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England 1867. Die junge Eliza Caine reist in die Grafschaft Norfolk, um eine Stellung als Gouvernante anzutreten. Als sie an einem nebeligen Novemberabend müde und durchgefroren die Empfangshalle von Gaudlin Hall betritt, wird sie von ihren beiden Schützlingen Isabella und Eustace begrüßt. Überrascht stellt Eliza fest, dass die beiden offenbar allein in dem viktorianischen Anwesen leben. Von den Eltern und anderen Angestellten fehlt jede Spur. Da sie die Kinder unmöglich ihrem Schicksal überlassen kann, bleibt sie – und stellt schon bald fest, dass sie doch nicht allein sind …

Eliza Caine arbeitet als Lehrerin an einer Mädchenschule im London der 1860er Jahre. Nach dem plötzlichen Tod des Vaters will Eliza ihr altes Leben hinter sich lassen und tritt eine Stelle als Gouvernante im Herrenhaus Gaudlin Hall in Norfolk an.

Sehr schnell wird ihr bewusst, dass es in Gaudlin Hall nicht mit rechten Dingen zugeht. Es scheinen nur die beiden Kinder im Haus zu sein, zudem häufen sich seltsame und schaurige Begebenheiten.

Doch Eliza Caine will sich damit nicht abfinden, sondern versucht den Dingen auf den Grund zu gehen. Aber je mehr sie herausfindet, umso unheimlicher wird es. Ihre Vorgängerinnen schienen es alle nicht lange im Haus ausgehalten zu haben, oder es sind ihnen tödliche Unfälle zugestossen.

Sie hat das Gefühl, jemand will sie von den Kindern fernhalten, notfalls mit Gewalt. Aber damit ist ihr Beschützerinstinkt geweckt und uns Lesern bleibt kaum Zeit zum Luftholen.

Dieses Buch hat mich sofort gefesselt. Es ist im Stil klassischer englischer Geistergeschichten geschrieben und erzeugt sofort eine gruselige und kaum zu ertragende Spannung. Man hält gebannt den Atem an, um zu erfahren , wie die Geschichte weitergeht.

Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und mir die halbe Nacht “ um die Ohren geschlagen“.

Meiner Meinung nach hat John Boyne hier ein Meisterwerk abgeliefert.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

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