Rezension : Joy Fielding : Die Katze

 

Die Katze: RomanWer die Wahrheit sucht, begibt sich in tödliche Gefahr.
Charley Webb ist Journalistin und allein erziehende Mutter von zwei Kindern. Eines Tages erhält sie eine schockierende E-Mail: Jill Rohmer, die des kaltblütigen Mordes an drei Kindern überführt wurde und im Gefängnis auf ihre Hinrichtung wartet, bietet Charley ihre Geschichte exklusiv für ein Buchprojekt an. Zunächst zögert Charley, doch schließlich willigt sie ein. Während sie aber noch damit beschäftigt ist, erste Recherchen über Jill einzuholen, bekommt sie plötzlich entsetzliche Drohbriefe, in denen der Tod ihrer Kinder angekündigt wird. Charley ist außer sich vor Angst, denn sie ahnt, dass sie Geister rief, die ihr selbst zum mörderischen Verhängnis werden können …
Eine Psychopathin in der Todeszelle. Eine Frau auf der Suche nach der Wahrheit. Und ein perfides Spiel, bei dem nur einer gewinnen kann.

Wer nach der Lektüre des Klappentextes auf einen spannenden Thriller hofft, dem kann ich nur zur Vorsicht raten. Die Story um die verurteilte Kindermörderin Jill Rohmer macht nur einen geringen Teil des Buches aus. Ebenso die bedrohlichen E-Mails, die Charley Webb bekommt. Diese beschränken sich, glaube ich, auf insgesamt drei und sind meiner Meinung nach für eine Journalistin nicht wirklich besorgniserregend.

Man kann die Geschichte in zwei Teile gliedern. Einmal befasst sich Charley Webb mit der Kindheit und dem Leben der dreifachen Kindermörderin Jill Rohmer und gleichzeitig beginnt sie über ihr eigenes Leben zu reflektieren. Da ist die Mutter, die sie als Kind verlassen hat und vor drei Jahren wieder aufgetaucht ist, dann der introvertierte, kaltherzige Vater, zu dem Charley nie eine Vater-Tochter-Beziehung aufbauen konnte und ihre 3 Geschwister.

Im Verlauf des Buches lernen wir die Geschwister von Charley kennen und werden Zeuge der Aufarbeitung von verdrängten Gefühlen und Emotionen und des Versuches von Charley, die zurückgekehrte Mutter wieder in die Familie zu integrieren.

Leider nimmt dieser Erzählstrang den größten Teil des Buches ein und die eigentliche Krimihandlung tritt fast völlig in den Hintergrund. Auch ist die Auflösung um die latente Bedrohung dermaßen unglaubwürdig und trivial, dass es sich darüber nicht zu berichten lohnt.

Für mich war diese Story bestenfalls Mittelmaß, da gibt es wesentlich spannendere Bücher von Joy Fielding.

Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

 

 

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