Rezension : Simon Marsden : Geistersuche

( Eulen Verlag )

Heute möchte ich euch eines meiner absoluten Lieblingsbücher vorstellen.

Der leider viel zu früh verstorbene Fotograf Simon Marsden nimmt uns mit auf eine Reise quer durch Europa und zeigt uns verwunschene Burgen, verfallene Schlösser und gruselige, verlassene Herrensitze.

Das Buch beinhaltet Fotografien aus Irland, Grossbritannien, Frankreich, Deutschland und Rumänien.

Wir lernen zum Beispiel Draculas Grab im Kloster Snagov kennen und besuchen Burg Falkenstein im Harz.

Wer das Buch antiquarisch noch bekommt, dem rate ich zuzugreifen.

Ich könnte stundenlang in diesen mystischen und geheimnisvollen Fotografien schwelgen.

Hierfür gibt es natürlich 5 von 5 Sternen.

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Rezension : Nora Roberts : Die Stunde der Schuld

(Blanvalet)

Naomi Carson war elf, als sie ihrem Vater eines Nachts in den Wald folgte. Sie vermutete dort ihr Geburtstagsgeschenk, ein neues Fahrrad. Stattdessen machte sie eine grausige Entdeckung, die ihre Welt zerbrechen ließ – denn ihr Vater war nicht der Mann, für den ihn alle hielten. Trotz allem wuchs Naomi zu einer starken jungen Frau heran und bereiste als erfolgreiche Fotografin die Welt. Nun hat sie beschlossen, ihr unstetes Leben aufzugeben und endlich sesshaft zu werden. Sie verliebt sich in ein altes Haus an der Küste – und in den attraktiven Xander Keaton, doch als im Wald bei ihrem Haus eine Frauenleiche auftaucht, scheint der Albtraum von Neuem zu beginnen …

Puh, für dieses Buch habe ich über eine Woche gebraucht.

In den letzten Jahren habe ich immer mal wieder Bücher von Nora Roberts gelesen, die mir auch gut gefallen haben. Dementsprechend gespannt war ich auf ihr neues Werk.

Leider muss ich sagen, dass der Klappentext für mich irreführend war. Ich erwartete einen soliden Thriller und habe einen doch zugegebenermaßen langatmigen Roman bekommen.

Zugutehalten muss man Nora Roberts, dass die Charaktere toll ausgearbeitet sind.

Naomi Carson habe ich gleich in mein Herz geschlossen, ebenso die anderen Bewohner von Sunrise Cove.

Als Leser begleitet man Naomi Carson durch verschiedene Lebensabschnitte, bis hin zum Kauf eines wunderschönen alten Hauses in der Kleinstadt Sunrise Cove. Man erfährt von ihrem unsteten Leben als Fotografin und wird Zeuge, wie sie das alte Haus nach und nach renoviert und zum Leben erweckt. Und auch die Liebe kommt nicht zu kurz.

Für mich drehte sich das Buch allerdings viel zu sehr um Hausrenovierung und Inneneinrichtung, die Spannung blieb dabei fast gänzlich auf der Strecke.

Auf den letzten Seiten nahm die Geschichte zwar nochmal Fahrt auf, aber die Auflösung war für mich mehr als dürftig.

Wer aber Romantic Thrill mag, für den ist dieses Buch definitiv eine Empfehlung.

Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

 

Rezension : Magda Trott : Pucki und ihre Freunde

(c) Titania-Verlag Stuttgart

Ich bin ja eine leidenschaftliche Sammlerin alter und antiquarischer Kinderbücher und heute möchte ich meinen Bloglesern die Pucki-Reihe vorstellen.

Die Autorin Magda Trott wurde 1880 in Schlesien geboren und starb 1945 in Pommern.

In insgesamt 12 Bänden begleiten wir Hedi Sandler, genannt Pucki, durch ihr gesamtes Leben. Abgerundet werden die Bücher durch die vielen liebevollen Zeichnungen.

Auch wenn sich mittlerweile unsere Wertvorstellungen und die Rolle der Frau natürlich grundlegend gewandelt haben, sind die Pucki-Bücher nichtsdestotrotz herrlich zum Schmökern und zum Versinken in eine längst vergangene Zeit.

Rezension : Diana Menschig : So finster, so kalt

(c) Knaur

Merle Hänssler, eine Rechtsanwältin aus Hamburg, wird seit einiger Zeit von schlimmen Alpträumen geplagt.

Als dann auch noch ihre geliebte Oma Mago stirbt, macht sich Merle in den Hochschwarzwald auf, um im sogenannten Knusperhäuschen Magos Nachlass zu regeln.

Sie findet in dem Haus Dokumente, die die Lebensgeschichte eines gewissen Johannes erzählen, der eher unfreiwillig mit seiner Schwester Greta im 16.Jahrhundert in dem Häuschen gelebt hat. Da sich Merles Oma zeitlebens sehr für Märchen interessiert hat, kommt ihr die Vermutung, dass es sich hierbei um den Ursprung des Märchens “ Hänsel und Gretel “ handeln könnte. Um mit ihren Recherchen weiterzukommen, holt sie sich Hilfe von dem Wissenschaftler Jakob Wolff.

Dann passieren in dem kleinen Ort Steinberg nach und nach merkwürdige Dinge. Kinder verschwinden und das Haus scheint ein gewisses Eigenleben zu entwickeln.

Das Buch besteht aus zwei Handlungssträngen. Einmal wird aus der Sicht von Merle berichtet und dann erzählt uns Hans vom Wald in kleinen Einschüben seine Lebensgeschichte.

Mehr möchte ich auch gar nicht verraten, da dies sonst das Lesevergnügen wesentlich trüben würde.

Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt. Merle Hänssler war mir direkt sympathisch, ihre Handlungen nachvollziehbar und die zarte Liebesgeschichte macht das Werk zu einem echten Lesevergnügen. Auch wird man lange Zeit im Unklaren gelassen, ob es sich bei Jakob um den „guten“ oder „bösen“ Wolf handelt.

Märchen haben mich schon immer fasziniert und nach der Lektüre dieses Buches habe ich grosse Lust bekommen, meine alten Märchenbücher mal wieder hervorzuholen.

Und nicht vergessen Lebkuchenmännlein zu backen :-))

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

 

Besuch der Stadt- und Kreisbibliothek St. Wendel #2

Beim Besuch der Stadt- und Kreisbibliothek St.Wendel habe ich wieder tollen Lesestoff für mich entdeckt.

Diese Bücher durften mit nach Hause:

 

Nora Roberts : Die Stunde der Schuld

Sie änderte ihren Namen, sie änderte ihr Leben – aber jemand will sie nicht gehen lassen …

Naomi Carson war elf, als sie ihrem Vater eines Nachts in den Wald folgte. Sie vermutete dort ihr Geburtstagsgeschenk, ein neues Fahrrad. Stattdessen machte sie eine grausige Entdeckung, die ihre Welt zerbrechen ließ – denn ihr Vater war nicht der Mann, für den ihn alle hielten. Trotz allem wuchs Naomi zu einer starken jungen Frau heran und bereiste als erfolgreiche Fotografin die Welt. Nun hat sie beschlossen, ihr unstetes Leben aufzugeben und endlich sesshaft zu werden. Sie verliebt sich in ein altes Haus an der Küste – und in den attraktiven Xander Keaton, doch als im Wald bei ihrem Haus eine Frauenleiche auftaucht, scheint der Albtraum von Neuem zu beginnen ..

 

Michael Peinkofer : Die Bruderschaft der Runen

Als ein Mitarbeiter des Schriftstellers Sir Walter Scott unter mysteriösen Umständen stirbt, ist dies der Auftakt zu einer höchst beunruhigenden Reihe von Ereignissen.

Sir Walter stellt Nachforschungen an und stößt auf eine Mauer des Schweigens. Was verheimlicht der königliche Inspector, der eigens aus London geschickt wurde? Was für ein Jahrhunderte altes Geheimnis hüten die Mönche von Kelso? Und was hat es mit der ominösen Schwertrune auf sich, auf die Sir Walter und sein Neffe Quentin bei ihren Ermittlungen stoßen?

Ein Schicksal, dessen Ursprung Jahrhunderte zurück reicht, nimmt seinen Lauf …

 

Michael Peinkofer : Der Schatten von Thot

London im ausgehenden 19. Jahrhundert: In einem der verruchtesten Viertel der Stadt wird eine Prostituierte grausam ermordet. Die königliche Familie bittet die junge Adlige Sarah Kincaid um Hilfe: Ein Neffe der Königin steht unter Verdacht, hinter der Mordserie im Stadtteil White Chapel zu stecken. Sarah willigt nur widerstrebend ein. Wie sich herausstellt, sind die Privaträume des Mannes angefüllt mit ägyptischen Relikten, und es zeigt sich, dass er der Vorsitzende einer Gesellschaft von Gentlemen ist, die sich der Erforschung altägyptischer Geheimnisse gewidmet haben. Der königliche Neffe scheint unter Wahnvorstellungen zu leiden und spricht fortwährend von einer ägyptischen Gottheit, die zurückkehren wird – aber ist er ein kaltblütiger Mörder? Die Spur führt Sarah bis nach Ägypten, wo ein uraltes Geheimnis auf sie wartet …

 

Diana Menschig : So finster, so kalt

Als Merle Hänssler nach dem Tod ihrer Großmutter in deren einsam gelegenes Haus im Schwarzwald zurückkehrt, findet sie im Nachlass ein altes Dokument. Darin berichtet ein gewisser Johannes, der Ende des 16. Jahrhunderts im Haus lebte, über merkwürdige Geschehnisse rund um seine Schwester Greta. Merle tut diese Geschichte zunächst als Aberglaube ab. Doch dann passieren im Dorf immer mehr unerklärliche Dinge: Kinder verschwinden, und auch das alte Haus selbst scheint ein seltsames Eigenleben zu entwickeln. Langsam, aber sicher beginnt Merle sich zu fragen, ob an Johannes’ Erzählung mehr dran ist, als sie wahrhaben wollte.

 

Arthur Hailey : Airport

Damit bin ich fürs Wochenende bestens ausgestattet….

Rezension : Simon Marsden : Bilder aus der Welt des Edgar Allan Poe

Bildergebnis für bilder aus der welt des edgar allan
(c) Eulen Verlag

„Ich wollte wissen, weshalb die Geschichten Edgar Allan Poes eine solch überwältigende Atmosphäre des Gruselns wecken konnten, so als wären sie direkt aus dem Dunkel des Grabes heraus geschrieben, mit den immer wiederkehrenden Themen Wahnsinn,Krankheit,Tod und Bestattung.“

Simon Marsden

Dieses Meisterwerk von Simon Marsden befindet sich bestimmt schon zwanzig Jahre in meinem Bücherregal.

Die gespenstischen Fotografien des nebelverhangenen und geheimnisvollen Grossbritannien und Irland laden an düsteren Winterabenden zum Schmökern an einem prasselnden Kaminfeuer ein.

In diesem Band zitiert Marsden Ausschnitte aus den Werken Edgar Allan Poes und verbindet sie mit seinen meisterhaften Schwarzweiß-Fotografien.

Eine kleine Biografie von Edgar Allan Poe runden dieses tolle Buch ab.

Leider gibt es dieses Werk von Simon Marsden nur noch antiquarisch, aber ein Kauf lohnt sich unbedingt.

Ich vergebe natürlich 5 von 5 Sternen.

 

Die Longlist des Deutschen Buchpreises 2017

Ich habe mir mal die Longlist angesehen und möchte euch diese auch nicht vorenthalten.

Hier die nominierten Romane in alphabetischer Reihenfolge:

  • Mirko Bonné: Lichter als der Tag (Schöffling & Co, Juli 2017)
  • Gerhard Falkner: Romeo oder Julia (Berlin Verlag, September 2017)
  • Franzobel: Das Floß der Medusa (Paul Zsolnay, Januar 2017)
  • Monika Helfer: Schau mich an, wenn ich mit dir rede! (Jung und Jung, März 2017)
  • Christoph Höhtker: Das Jahr der Frauen (Weissbooks, August 2017)
  • Thomas Lehr: Schlafende Sonne (Carl Hanser, August 2017)
  • Jonas Lüscher: Kraft (C.H. Beck, März 2017)
  • Robert Menasse: Die Hauptstadt (Suhrkamp, September 2017)
  • Birgit Müller-Wieland: Flugschnee (Otto Müller, Februar 2017)
  • Jakob Nolte: Schreckliche Gewalten (Matthes & Seitz Berlin, März 2017)
  • Marion Poschmann: Die Kieferninseln (Suhrkamp, September 2017)
  • Kerstin Preiwuß: Nach Onkalo (Berlin Verlag, März 2017)
  • Robert Prosser: Phantome (Ullstein fünf, September 2017)
  • Sven Regener: Wiener Straße (Galiani Berlin, September 2017)
  • Sasha Marianna Salzmann: Außer sich (Suhrkamp, September 2017)
  • Ingo Schulze: Peter Holtz (S. Fischer, September 2017)
  • Michael Wildenhain: Das Singen der Sirenen (Klett-Cotta, September 2017)
  • Julia Wolf: Walter Nowak bleibt liegen (Frankfurter Verlagsanstalt, März 2017)
  • Christine Wunnicke: Katie (Berenberg, März 2017)
  •  Feridun Zaimoglu: Evangelio (Kiepenheuer & Witsch, März 2017)

Das Floß der Medusa werde ich mir in nächster Zeit auf jeden Fall zulegen, ebenso     Evangelio von Feridun Zaimoglu.

Die anderen Bücher schaue ich mir demnächst auch noch genauer an.