt. Mit ihrer Beziehung zu Alex hapert es noch ein bischen, aber vielleicht erfahren wir im nächsten Band ja mehr.

Der Schluss der Geschichte hat mich jetzt nicht wirklich überrascht und hatte auch keinen Wow-Effekt, trotzdem hat mich Mary Higgins Clark mit diesem Buch für einige Stunden gut unterhalten.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

 

 

Rezension : Dan Chaon : Der Wille zum Bösen

Titel : Der Wille zum Bösen

Autor : Dan Chaon

Verlag : Heyne ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Thriller

 

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Eine Familientragödie, ein Serienmörder, Identität, Erinnerung und die Suche nach der Wahrheit – diese Elemente verwebt der amerikanische Bestsellerautor Dan Chaon zu einem faszinierenden Thriller. Im Mittelpunkt steht der Psychologe Dustin, den die Frage quält, wer seine Eltern ermordet hat. Als er auf den genialen Ermittler Aqil trifft, der angeblich seit Jahrzehnten einem Serienmörder auf der Spur ist, geraten beide in einen Mahlstrom aus Verbrechen und Abgründen, der in die Tiefen der Vergangenheit führt … zu der Frage nach dem Bösen im Menschen.

 

Vita :

Dan Chaon gilt in Amerika als einer der aufregendsten Spannungsautoren der Gegenwart. Seine Romane und Geschichten sind mehrfach preisgekrönt, 2006 wurde er mit dem Academy Award in Literature ausgezeichnet. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit lehrt Chaon Creative Writing. Über fünf Jahre lang arbeitete er an ›Der Wille zum Bösen‹, seinem vielleicht persönlichsten Werk, das als literarische Sensation gefeiert wird. Chaon lebt in Cleveland, Ohio.

 

Dan Chaon war mir bis dato als Autor völlig unbekannt, deswegen war ich auf sein Werk auch total gespannt. Der Klappentext verspricht Spannung pur und auch die vielen positiven Pressestimmen verhießen den Thriller des Jahres.

Wer ein völlig anderes Leseerlebnis abseits vom Mainstream sucht, ist mit diesem Buch bestens bedient.

In erster Linie geht es um die Familientragödie des Psychologen Dustin Tillman. Dessen Adoptivbruder Russell wurde 27 Jahre zuvor verhaftet, da er seine Adoptiveltern und seinen Onkel und seine Tante ermordet haben soll. Zur Verurteilung beigetragen hat unter anderem auch die belastende Aussage von Dustin.

Jetzt haben Mitarbeiter des sogenannten „Innocence Projects“ den Fall wieder aufgerollt und Beweise für Russells Unschuld gefunden und somit wurde das Fehlurteil aufgehoben. Russell kommt frei.

Doch was ist vor 27 Jahren nun wirklich passiert und wer ist der Täter ?

Die Ereignisse von damals werden aus der Sicht eines jeden Beteiligten geschildert. Schnell wird uns Lesern klar, dass jeder auf seiner Meinung besteht und somit alle Protagonisten für uns unglaubwürdig sind. Man ist ständig am Miträtseln und Nachdenken, was damals wirklich geschehen ist.

Der Autor legt durch seine kurzen und knappen Kapitel ein rasches Tempo vor und lässt uns Leser kaum Zeit zum Durchatmen. Auch die Wahl der Stilmittel ist sehr ungewöhnlich und macht dieses Buch zu etwas ganz besonderem.

Der Schluss bietet viel Raum für eigene Spekulationen und Interpretationen.

Mir hat dieser ungewöhnliche und nicht alltägliche Thriller sehr gut gefallen und ich werde bestimmt noch mehr von Dan Chaon lesen.

Ich vergebe 4 Sterne für dieses tolle Buch.

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Rezension : Leonora Christina Skov : Das Inselhaus

Titel : Das Inselhaus

Autor : Leonora Christina Skov

Verlag : btb ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Kriminalroman

 

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Sieben Menschen, die einander noch nie getroffen haben, werden aus den unterschiedlichsten Gründen zu einem Arbeitsaufenthalt auf eine Insel eingeladen. Wie sich herausstellt: auf eine einsame Insel. In ein Haus aus Glas. Doch warum gerade sie? Und wer ist überhaupt derjenige, der ihnen anonym die Einladung hat zukommen lassen? Wer lässt extra ein Haus für sie bauen? Und warum? Während ihres Aufenthalts geschehen seltsame und unerklärliche Dinge auf der Insel. Immerhin gibt es keine Toten. Zumindest noch nicht …

 

Vita :

Leonora Christina Skov, geboren 1976, ist in ihrer Heimat Dänemark für ihre sarkastische Literaturkritik und ihre bissige Kolumne in der Wochenzeitung Weekendavise bekannt. Für ihre Romane »Das Turmzimmer« und »Der erste Liebhaber« wurde sie von der dänischen Kritik gefeiert. Leonora Christina Skov lebt in Kopenhagen.

Von der Autorin war mir bisher noch kein Buch bekannt, aber der Klappentext las sich dermaßen spannend, dass ich dieses Buch unbedingt lesen musste.

Es beginnt auch gleich sehr spannend. Die Reporterin Robin Lee bekommt in Äthiopien Besuch von einem mysteriösen Fremden, der sie eines nicht näher bezeichneten Verbrechens beschuldigt. Dieses muss mit ihrem letztjährigen Aufenthalt auf der dänischen Insel Stormo zusammenhängen.

Kurz nach seinem Besuch erleidet der fremde Mann einen Unfall und wir als Leser können nur atemlos die Seiten weiterblättern.

Nach und nach lernen wir nun die Protagonisten kennen. Es sind alles grundverschiedene Typen und wir als Leser rätseln, warum ausgerechnet diese 7 auf die Insel Stormo eingeladen wurden.

Je weiter das Buch voranschreitet, desto deutlicher wird dem Leser das Beziehungsgeflecht zwischen den einzelnen Personen und das Buch nimmt kammerspielartige Züge an.

Zeitweise fand ich das Buch etwas langatmig, nichtsdestotrotz hat es mich gut unterhalten. Etwas mehr Spannung hätte der Geschichte aber sicherlich gutgetan.

Meiner Meinung nach führt der Klappentext zu einer falschen Erwartungshaltung an das Buch. Die Krimihandlung läuft komplett im Hintergrund, es geht eher um die nach und nach deutlich werdende Verbindung zwischen den Personen, was auch der Grund für die Einladung auf die Insel war.

Es muss ein verbindendes Glied geben, aber welches?

Das Ende war für mich komplett vorhersehbar, genau so habe ich mir den Schluß vorgestellt. Leider hat mir hier der Wow-Effekt komplett gefehlt.

Das Buch hat mich übrigens an den Spielfilm “ Geheimnis im blauen Schloss“ und auch an Agatha Christies Buch “ Und dann gabs keines mehr“ erinnert.

Ich vergebe für dieses Buch 4 Sterne.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Rezension : Steinar Bragi : Hochland

Titel : Hochland

Autor : Steinar Bragi

Verlag : Penguin Verlag ( Verlagsgruppe Random House )

Genre : Thriller

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

Zwei junge Paare aus Reykjavík machen mit ihrem Jeep einen Ausflug in die raue Bergwelt des isländischen Hochlands. Dichter Nebel zieht auf, sie kommen vom Weg ab und müssen die Nacht in einem Haus mitten in der Einöde verbringen. Ihr Amüsement über das ungeplante Abenteuer verwandelt sich schon bald in Unbehagen, denn ihre Gastgeber, ein verschrobenes altes Paar, benehmen sich sehr merkwürdig: Warum verbarrikadieren sie das Haus bei Einbruch der Dunkelheit wie eine Festung? Und wieso haben sie so wenig Interesse daran, ihren Gästen zu helfen?

 

Steinar Bragi, 1975 geboren, zählt zu den ungewöhnlichsten Thrillerautoren Skandinaviens. Sein Roman »Frauen« (2010) war für den Literaturpreis des Nordischen Rats nominiert und brachte dem isländischen Autor den internationalen Durchbruch. Sein Thriller »Hochland« wurde von der Kritik hochgelobt und mit den Horrorgeschichten Stephen Kings verglichen. Das Buch ist in zwanzig Ländern erschienen.

Die vier Freunde Egill, Hrafn, Anna und Vigdis unternehmen einen Trip ins isländische Hochland. Während der Fahrt durch undurchdringlichen Nebel und außerdem bekifft und betrunken, prallen sie mit ihrem Wagen gegen das Haus eines verschrobenen, alten Ehepaares.

Obwohl die alte Frau offensichtlich bemüht ist, den jungen Leuten zu helfen, verlaufen die Bemühungen der vier, das unheimliche Haus zu verlassen, im Sande.

Egal was die beiden Pärchen unternehmen, alle Versuche enden immer wieder bei dem alten Steinhaus. Will etwas oder jemand sie dort festhalten ?

Und was hat es mit der unheimlichen Kreatur auf sich, die nachts auf allen vieren ums Haus schleicht ?

Zu Anfang hatte ich Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Zuerst muss man sich an die fremdartigen Namen gewöhnen und erst nachdem ich mich mal bei Wikipedia über das isländische Hochland informiert hatte, konnte ich mir die Szenerie einigermaßen bildlich vorstellen.

Das Szenario ist düster, unwirtlich und kalt, fast ebenso wie das Verhältnis der vier jungen Leute untereinander. Man merkt als Leser relativ schnell, das die vier keine besonderen Sympathien füreinander hegen.

Vielleicht ist es deswegen auch fast unmöglich, einen Ausweg aus diesem Dilemma zu finden.

Nach und nach erfährt der Leser in Rückblenden auch einiges über das Leben der Protagonisten. Dabei war mir Vigdis noch am sympathischsten. Egill und Hrafn haben da schon eine bewegtere Vergangenheit hinter sich.

Der Schreibstil von Steinar Bragi ist flüssig und macht somit das Buch gut lesbar. Auch sind die Kapitel relativ kurz gehalten, was zur Spannungssteigerung merklich beiträgt.

Der Schluss hat mich leider nicht ganz überzeugt und mich nachdenklich und zwiegespalten zurückgelassen.

Der Vergleich mit Stephen King finde ich ebenfalls sehr vermessen, da man meiner Meinung nach beide Autoren nicht in einen Topf werfen kann.

Trotz der kleinen Schwächen hat mich das Buch gut unterhalten, auch wenn Steinar Bragi mich noch nicht ganz von sich überzeugen konnte. Falls es einen Nachfolgeband geben wird, werde ich dem Autor aber auf jeden Fall noch eine Chance geben.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Rezension : Rob McCarthy : Autopsie

Autopsie (Harry Kent, Band 2)

Titel : Autopsie

Autor : Rob McCarthy

Verlag : Rowohlt Taschenbuch Verlag

Genre : Kriminalroman

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Harry Kent, ein Arzt im Dienst der Polizei.
Niemand kommt Tätern und Opfern so nahe.
Als man Susan Bayliss mit aufgeschlitzen Pulsadern findet, deutet alles auf Selbstmord hin. Die junge Ärztin hatte ihren Chef wegen fachlicher Fehler angezeigt. Angeblich handelte der renommierte Herzchirurg einer Londoner Kinderklinik fahrlässig – mit Todesfolge. Für viele Eltern deckte Susan einen Skandal auf – für die Klinik war sie dessen Ursache: Schlechte Presse, abgesagte Operationen. Und eine eingesetzte Ermittlungskommission, durch die Susan alles verlor: ihren Job, ihren Ruf, ihre Lebensfreude.
Als Force Medical Examiner Harry Kent den Totenschein ausstellen soll, kommen ihm Zweifel, zu viel deutet auf Fremdeinwirkung hin. Dass ausgerechnet Harrys Exfreundin, DCI Francis Noble, in der Sache ermittelt und ihn um Hilfe bittet, macht die Lage nicht leichter. Denn Harry soll herausfinden, ob es unter seinen Kollegen und Freuden tatsächlich jemanden gab, der von der Sache wusste und für den Tod der Kinder mitverantwortlich war.

Im zweiten Band von Rob McCarthy gibt es ein Wiedersehen mit dem Force Medical Examiner Harry Kent.

Ich habe den ersten Band nicht gelesen und bin trotzdem direkt in die Geschichte hineingekommen. Es gibt zwar einige Andeutungen auf frühere Ereignisse, diese stören den Lesefluss aber meiner Meinung nach überhaupt nicht.

Als Leser ist man sofort mitten im Geschehen. Eine tote Medizinerin, die zu Lebzeiten Nachforschungen um den Tod einiger Kinder in einer renommierten Londoner Klinik anstellt. Hatte die Ärztin den psychischen Druck nicht mehr ausgehalten und Selbstmord begangen oder wurde sie eiskalt ermordet?

Wir bekommen einen spannenden Einblick in Klinikabläufe und den Arbeitsalltag in großen Krankenhäusern. Rob McCarthy weiss wovon er schreibt, ist er doch selbst Medizinstudent.

Gestört hat mich das etwas klischeehafte Auftreten der Protagonisten. Die Alkoholabhängigkeit der Ermittlerin Francis Noble und die Abhängigkeit von Tabletten bei Harry Kent waren mir etwas zu stereotyp. Es zeugt auch meiner Meinung nach nicht gerade von Verantwortungsgefühl, vollgepumpt mit Medikamenten in der Notaufnahme eines Krankenhauses zu arbeiten und Patienten zu versorgen.

Das Thema des Buches fand ich sehr spannend, auch wenn ich zwischendurch mit einigen Längen zu kämpfen hatte.

Gegen Ende zieht der Autor das Tempo nach mal richtig an und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe die letzten 150 Seiten in einem Rutsch durchgelesen. Ich hatte zwar eine Vermutung über die Auflösung, aber mit diesem Ende habe ich nicht gerechnet und es gab einen regelrechten WOW-Effekt.

Ich vergebe 4 von 5 Sterne für dieses Buch.

Einen ganz, ganz lieben Dank an den ROWOHLT VERLAG für die kostenlose Zusendung dieses tollen Buches.

 

 

Rezension : Andreas Gößling : Wolfswut

(c) Knaur

Ein paar harmlos aussehende Fässer in der Garage ihres verstorbenen Vaters verwandeln das Leben von Lotte Soltau in einen Trümmerhaufen: In den Fässern lagern fünf brutal zerstückelte Frauen, teilweise müssen die Verstümmelungen bei lebendigem Leib zugefügt worden sein. Während Lotte noch versucht zu begreifen, wie ihr Vater, ein geselliger, musisch begabter Mann, zu den Taten eines Serienkillers fähig sein konnte, geschieht ein neuer grausiger Mord, diesmal an einem 16-jährigen Jungen. Und die Tat trägt eindeutig die Handschrift des toten Soltau …

Andreas Gößling, mit dem True-Crime-Genre bestens vertraut, verarbeitet den Fall eines deutschen Serienkillers zu einem schockierenden Thriller.

Die Geschichte beginnt sehr spannend und man ist als Leser sofort mitten drin im Geschehen. Als Lotte Soltau den Nachlass ihres verstorbenen Vaters, des Bauunternehmers Alex Soltau ordnet, findet sie in einer Lagerhalle Fässer mit Leichenteilen.

Hartnäckig leugnet Lotte jegliche Beteiligung ihres Vaters an den grausamen Morden und auch nach eingehender Befragung des näheren Umfeldes von Alex Soltau lernen wir einen netten, humorvollen und hilfsbereiten Menschen kennen, zu dem diese abscheulichen Grausamkeiten absolut nicht zu passen scheinen.

Im weiteren Verlauf des Buches lernen wir auch die ermittelnden Beamten des LKA Berlin kennen. Kira Hallstein, die selbst durch das Verschwinden ihres jüngeren Bruders vor zwanzig Jahren traumatisiert ist und Max Lohmeyer, der Bayer, der sich in Berlin erst noch zurechtfinden muss.

Wir begleiten Kira und Max bei ihren Ermittlungen und erfahren hierbei auch von der dunklen Seite Berlins, wie zum Beispiel vom Zombiestrich und weiteren erschreckenden Örtlichkeiten, die man sich als normaler Bürger nicht mal ansatzweise vorstellen kann.

Mit hat das Buch bis auf einige kleine Längen gut gefallen. Kira Hallstein und Max Lohmeyer haben beide ihre Ecken und Kanten und arbeiten als Team sehr gut zusammen.

Der Schluss war für mich leider nicht recht überzeugend und wirkte konstruiert und ein paar weniger Seiten hätten der Qualität des Buches sicherlich keinen Abbruch getan.

Ich vergebe für dieses Buch 4 von 5 Sternen.

Rezension : John Katzenbach : Die Grausamen

Die Grausamen - John KatzenbachAn einem Abend im Oktober des Jahres 1996 verschwindet die 13-jährige Tessa Gibson auf dem Nachhauseweg von ihrer Freundin spurlos. Alle Untersuchungen bleiben erfolglos, Tessa wird nie gefunden.

20 Jahre später.

Für den alkoholabhängigen Ermittler Gabriel „Gabe“ Dickinson und Detective Marta Rodriguez-Johnson, die während eines Einsatzes versehentlich ihren Partner erschossen hat, wird eigens die Abteilung „Cold Cases“ eingerichtet, um die beiden vorübergehend aus der Schussslinie zu nehmen.

In ihrem Büro, genannt „Das Verlies“, durchforsten sie alte Akten und kommen dabei tatsächlich einer 4-fachen Mordserie aus dem Jahre 1997 auf die Spur, die kurz nach Tessas Verschwinden begann und in irgendeiner Verbindung mit dem Fall zu stehen scheint.

Immer tiefer geraten die beiden Ermittler in ein Netz aus Lügen und Intrigen. Wem können sie noch trauen und wem nicht ?. Selbst höchste Polizeikreise scheinen sie in ihren Ermittlungen zu behindern und haben scheinbar keinerlei Interesse an der Aufklärung der alten Fälle.

Mit diesem Buch hat John Katzenbach mal wieder einen grundsoliden Thriller abgeliefert. Von Anfang an ist die Spannung förmlich mit den Händen greifbar. Stück für Stück ermitteln wir zusammen mit den beiden Detectives und kommen so der Wahrheit immer näher.

Parallel erfahren wir auch einiges über das Privatleben der beiden Ermittler und die Ereignisse, die zu dieser anfangs unfreiwilligen Zusammenarbeit geführt haben.

Gut gefallen hat mir, dass man an den Gedanken von Gabe und Marta als Leser teilhaben kann, da diese in Kursivschrift gesetzt sind. Dies hat mich mehr als einmal schmunzeln lassen und manche Überlegungen und unausgesprochenen Erwiderungen haben mir aus der Seele gesprochen.

Für mich hätten die Protagonisten ruhig noch mehr ausgearbeitet sein können, aber vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen mit den beiden.

Ein kleiner Minuspunkt war für mich letztendlich die Auflösung des Falles, die mich nicht wirklich überrascht hat und die ich so ähnlich schon in einigen Krimis gelesen habe.

Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten, auch wenn John Katzenbach mit der Story sicherlich nicht die Krimi-Szene revolutioniert hat.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Rezension : J.L.Carr : Ein Monat auf dem Land

Ein Monat auf dem Land
(c) Dumont

Im Sommer des Jahres 1920 kommt der Londoner Restaurator Tom Birkin in das kleine Dorf Oxgodby in der Grafschaft Yorkshire. Der traumatisierte Kriegsveteran soll in der dortigen Dorfkirche ein Wandgemälde freilegen. Verlassen von seiner Frau Vinny, hofft er in dem abgelegenen Dorf zur Ruhe zu kommen und zu genesen.

Nach und nach lernen wir die verschiedenen Bewohner Oxgodbys kennen. Da gibt es Reverend Keach mit seiner bildschönen Frau Alice, Charles Moon, der Ausgrabungen auf dem Feld betreibt, den „knurrigen“ Mossop und viele andere.

Indem wir Tom Birkin Stück für Stück bei seiner Arbeit am Wandgemälde begleiten, bemerken wir Anzeichen seiner allmählichen Genesung. Als Leserin hatte ich das Gefühl, je weiter die Arbeit am Gemälde voranschreitet, desto weiter schreitet Tom Birkins Heilung voran.

Die sich immer weiter entwickelnde Freundschaft zu Moon, die ohne viele Worte auskommt, hat mir auch sehr gut gefallen.

Desweiteren werden wir Zeuge der aufkeimenden Gefühle von Tom Birkin für Alice, der Frau von Reverend Keach.

Ich habe die Lektüre dieses herzerwärmenden Büchleins sehr genossen. Hervorheben möchte ich den feinsinnigen Humor, der mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht hat. Allein bei der Episode mit dem Bankdam-Crowther-Ofen musste ich Tränen lachen.

Für mich war dieses Buch ein literarischer Hochgenuss, obwohl es mir manchmal schon fast zu melancholisch war.

Gerne hätte ich erfahren, wie es Tom Birkin nach Oxgodby ergangen ist. Ist Vinny zu ihm zurückgekehrt, hatte er Kinder und wie ist es beruflich weitergegangen?

Schade, dass man Tom Birkin nur einen Monat seines Lebens begleiten durfte, gerne hätte ich noch mehr Zeit mit ihm verbracht.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

 

 

 

Rezension : Diana Menschig : So finster, so kalt

(c) Knaur

Merle Hänssler, eine Rechtsanwältin aus Hamburg, wird seit einiger Zeit von schlimmen Alpträumen geplagt.

Als dann auch noch ihre geliebte Oma Mago stirbt, macht sich Merle in den Hochschwarzwald auf, um im sogenannten Knusperhäuschen Magos Nachlass zu regeln.

Sie findet in dem Haus Dokumente, die die Lebensgeschichte eines gewissen Johannes erzählen, der eher unfreiwillig mit seiner Schwester Greta im 16.Jahrhundert in dem Häuschen gelebt hat. Da sich Merles Oma zeitlebens sehr für Märchen interessiert hat, kommt ihr die Vermutung, dass es sich hierbei um den Ursprung des Märchens “ Hänsel und Gretel “ handeln könnte. Um mit ihren Recherchen weiterzukommen, holt sie sich Hilfe von dem Wissenschaftler Jakob Wolff.

Dann passieren in dem kleinen Ort Steinberg nach und nach merkwürdige Dinge. Kinder verschwinden und das Haus scheint ein gewisses Eigenleben zu entwickeln.

Das Buch besteht aus zwei Handlungssträngen. Einmal wird aus der Sicht von Merle berichtet und dann erzählt uns Hans vom Wald in kleinen Einschüben seine Lebensgeschichte.

Mehr möchte ich auch gar nicht verraten, da dies sonst das Lesevergnügen wesentlich trüben würde.

Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt. Merle Hänssler war mir direkt sympathisch, ihre Handlungen nachvollziehbar und die zarte Liebesgeschichte macht das Werk zu einem echten Lesevergnügen. Auch wird man lange Zeit im Unklaren gelassen, ob es sich bei Jakob um den „guten“ oder „bösen“ Wolf handelt.

Märchen haben mich schon immer fasziniert und nach der Lektüre dieses Buches habe ich grosse Lust bekommen, meine alten Märchenbücher mal wieder hervorzuholen.

Und nicht vergessen Lebkuchenmännlein zu backen :-))

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

 

Rezension : Thomas Thiemeyer : Evolution – Die Stadt der Überlebenden

(c) Arena

Ahnungslos reisen Lucie und Jem mit einer Austauschgruppe in die USA. Doch als ihr Flugzeug am Denver Airport notlandet, wird ihnen schnell klar: Die Welt, wie sie sie kennen, gibt es nicht mehr. Die Flugbahn überwuchert, das Terminal menschenverlassen, lauern überall Gefahren. Sogar die Tiere scheinen sich gegen sie verschworen zu haben: Wölfe, Bären, Vögel greifen die Jugendlichen immer wieder in großen Schwärmen an. Was ist bloß geschehen? Während ihrer gefahrvollen Reise durch die neue Welt erfahren sie von einem Kometeneinschlag. Und von ein paar letzten Überlebenden in einer verschollenen Stadt. Aber wie sollen sie die erreichen, wenn die ganze Erde sich gegen sie verschworen hat?

Ich hatte mal Lust auf ein für mich neues Genre. Vor Jahren habe ich „Medusa“ gelesen und da mir das Buch damals gut gefallen hat, war ich auf dieses sehr gespannt.

Um neuere Jugendbücher habe ich immer einen grossen Bogen gemacht, doch da viele Blogger von der Trilogie geschwärmt haben, war ich dementsprechend neugierig.

Zu Beginn lernen wir die Protagonisten kennen, die sich am Flughafen Frankfurt zu einem Schüleraustausch in den USA treffen.

Im Flugzeug geht es dann rasant weiter, so dass man kaum Zeit zum Luftholen hat. Ein heller Lichtblitz, dann eine Notlandung in Denver und nichts ist wie es war.

Die ersten hundert Seiten haben mich aus irgendeinem Grund stark an das Buch „Langoliers “ von Stephen King erinnert. Deswegen wollte ich das Buch schon in die Ecke pfeffern, besann mich aber eines besseren und gab der Geschichte noch eine Chance.

Nach und nach erfahren wir, dass unsere Helden in der Zukunft gelandet sind. Es muss sich eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes ereignet haben, denn es gibt keine Menschen mehr, nur Tiere werden gesichtet. Diese Tiere allerdings haben mit unseren bekannten Arten nicht mehr viel gemeinsam, denn sie scheinen einen riesigen Evolutionssprung vollzogen zu haben.

Nach und nach erfahren die Jugendlichen, dass noch irgendwo Menschen leben und sie machen sich auf, diese zu suchen.

Der Plot ist durchweg spannend, auch wenn manche Charaktere für meine Begriffe etwas unglaubwürdig dargestellt werden. Die erwachsenen Personen agieren für meine Begriffe ebenfalls ziemlich realitätsfern.

Die Grundidee fand ich trotzdem spannend, werde mir aber die beiden Nachfolgebände nicht zulegen. Ich glaube, Jugendbücher sind einfach nicht mein Genre.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

 

 

Rezension : Jules Verne : Die Jagd auf den Meteor

(c)Piper

Ein Meteor, der aus reinem Gold besteht, nähert sich der Erde. Staaten und skrupellose Mächtige beginnen einen fanatischen Wettstreit um das ungeheure Vermögen. Doch sie haben ihre Rechnung ohne das Gesetz des Zufalls gemacht. Und auch für zwei junge Liebende bedeutet der Meteor ihr Schicksal …

Ich bin ja ein leidenschaftlicher Jules Verne Leser, aber dieses Buch hat mir leider nicht ganz so gut gefallen.

Dieser Roman erschien erst nach dem Tod Jules Vernes im Jahre 1908. Es handelt sich nicht um einen klassischen Science-Fiction Klassiker wie z.b. Reise um den Mond, sondern eher um ein gesellschaftskritisches Werk.

Es wird die skrupellose Geldgier der Menschen angeprangert, die nur durch die komplette Zerstörung des Meteors aus purem Gold aufzuhalten ist.

Ein nachdenklich machendes Werk, das auch in unserer Zeit nichts von seiner Aktualität verloren hat.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

 

Rezension : Cody McFadyen : Ausgelöscht

(c) Bastei Lübbe

Der Tod war bei dir, und du wünschst,
er hätte dich nicht am Leben gelassen …

»Ich habe ein Geschenk für dich, Special Agent Barrett.«

Smoky Barrett sieht von ihrem Handy auf. Die anderen Hochzeitsgäste blicken auf das Brautpaar vor dem Altar. Motorenheulen durchbricht die Stille. Ein Lieferwagen hält vor der Kirche, und eine Frau wird auf die Straße gestoßen. Ihr Kopf ist kahl geschoren; sie trägt ein weißes Nachthemd. Sie taumelt auf den Altar zu, fällt auf die Knie und stößt einen lautlosen Schrei aus. Smoky findet heraus, dass die Frau vor sieben Jahren verschwunden ist. Sie kann nicht über das reden, was ihr zugestoßen ist: Jemand hat eine Lobotomie an ihr durchgeführt und die Nervenbahnen ihres Gehirns durchschnitten. Sie ist nicht tot, vegetiert aber als leblose Hülle vor sich hin. Es wird weitere Opfer geben.

Hier handelt es sich um den 4.Band der Reihe um Special Agent Smoky Barrett.

Zur Info:

Band 1: Die Blutlinie
Band 2: Der Todeskünstler
Band 3: Das Böse in uns

Dieser Psychothriller hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen. Er beginnt temporeich und ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen.

Smoky Barrett, die in den letzten drei Bänden einiges durchgemacht hat, bekommt es hier mit einem Killer zu tun, der auch vor extremster Gewalt nicht zurückschreckt.

Man erhält gute Einblicke in die Polizeiarbeit, aber auch die menschliche Seite kommt nicht zu kurz. Durch viele Rückblicke muss man auch nicht zwingend die Vorgängerbände gelesen haben, um der Geschichte zu folgen.

Cody McFadyen hat hier einen guten Psychothriller abgeliefert, aber da ist noch Luft nach oben.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen

Rezension : Douglas Preston – Lincoln Child : Cult – Spiel der Toten

(c)Knaur

Schock für Special Agent Pendergast: Einer seiner Freunde wird brutal ermordet – von einem Mann, der angeblich vor Wochen Selbstmord begangen hat. Sofort stürzt sich die Presse auf den bizarren Fall und sorgt mit der Schlagzeile ZOMBIES IN NEW YORK für Angst und Schrecken in der Metropole. Aber ist es wirklich möglich, dass die Toten sich aus ihren Gräbern erheben? Pendergast folgt einer Spur, die ihn in die Katakomben einer alten Kirche führt – den Sitz einer Sekte, die dunkle Ziele verfolgt …

Dies ist der 9. Band der Buchreihe um Special Agent Pendergast. Ich empfehle auch hier, die Serie chronologisch zu lesen, da man ansonsten die Anspielungen und die Entwicklung der Figuren nicht versteht und somit das Lesevergnügen meiner Meinung nach stark beeinträchtigt wird.

Nachdem mir die letzten Bände nicht so gut gefallen haben, hat das Autorenduo hier wieder ordentlich zugelegt und einen guten Psychothriller abgeliefert.

Am ersten Hochzeitstag von Bill Smithback und Nora Kelly dringt ein Unbekannter in die Wohnung ein und tötet Smithback. Das mysteriöse daran ist, dass der Täter Ähnlichkeit mit einem Nachbarn hat, der aber Wochen zuvor Selbstmord begangen hat.

Wie kann das sein?

Und schon steckt der Leser mitten in einem atemberaubend neuen Fall, der mit einer ordentlichen Prise Okkultismus gewürzt ist. Handelt es sich bei dem Täter etwa um einen Zombie oder gibt es eine andere Erklärung?

Mich hat dieser Thriller sehr gut unterhalten und ich freue mich schon auf weitere Bände um den exzentrischen Agent Aloysius Pendergast.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Rezension : Vonne van der Meer : Die letzte Fähre

(c)Aufbau

Die unterschiedlichsten Menschen haben im Ferienhaus „Dünenrose“ schon ihren Urlaub verbracht, und darum ist die Putzfrau auch durch nichts aus der Ruhe zu bringen: sie kennt die Marotten der Leute. Als die Frau in der roten Strickjacke plötzlich wieder auftaucht, zieht das aber doch einige Aufregung nach sich. Nicht weniger turbulent geht es in den folgenden Wochen zu. Da kommt eine alleinerziehende Mutter, die sich von den erotischen Verwirrungen ihres ältesten Sohnes anstecken läßt und nicht bemerkt, was ihr Jüngster heimlich in der blauen Kammer treibt. Auch Martine, die wir bereits aus den „Inselgästen“ kennen, kehrt in das Häuschen zurück. Sie erwartet den neuen Geliebten und ist erschüttert, als die Mutter ihr ein lange gehütetes Geheimnis offenbart.

Auch in Vonne van der Meers zweitem Roman nimmt uns die Autorin mit in das heimelige Ferienhaus auf Vlieland.

Hier treffen wir liebgewonnene Charaktere wieder, aber auch neue Gäste kommen mit ihren Sorgen und Nöten auf der Insel an.

Für ein ungetrübtes Lesevergnügen empfehle ich unbedingt den ersten Band zuvor zu lesen.

Dieser ist unter dem Titel : Inselgäste erschienen.

Ein tolles, tiefgründiges Buch mit fein ausgearbeiteten Charakteren.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Rezension : Vonne van der Meer : Inselgäste

(c) atb

Ein Häuschen in den Dünen, auf einer Insel im Wattenmeer. Die Saisongäste geben einander die Klinke in die Hand. Und was sie nicht alles treiben! So manches Mal wüsste die Putzfrau zu gern, was in dem Ferienhaus vor sich geht. Doch ihr Wunsch bleibt unerfüllt. Zeuge jener Träume und Geheimnisse, die die Gäste im Haus „Dünenrose“ mit sich herumtragen, wird allein der Leser.

Dieses Buch habe ich mir vor einigen Jahren als Lektüre für meinen Urlaub auf Sylt gekauft und da passte es perfekt.

Es geht um ein Ferienhaus auf Vlieland und dessen Bewohner mit all ihren Nöten und Sorgen und Gedanken. Wir erleben einen Sommer mit ganz verschiedenen Gästen und nehmen als stille Betrachter für eine kurze Zeit an deren Leben teil.

Zwischen den Geschichten erhaschen wir in kurzen Einschüben immer wieder die Gedanken der Putzfrau und wie sie sich die wechselnden Feriengäste vorstellt.

Für mich eine lesenswerte Sommerlektüre, die ideal für den Strandkorb geeignet ist.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Rezension : Patricia Cornwell : Brandherd

(c)Hoffmann und Campe

Ein Gestüt in Virginia geht in Flammen auf. Zahlreiche edle Zuchtpferde fallen dem Feuer zum Opfer. In den schwelenden Ruinen entdeckt Dr. Kay Scarpetta die Überreste einer weiblichen Leiche. Die Gerichtsmedizinerin findet heraus, dass die Frau eines gewaltsamen, grauenhaften Todes starb – und ahnt nicht, dass ihr selbst die schwärzesten Tage ihres Lebens bevorstehen. Die in der Psychiatrie inhaftierte Carrie Grethen kündigt in einem kryptischen Brief an Kay Scarpetta ihre baldige Rückkehr an. Die Gerichtsmedizinerin verfolgte vor fünf Jahren den sadistischen Serienmörder Temple Gault, Carries Partner, der auf der Flucht ums Leben kam. Führender Kopf des mörderischen Duos aber war Carrie, die ihr Netz auch nach Scarpettas Nichte Lucy ausgeworfen hatte. Und jetzt, auf dem niedergebrannten Gestüt, führen Spuren zu Carrie, die in der geschlossenen Anstalt einsitzt. Scarpetta findet heraus, dass der Brand gelegt wurde, um ein noch abscheulicheres Verbrechen zu vertuschen. Als Carrie aus der Psychiatrie ausbricht, ahnt Scarpetta, dass sie selbst die Zielscheibe eines diabolischen Plans ist. Aber nicht nur sie allein, auch ihre Liebsten schweben in höchster Gefahr.

Hier handelt es sich um die 9.Folge der Reihe um die Gerichtsmedizinerin Dr. Kay Scarpetta.

Bei diesem Band würde ich empfehlen,  den Vorgängerband : Die Tote ohne Namen zu lesen, da diese Geschichte die praktisch die Fortsetzung darstellt.

Brandherd hat mir wieder sehr gut gefallen. Es geht gleich spannend und temporeich los und wie von Patricia Cornwell gewohnt, ist alles akribisch genau recherchiert.

Diesmal geht es unter anderem um die Ermittlung einer Brandursache und es ist für uns Leser spannend und lehrreich zu lesen, wie man mit den heutigen wissenschaftlichen Methoden und Möglichkeiten einen Brand rekonstruieren und sein Entstehen erklären kann.

Ein zweiter Handlungsstrang befasst sich mit der Psychopathin Carrie Grethen, mit der Scarpettas Nichte Lucy vor Jahren ein lesbisches Verhältnis hatte.

Mir hat das Buch wieder sehr gut gefallen, für „Quereinsteiger“ in die Scarpetta-Reihe würde ich diesen Band aber nicht empfehlen.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

 

Rezension : Stefan Wolf : Ein Fall für TKKG : Das Geheimnis der chinesischen Vase

(c)Pelikan

Tarzan und Gaby wollen für die Schülerzeitung eine Reportage über jugendliche Kaufhaus-Diebe schreiben. Dabei lernen sie den Detektiv Hempel kennen, und sie erfahren, dass ausgerechnet Karin Eichberg, Tochter eines Millionärs, stiehlt wie ein Rabe. Das verspricht eine tolle Story zu werden, aber dazu kommt es nicht mehr. Als Tarzan und Gaby die Millionärstochter interviewen wollen, wird deren Halbschwester entführt. Von nun an überschlagen sich die Ereignisse. Erst taucht ein undurchsichtiger Spielbank-Croupier auf, dann wird die Leiterin einer Bankfiliale überfallen und eine wertvolle chinesische Vase bei einem Einbruch gestohlen. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Entführung, Überfall und Einbruch? Wie immer lassen unsere vier Freunde von TKKG nicht locker und erleben am Ende eine riesige Überraschung.

Hier handelt es sich um den 20. Band der Buchreihe.

Als Kind war ich eine eifrige Leserin der Abenteuer der Kinderbande und auch heute noch gönne ich mir manchmal ein Wiedersehen mit den Vieren.

Bei diesem Buch geht es unter anderem um das Thema Diebstahl und Kindesentführung. So recht glaubwürdig ist die Story zwar nicht, trotzdem hat mir das Buch wieder gut gefallen.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Rezension : Stefan Wolf : Ein Fall für TKKG : Der Schatz in der Drachenhöhle

(c) Pelikan

Es fängt mit einem Zufall an. Tarzan findet in einer Mülltonne eine Zeichnung mit Symbolen, die er nicht deuten kann. Schon am nächsten Tag fährt er mit Gaby, Karl und Klößchen in die Ferien, und er vergisst zunächst seinen merkwürdigen Fund. Die vier TKKG-Freunde machen eine Bootsfahrt auf einem großen Fluss. Doch was sie als Abenteuer gedacht hatten, wird zu einem Horror-Trip. Auf ihrer Reise werden sie zu Lande von einer motorisierten Rockerbande begleitet und terrorisiert, eine Zigeunersippe verfolgt sie, die Bewohner eines Dorfes wollen sie verprügeln und schließlich werden sie auch noch von Dieben heimgesucht. Warum dies alles? – Nur aus Rache, weil der Anführer der Rocker mal Prügel von Tarzan bekommen hat? Oder steckt doch mehr dahinter? Erst als Tarzan und seine Freunde erfahren, was es mit der Zeichnung und ihren Symbolen auf sich hat, kommen sie dem Rätsel auf die Spur. Schließlich geht’s dabei noch um einen Schatz in der Drachenhöhle…

Hier handelt es sich um den 19.Band der Jugendbuchserie um Tarzan und seine Freunde vom TKKG.

Ich habe die Bücher in meiner Kindheit eifrig gesammelt und auch heute noch machen mir diese Geschichten viel Freude.

Mit Tarzan alias Peter Carsten und seinen Freunden wird selbst eine Kanutour zum spannenden Abenteuer. Ein tolles Kinderbuch mit einigen Illustrationen.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Rezension : Patricia Cornwell : Der Keim des Verderbens

(c) Goldmann

Eine rätselhafte Mordserie versetzt Amerika in Angst und Schrecken: Es werden Leichen ohne Kopf und Gliedmaßen gefunden, und die Opfer tragen einen unbekannten tödlichen Virus in sich. Fieberhaft arbeitet Gerichtsmedizinerin Dr. Kay Scarpetta mit Experten von Armee und Gesundheitsbehörde zusammen, um den Erreger zu identifizieren und eine Verbreitung der Seuche zu verhindern. Und dann nimmt der Täter per E-Mail Kontakt zu ihr auf …

Hier handelt es sich um den 8.Band der Reihe um die Gerichtsmedizinerin Dr.Kay Scarpetta.

Ich empfehle die Bücherreihe chronologisch zu lesen, da man ansonsten viele Andeutungen oder auch Weiterentwicklungen der Hauptfiguren gar nicht oder nur unzureichend versteht.

Aber natürlich kann man das Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen.

Ich habe die Bücher vor einigen Jahren regelrecht verschlungen.

Patricia Cornwell stellt die Hauptpersonen sehr plastisch dar, die Handlung ist gut durchdacht und sie hat mit Kay Scarpetta eine taffe und selbstbewusste Protagonistin geschaffen.

Mir hat die Entwicklung der Hauptfiguren in den Krimis gut gefallen. Scarpettas Nichte Lucy entwickelt sich im Laufe der Zeit vom schüchternen Kind zur hochbegabten Frau und auch Pete Marino wird von Buch zu Buch sympathischer.

Wenn man rein die Krimihandlung betrachtet, ist diese oberstes Mittelmaß.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

 

Rezension : Alan Alexander Milne : Pu der Bär

(c) Süddeutsche Zeitung

Hier kommt Pu der Bär, Christopher Robins bester Freund, mit all seinen Bekannten aus dem Sechzig-Morgen-Wald! Da gibt es Ferkel mit dem kleinen Mut, den griesgrämigen Esel I-Ah, Kaninchen, die zischende Eule und all die anderen.
Selbst Känga, der nachgesagt wird, dass sie ihre Familie in der Tasche herumschleppt, schließt mit Pu Freundschaft – immer wieder dienstags, wenn Klein Ruh seinen großen Freund Kaninchen besucht…

Ich habe mir vor einiger Zeit dieses Buch aus der Edition  SZ Junge Bibliothek gekauft. Von der Optik hat mir das Buch nicht so gut gefallen, wenn man als Erwachsener aber einfach nur die Geschichten lesen will, ist diese Ausgabe durchaus akzeptabel.

Wer liebt nicht die bezaubernden Geschichten um Christopher Robin, Pu, Ferkel, I-Ah und all die anderen. A.A. Milne  entführt uns in eine honigsüsse Welt ohne Gewalt oder Sorgen.

Ich habe mich für einige Stunden mit Pu, einem Bären von “ sehr geringem Verstand“ und seinen Freunden im Hundertsechzig-Morgen-Wald sehr wohl gefühlt.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Rezension : Dan Simmons : Sommer der Nacht

(c) Heyne

Sommer 1960. Eine kleine Stadt in den USA. Lawrence, Duane und Mike freuen sich auf die Ferien. Doch plötzlich ereignen sich merkwürdige Dinge: Mike erscheint ein Soldat aus dem ersten Weltkrieg, Duane wird von einem Killertruck verfolgt und die Schatten unter Lawrence’ Bett erwachen zum Leben. Der Ursprung dieser beängstigenden Ereignisse scheint in einem alten Schulhaus zu liegen, das seit langer Zeit leer steht…

Mich hat das Buch neugierig gemacht, da es sich von der Beschreibung so ähnlich liest wie „ES“ von Stephen King. Es s

Die Geschichte spielt in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts in einer Kleinstadt, das Böse dringt in diese Idylle ein und eine Gruppe von Kindern nimmt den Kampf auf.

Dan Simmons versteht es auf brillante Weise, die Stimmung und Atmosphäre dieser verschlafenen Kleinstadt in den 1960er Jahren einzufangen. Man ist förmlich ein Mitglied dieser Kinderclique um Mike, Duane und die anderen.

Teilweise fand ich das Buch aber doch etwas langatmig, etwa wenn Nebenhandlungen oder Nebenschauplätze meiner Meinung nach etwas zu lange und genau beschrieben wurden.

Trotzdem hat mich die Geschichte gut unterhalten, auch wenn Dan Simmons nicht an Stephen King heranreicht.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Rezension : Arno Strobel : Der Trakt

(c) Fischer

»Und wer bist du wirklich?«
Der Weg durch den nächtlichen Park, der Überfall – all das weiß sie noch, als sie aus dem Koma erwacht. Ihre Erinnerung ist völlig klar: Sie heißt Sibylle Aurich, ist 34 Jahre alt, lebt mit Mann und Kind in Regensburg. Sie scheint fast unversehrt. Und doch beginnt mit ihrem Erwachen eine alptraumhafte Suche nach sich selbst. Zwar hat Sibylle ihr Gedächtnis behalten, die Welt aber hat offenbar die Erinnerung an Sibylle verloren: Ihr Mann kennt sie nicht, von ihrem eigenen Hochzeitsfoto starrt ihr das Gesicht einer Fremden entgegen, und niemand hat je von ihrem Sohn Lukas gehört! Wurde er entführt? Hat er nie existiert? Und wem kann sie überhaupt noch trauen?

Dies war mein erstes Buch von Arno Strobel, aber sicher nicht das letzte.

In dieser Geschichte  geht es um eine Frau namens Sibylle, die in einem krankenhausähnlichen Raum erwacht und ohne jegliche Erinnerung an das Geschehene ist.

Bruchstückhaft kommen Erinnerungen an ihr Leben zutage. Sie ist verheiratet und hat einen Sohn.

Nachdem ihr die Flucht aus dem Krankenhaus gelingt und sie nach Hause zurückkehrt, muss sie entsetzt feststellen, dass sie nicht die Person ist, für die sie sich hält.

Ihr Mann kennt sie nicht, auf den Familienfotos blickt ihr eine fremde Frau entgegen und einen Sohn hat sie auch nicht.

Was ist mit ihr Geschehen ? Was ist real und was nicht ? Wem kann sie vertrauen und wem nicht ?

Sibylle will herausfinden wer sie ist und der Leser ist hautnah dabei.

In kurzen Kapitel wird die Spannung konstant hochgehalten, so dass uns Lesern manchmal kaum Zeit zum Luftholen bleibt.

Die Auflösung fand ich jetzt etwas weit hergeholt, deshalb auch einen Punkt Abzug.

Somit vergebe ich 4 von 5 Sternen.

 

 

Rezension : Tess Gerritsen : Die Chirurgin

(c) blanvalet

In Boston dringt ein Unbekannter nachts in die Wohnungen von allein stehenden Frauen ein, unterzieht sie einem gynäkologischen Eingriff und tötet sie. Die einzige Spur führt Detective Thomas Moore und Inspector Jane Rizzoli zu der jungen Chirurgin Catherine Cordell, die drei Jahre zuvor nach ähnlichem Muster überfallen wurde, den Täter aber in Notwehr erschoss. Und bald wird klar, dass Catherine erneut zur Zielscheibe eines psychopathischen Mörders geworden ist …

Dies ist der erste Band der Reihe um Detective Jane Rizzoli und der Gerichtsmedizinerin Dr.Maura Isles.

Es ist schon etliche Jahre her, dass ich dieses Buch gelesen habe, aber die Story hat mich gleich von der ersten Seite an gefesselt.

Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, unter anderem auch aus der Sicht des Mörders. So hat man als Leser das Gefühl, der Polizei immer einen kleinen Schritt voraus zu sein.

Durch diesen steten Perspektivwechsel reisst die Spannung auch nicht ab. Für mich hat Tess Gerritsen hier einen soliden Thriller abgeliefert.

Da die Schriftstellerin  auch Medizinerin ist, bringt sie ihr Wissen geschickt in der Geschichte unter. Beispielsweise  werden Op-Szenen und ähnliches detailgetrau und kenntnisreich erklärt.

Ich habe mich mit diesem Thriller gut unterhalten gefühlt und das Ende war auch plausibel.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

 

 

 

Rezension : Lis Künzli : Bahnhöfe ( Ein literarischer Führer )

(c)Eichborn Verlag

Eine literarische Hommage an einen mythischen Ort, an demalte Sehnsüchte, unverhoffte Begegnungen, dramatische Abschiede und beglückendes Wiedersehen aufeinandertreffen.
Für Georges Simenon ist der Gare du Nord gewohntes Terrainseines anarchischen Kommissars Maigret, sei es, weil Interpol die Ankunft eines Kriminellen in Paris ankündigt, sei es, weil ein Koffer mit Leichenteilen eines Abgeordneten in der Gepäckaufbewahrung auftaucht. Als Italo Svevos Herr Aghios nach langen Ehejahren von der Mailänder Stazione Centrale allein verreist, sieht er darin gleich den Start in ein neues Leben. Und für Erich Kästners Fabian ist der Anhalter Bahnhof die letzte Rettung, um dem „hoffnungslosen, unbarmherzigen Labyrinth“ Berlin zu entkommen.
Durch die Augen von Schriftstellern und ihren Figuren blickt dieser Band auf 150 Jahre alltägliches, bizarres, komisches und melodramatisches Bahnhofstreiben.
Historische und zeitgenössische Fotografien zeigen zudem die Schönheit und architektonische Eleganz dieser „Kathedralen der Moderne“.

Wie oft kommen Bahnhöfe in der Weltliteratur vor? Sie bedeuten Abschied, aber auch Aufbruch.

Lis Künzli hat „Bahnhofsszenen“ bekannter Schriftsteller zusammengestellt. Eingerahmt wird dies durch historische und moderne Fotografien.

Das Buch macht Lust, selbst die Erzählungen von  Thomas Mann oder Georges Simenon zu entdecken.

Ein tolles Buch, nicht nur für Bahnhofsliebhaber.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Rezension : Patrick Taylor : Ein irischer Landarzt

(c)rororo

Endlich ist Barry Laverty fertig mit seinem Medizinstudium. Voller Elan tritt der frischgebackene Arzt seine erste Stelle an. Doch Ballybucklebo ist nicht Belfast, die Uhren ticken etwas anders in dem abgeschiedenen Dorf in Nordirland. Und auch an seinen neuen Chef muss Barry sich erst gewöhnen. Dr. O´Reillys oberste Regel: Sich niemals von einem Patienten etwas sagen lassen! Statt Schmerztabletten verordnet er lieber Vitaminpillen. Bald lernt Barry auch den Rest des Dorfes kennen: darunter ein simulierender Bürgermeister, eine unorthodoxe Haushälterin und ein Hund namens Arthur Guinness. Ungeahnte Lektionen warten auf ihn – über das Leben und über die Liebe …

Dies ist der erste Band der Reihe um den irischen Landarzt Barry Laverty. Wir lernen das kleine, abgeschiedene Dorf Ballybucklebo in Irland samt seinen teils exzentrischen Bewohnern kennen.

Humorvoll schildert Patrick Taylor das Leben in einem irischen Dorf in den 1960er Jahren des 20.Jahrhunderts.

Ein wunderbares Buch über eine längst vergangene Epoche.

Es gibt noch 2 Folgebände:

Neues vom irischen Landarzt und Ein irisches Weihnachtsfest.

Wer etwas ähnliches wie “ Der Doktor und das liebe Vieh“ sucht, ist hier genau richtig.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Rezension : Daniel Oliver Bachmann : Die Wüstenapotheke

(c)Droemer

Die lebensfeindliche Wüste Kalahari im Südwesten Afrikas birgt eine wahre Schatzkammer an Heilpflanzen, die von den traditionellen Heilern der Buschmänner seit Generationen genutzt werden. Daniel Oliver Bachmann hat sich auf die Suche nach dieser geheimnisvollen Wüstenapotheke begeben. Ein abenteuerliches Reiseerlebnis in einer weiten, exotischen Landschaft.

Eine magische Welt eröffnet sich Daniel Oliver Bachmann auf seiner über 8000 Kilometer langen Reise durch die Wüstengebiete Namibias – eine Welt, in der sich das Profane und das Heilige auf völlig unerwartete Weise vereinen, in der alles anders ist, als es scheint. Unterwegs begegnet er Menschen der verschiedenen Volksgruppen – der San, Ovambo, Nama und Herero. Kräuterkundige Medizinmänner wie der sagenumwobene Doktor Kuvare weihen ihn in ihr altes Wissen ein und veranschaulichen mit ihrer rituellen Heilkunst, dass sie Zugang zu einer Dimension der Wirklichkeit haben, die uns wohl immer verschlossen bleiben wird. Ein Buch mit atemberaubenden Fotos, das einen das Staunen lehrt.

Dieses Buch habe ich schon vor einiger Zeit gelesen und es hat mich sehr beeindruckt. Sehr anschaulich schildert  der Autor das Leben von Einheimischen in der Wüste von Namibia und Südafrika. Teils lockere und humorvolle Schilderungen machen das Buch zu einem echten Lesegenuss.

Man lernt aber auch die Schattenseiten kennen. Die Pharmaindustrie ist an den traditionellen Heilpflanzen sehr interessiert und macht „Jagd“ auf die Schätze der Wüste, eben der Wüstenapotheke.

Was wird in Zukunft mit den Einheimischen passieren und wie rücksichtslos beutet die Industrie die Menschen und die Natur aus?

Ein Buch, welches zum Nachdenken anregt.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Rezension : Patrick Taylor : Neues vom irischen Landarzt

(c) rororo

Der junge Barry Laverty hat es geschafft: Endlich wird er fester Partner in der Praxis von Dr. O’Reilly. Doch der exzentrische Alte hält nichts von der Schulmedizin, er hat seine ganz eigenen Methoden. Und auch die anderen Bewohner von Ballybucklebo machen Barry das Leben manchmal schwer. In dem abgeschiedenen Dorf in Nordirland laufen die Dinge eben etwas anders. Aber als einer von Barrys Patienten völlig unerwartet stirbt, wird es ernst: Die Witwe glaubt, Barry hätte seinen Tod verhindern können, und will einen Prozess anstrengen. Dabei war der verstorbene Major überall als Simulant bekannt …

Da ich das erste Buch von Patrick Taylor um den irischen Landarzt Barry Laverty regelrecht verschlungen habe, musste natürlich sofort der Folgeband her. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Wieder ist man ein Teil des Lebens in dem kleinen Städtchen Ballybucklebo in Irland und erlebt lustige, amüsante aber auch nachdenkliche Begebenheiten.

Detailgetreu werden die Bewohner mit ihren teils exzentrischen Gewohnheiten beschrieben, so dass man für kurze Zeit einTeil dieser Gemeinschaft ist.

Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen in Ballybucklebo.

Wer ein kurzweiliges, humorvolles Lesevergnügen sucht, ist hier genau richtig.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Rezension : Mo Hayder : Wolf

Wolf / Jack Caffery Bd. 7
(c) Goldmann

 

Das Ferienhaus der Anchor-Ferres‘ liegt beschaulich und einsam am Rand eines Waldes. Ein Ruheort, an den Oliver mit seiner Familie immer wieder gern zurückkehrt. Und das, obwohl ein dunkler Schatten über dem Anwesen liegt: Vor 14 Jahren wurde unweit von hier ein Liebespaar auf brutale Weise ermordet. Den Täter nannte man wegen seiner Vorgehensweise nur den Wolf. Er stellte sich, die Erinnerung an damals ist längst verblasst. Doch dann machen Oliver und seine Frau in ihrem Vorgarten einen grausamen Fund – und alles deutet darauf hin, dass der Albtraum von Neuem beginnt…

Woohoo, was für ein Thriller.

Oliver Anchor-Ferrers erholt sich nach einer schweren Herzoperation mit Frau und Tochter auf seinem abgeschiedenen Landsitz im ländlichen Somerset.

Doch dann wird die Familie in einen Alptraum hineingezogen, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt. Fünfzehn Jahre zuvor geschah ein grausamer Doppelmord am Exfreund der Tochter Lucia und dessen neuer Freundin. Lucia ist seitdem schwer traumatisiert und jetzt scheint das Grauen wieder von vorne zu beginnen.

Parallel dazu wird auch die Geschichte von Detective Inspector Jack Caffery weitererzählt. Dessen Bruder wurde als Kind von dem pädophilen Nachbarn Penderecki missbraucht und ermordet. Jack Caffery ist seitdem auf der Suche nach der Leiche seines Bruders. Jetzt scheint es Hinweise auf den Verbleib von Ewan zu geben.

Mo Hayder kann tolle Thriller schreiben. In kurzen Kapiteln, die kaum Zeit zum Atemholen lassen, treibt sie die Spannung auf den Höhepunkt zu. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und hatte es dementsprechend in 2 Tagen ausgelesen.

Für mich war dies ein rundum gelungener Thriller mit ganz wenigen Unstimmigkeiten. Es gibt einige unvorhersehbare Wendungen und ein völlig unerwartetes Ende.

Wolf war seit längerer Zeit wieder mal ein Thriller, der mich gut unterhalten hat und mir spannende Lesestunden geschenkt hat.

Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.

 

 

 

Rezension : Arne Dahl : Sieben minus eins

Sieben minus eins
(c)Piper

 

Als er die Blutspuren in dem labyrinthischen Kellerverlies findet, ist sich Kriminalkommissar Sam Berger sicher: Das unerklärliche Verschwinden der jungen Frau steht mit früheren Fällen in Verbindung, es muss weitere Opfer desselben Täters geben. Nur fehlt von denen jede Spur. Mit seiner waghalsigen Theorie von einem Serientäter steht Sam Berger alleine da und gerät bald von mehreren Seiten unter Beschuss. Allan Gudmundsson, sein Chef, hat wenig Verständnis für Bergers riskante Alleingänge und droht, ihn zu feuern. Dann entdeckt Sam Berger Spuren. Spuren, die nur er lesen kann, gelegt von einem Menschen, der ihn allzu gut zu kennen scheint. Sie führen ihn zu einem verlassenen alten Bootshaus und von dort zu einer längst verloren geglaubten Erinnerung. Tief verborgen in Bergers Vergangenheit gibt es etwas, das ihn mit den brutalen Verbrechen verbindet. Etwas, das lange Zeit keine Bedeutung zu haben schien, und das der Täter jetzt mit gutem Grund ans Licht holt. „Sieben minus eins“ ist der Beginn einer neuen Krimiserie um das Ermittlerduo Sam Berger und Molly Blom – psychologisch raffiniert, voller abgründiger Wendungen und unerhört spannend.

 

Um es vorweg zu sagen, dies war mein erstes Buch von Arne Dahl. Ich kannte den Autor vorher nicht. Aber aufgrund der vielen positiven Rezensionen war ich dementsprechend  gespannt.

Gleich zu Beginn des Buches wird man förmlich in die Handlung hineinkatapultiert. Man befindet sich an der Seite des Ermittlers Sam Berger am Tatort eines vermeintlichen Verbrechens. Vermeintlich deshalb, weil es keine Spur des vermissten Mädchens noch einen Täter gibt. Sam Berger ist der Meinung, dass das Verschwinden von Ellen Savinger in Verbindung mit weiteren Vermisstenfällen steht. Von dieser Theorie möchte Bergers Vorgesetzter Allan Gudmundsson jedoch nichts wissen und so verfolgt Berger eigene Spuren. Lediglich seine Kollegin Desire „Deer“ Rosenkvist steht vorbehaltlos hinter ihm.

Durch das Auffinden gewisser Indizien wird Sam Berger sogartig in seine Jugendzeit zurückversetzt. Diese Rückblenden wechseln sich mit der Gegenwart ab. Es gibt also zwei Zeitebenen, zwischen denen gewechselt wird.

Mit der Figur des Sam Berger bin ich zu Beginn nicht recht warm geworden. Er ist uns Lesern immer mindestens einen Schritt voraus. Desweiteren fand ich den Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig, da ich ständig das Gefühl hatte, etwas überlesen oder Fakten übersehen zu haben. Dies störte meinen Lesefluss am Anfang erheblich.

Weiterhin drängte sich mir permanent die Frage auf : “ Wo zum Teufel bleibt Molly Blom??? „. Aber als sie dann aber endlich auf der Bildfläche erscheint, dann mit einem WOW-Effekt.

Bis auf einige kleine Schwächen bescherte mir das Buch spannende Lesestunden, auch wenn mir die Zwischensequenzen Polizei-Säpo irgenwann gehörig auf die Nerven gingen.

Die Auflösung fand ich etwas enttäuschend und zu einem gewissen Maß an den Haaren herbeigezogen. Ich finde, da hat der Autor noch Luft nach oben. Es gibt am Schluss einen kleinen Cliffhanger, der Lust auf einen zweiten Teil macht.

Für mich war dieses Buch oberes Mittelmaß und deshalb werde ich wohl auch den Nachfolgeband lesen.

Ich vergebe für dieses Buch 4 von 5 Sternen.

 

 

 

 

 

 

 

Rezension : Anne Perry : Nachts am Paragon Walk

Nachts am Paragon Walk
(c) DuMont`s Kriminal-Bibliothek

 

In der Parkanlage am Paragon Walk ist ein junges Mädchen erstochen und geschändet aufgefunden worden. In den Salons der feinen Familien gibt es keinen Zweifel: Offensichtlich hat ein Kutscher, während er auf seine Herrschaft wartete, dem armen Mädchen aufgelauert. Schließlich wäre kein Gentleman zu einer solchen Tat fähig! Inspector Pitt ist sich da nicht so sicher. Sein Verdacht scheint sich zu bestätigen, als ein zweites Verbrechen geschieht. Aber die vornehmen Leute wissen sich vor indiskreten Fragen der Polizei zu schützen. Zum Glück stellt Charlotte – Pitts kluge Frau – ihre eigenen Ermittlungen an. Behilflich ist ihr dabei ihre Schwester Emily, der seit ihrer Heirat mit einem Lord Türen offenstehen, die Scotland Yard verschlossen bleiben.

Dies ist der dritte Band um das Ermittlerpaar Charlotte und Thomas Pitt. Wieder entführt uns Anne Perry in das viktorianische London. Seit dem letzten Band ist wieder einige Zeit vergangen und man sehr schön die Entwicklung der einzelnen Figuren mitverfolgen.

In diesem Fall geht es um ein junges Mädchen aus gutem Hause, die am Paragon Walk vergewalltigt und ermordet wurde.

Mit der Ermittlung beauftragt ist Thomas Pitt, dem es nur schwer gelingt, hinter die Fassaden der Londoner „High Society“ zu blicken. Ganz im Gegensatz zu Charlotte und Emily Ashworth, die im Rahmen einiger gesellschaftlicher Verpflichtungen eigene Nachforschungen anstellen.

Anne Perry liefert hier einen spannenden Kriminalroman ab, der uns auch hinter die Fassaden der vornehmen Wohngegend am Paragon Walk blicken lässt. Man erfährt viel über das alltägliche Leben der unterschiedlichen Gesellschaftsschichten in den 1880er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Die vornehme Gesellschaft weist ein Verbrechen wie Mord und Vergewaltigung weit von sich, es kann nur jemand aus den unteren Schichten gewesen sein.Stück für Stück demaskiert Anne Perry die sogenannte feine Gesellschaft und liefert somit einen brillianten gesellschaftskritischen Roman ab.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Rezension : Anne Perry : Callander Square

Callander Square von Anne Perry
(c) Dumont Kriminal-Bibliothek

 

 

Am vornehmen Callander Square werden bei Gartenarbeiten die Leichen von zwei neugeborenen Babys gefunden – ein Skandal.
Das wird ein Fall für Inspector Thomas Pitt. Doch die Ermittlungen gestalten sich schwierig, da die elitären Anwohner Thomas Pitt skeptisch gegenüber stehen. Die Herrschaften des viktorianischen London versuchen die Ermittlungen zu vereiteln, so gut es geht. Gleichzeitig beginnen Thomas Pitt’s Ehefrau Charlotte und ihre Schwester Emily auf eigene Faust
zu ermitteln und finden Zugang zur feinen Gesellschaft. Sie stoßen auf eine Welt voller Intrigen, Untreue und Erpressung…

Es handelt sich um den 2.Band der Thomas und Charlotte Pitt Reihe, der ungefähr 2 Jahre nach dem 1.Fall spielt.

Charlotte Ellison hat unter ihrem Stand Thomas Pitt geheiratet, während Ihre Schwester Emily einen Lord geehelicht hat und somit in der Gesellschaft sogar noch aufgestiegen ist.

Die Ermittlungen im Fall der toten Babys erweisen sich als schwierig. Gleichzeitig beginnen auch Charlotte und Emily auf eigene Faust zu recherchieren.

Charlotte tritt eine Stelle bei einem General an und hat somit Zugang zu den mittleren Schichten wie Kindermädchen und Gouvernanten, während Emily in den oberen Gesellschaftsschichten „ermitteln“kann.

Auch in diesem Roman tritt der eigentliche Kriminalroman in den Hintergrund. Man erfährt viel über das Leben im viktorianischen England und bekommt durch Charlotte Pitt und Lady Emily Ashworth einen kompletten Einblick in die britischen Gesellschaftsschichten und Gebräuche jener Zeit.

Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Sternen, da die Krimihandlung und die Auflösung eher mäßig sind.

Der Würger von Cater Street von Anne Perry

Der Würger von Cater Street (Ein Inspector Pitt Roman) Anne Perry
(c) Weltbild

Charlotte Ellison ist intelligent, selbstbewusst und emanzipiert. Sie lebt im viktorianischen England des 19. Jahrhunderts, in einer Zeit, in der diese Eigenschaften bei Frauen gar nicht gern gesehen werden. Doch Charlottes Eltern machen sich aus einem weiteren Grund Sorgen um ihre Tochter. Ein offenbar geistesgestörter Mörder stranguliert auf der Cater Street junge Frauen. Als Charlotte merkt, dass auch sie sich in Gefahr befindet, ist es fast zu spät. Aber zum Glück gibt es da auch noch Inspector Pitt, der nicht nur dienstliches Interesse an ihr hat. Bevor er Charlotte jedoch helfen kann, muss er noch so manches Rätsel lösen – und das macht ihm die feine Londoner Gesellschaft nicht gerade leicht!

Dies ist der erste Band der Kriminalgeschichten um Thomas und Charlotte Pitt.

Ich liebe die Krimis von Anne Perry, die alle im viktorianischen England spielen. Man bekommt einen guten Einblick in die Sitten und Gebräuche zu jener Zeit und auch die düstere, neblige Atmosphäre kommt nicht zu kurz.

Charlotte Ellison war mir von Anfang an sympathisch, da sie sich den Konventionen ihrer Zeit völlig widersetzt, zu allem ihre eigene Meinung hat und diese auch mit Vehemenz vertritt.

Der Plot ist spannend bis zum Schluss. Ich war in Bezug auf den Täter zuerst auf der völlig falschen Spur, das Ende hat mich dann aber doch nicht wirklich überrascht.

Es gibt noch viele weitere Bände von Anne Perry, die teilweise nur noch antiquarisch erhältlich sind. Man sollte sie in der richtigen Reihenfolge lesen, da die Zeit in den Romanen chronologisch weiterläuft und die Personen sich immer weiterentwickeln.

Alles in allem war der Krimi zwar eher durchschnittlich, aber da ich Geschichten aus dem viktorianischen Zeitalter liebe und Anne Perry darüber großartig schreibt, vergebe ich hier 4 von 5 Sternen.