(c) Goldmann

An einem trüben Novembermorgen wird eine Studentin der Universität Cambridge tot aufgefunden. Der Mord an der jungen Frau erschüttert die ehrbare Akademikerwelt. Und nur einer wie Inspector Lynley, der dieses Umfeld bestens kennt, kann die gefährlichen unterschwelligen Strömungen hinter den dunklen Collegemauern erahnen. Mit seiner Assistentin Barbara Havers dringt er immer tiefer in die elitäre Welt ein, in ein tödliches Gespinst aus bedingungsloser Liebe, falschem Stolz, uneingestandenen Schuldgefühlen – und dem Bedürfnis nach Rache.

Dies ist der 5. Band der Krimireihe um Chief Inspector Thomas Lynley. Auch hier empfehle ich, die Bücher in chronologischer Reihenfolge zu lesen, da ansonsten das Beziehungsgeflecht der einzelnen Personen untereinander relativ unverständlich ist. Da die Hauptpersonen von Band zu Band eine Entwicklung durchmachen, würde es ohne Vorkenntnisse das Lesevergnügen erheblich schmälern.

In diesem Band geht es um den Mord an einer tauben College-Studentin in Cambridge. Als sich herausstellt, dass sie schwanger war, konzentrieren sich Lynley und Havers auf das private Umfeld der Frau. Hier liegt allerlei im Argen, sei es der Vater oder der taubstumme Freund. Wem kann man trauen und wem nicht ?

Mir hat gut gefallen, dass Cambridge und auch das Studentenleben dort sehr detailreich beschrieben wird. So fühlt man sich gleich mitten im Geschehen.

Desweiteren erfährt der Leser wieder einiges über das Privatleben der beiden Protagonisten Lynley und Havers. Lady Helen Clyde weilt bei ihrer Schwester, um ihr nach der Geburt ihres Kindes beizustehen und Barbara Havers findet endlich einen Pflegeplatz für ihre kranke Mutter.

Das Buch ist spannend geschrieben und man kann bis zum Schluss miträtseln, wer der Täter ist. Das Ende war für mich logisch und stimmig.

Elizabeth George hat hier einen soliden Krimi abgeliefert, auch wenn er meiner Meinung nach etwas schwächer als die Vorgängerbände ist.

Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

 

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