(c) Knaur

Merle Hänssler, eine Rechtsanwältin aus Hamburg, wird seit einiger Zeit von schlimmen Alpträumen geplagt.

Als dann auch noch ihre geliebte Oma Mago stirbt, macht sich Merle in den Hochschwarzwald auf, um im sogenannten Knusperhäuschen Magos Nachlass zu regeln.

Sie findet in dem Haus Dokumente, die die Lebensgeschichte eines gewissen Johannes erzählen, der eher unfreiwillig mit seiner Schwester Greta im 16.Jahrhundert in dem Häuschen gelebt hat. Da sich Merles Oma zeitlebens sehr für Märchen interessiert hat, kommt ihr die Vermutung, dass es sich hierbei um den Ursprung des Märchens “ Hänsel und Gretel “ handeln könnte. Um mit ihren Recherchen weiterzukommen, holt sie sich Hilfe von dem Wissenschaftler Jakob Wolff.

Dann passieren in dem kleinen Ort Steinberg nach und nach merkwürdige Dinge. Kinder verschwinden und das Haus scheint ein gewisses Eigenleben zu entwickeln.

Das Buch besteht aus zwei Handlungssträngen. Einmal wird aus der Sicht von Merle berichtet und dann erzählt uns Hans vom Wald in kleinen Einschüben seine Lebensgeschichte.

Mehr möchte ich auch gar nicht verraten, da dies sonst das Lesevergnügen wesentlich trüben würde.

Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt. Merle Hänssler war mir direkt sympathisch, ihre Handlungen nachvollziehbar und die zarte Liebesgeschichte macht das Werk zu einem echten Lesevergnügen. Auch wird man lange Zeit im Unklaren gelassen, ob es sich bei Jakob um den „guten“ oder „bösen“ Wolf handelt.

Märchen haben mich schon immer fasziniert und nach der Lektüre dieses Buches habe ich grosse Lust bekommen, meine alten Märchenbücher mal wieder hervorzuholen.

Und nicht vergessen Lebkuchenmännlein zu backen :-))

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

 

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