Rezension : Tamina Kallert : Mit kleinem Gepäck – Wunderschöne Geschichten vom Reisen

Titel : Mit kleinem Gepäck – Wunderschöne Geschichten vom Reisen

Autor : Tamina Kallert

Verlag : Gütersloher Verlagshaus ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Sachbuch

 

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

»Ich glaube, die Neugier auf die Welt macht das Leben größer.« (Tamina Kallert)

Skurriles und Persönliches, manchmal Trauriges, vor allem aber viel Reiselustiges – in diesem Buch erzählt Tamina Kallert von den Dingen, die in ihren Filmberichten so nicht zu sehen sind. Für ihre Sendung »Wunderschön« hat die erfolgreiche Reisejournalistin über 70 Länder und Regionen bereist. Sie wandert, fährt Rad, Auto, Zug, klettert auf Vulkane, reitet auf Kamelen, sie besucht abgelegene Dörfer, einsame Inseln und pulsierende Städte. Reisen ist ihre Leidenschaft, und sie liebt es, in Welten einzutauchen, die sie noch nicht kennt. Mit ihrer warmherzigen und lebensfrohen Art öffnet sie die Herzen der unterschiedlichsten Menschen.

Berührende Erlebnisse hinter den Reisegeschichten
Unterwegs mit der »Herzensöffnerin« Tamina Kallert
Herzlich, empathisch und authentisch
Reisen bereichert – und das Lesen dieses Buches erst recht.

 

Vita :

Tamina Kallert, geboren 1974, arbeitete nach dem Studium der Geschichte und Anglistik als Moderatorin, Reporterin und Redakteurin beim WDR, bei Pro Sieben und für das DSF. Seit 2004 moderiert sie das Reisemagazin »Wunderschön« beim WDR. Außerdem führte sie 2016 durch den »Eurovision Young Musicians«, und seit 2016 präsentiert sie auch die Städtereisen »2 für 300«. Tamina Kallert ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt mit ihrer Familie in Freiburg im Breisgau.

 

Vielen von uns ist die sympathische Tamina Kallert als Moderatorin des Reisemagazins “ Wunderschön “ bekannt. Ich bin bekennender Anhänger der ersten Stunde und egal welches Reiseziel Tamina Kallert uns auch vorstellt, ich bin auf jeden mit dabei.

In diesem Buch nimmt uns Frau Kallert nicht nur auf ihre zahlreichen Reisen mit, sondern gewährt uns auch einen Blick hinter die Kulissen.

Mit einem Augenzwinkern erfährt man als Leser, wie oft eine Szene gedreht werden muss, bevor sie im Kasten ist und man als Moderatorin trotzdem motiviert und entspannt „rüberkommen „muss.

Gut gefallen hat mir, dass Tamina Kallert sehr reflektiert ist und uns Leser oft an ihren Gedanken teilhaben lässt.

Das Innehalten und seelischen Ballast abwerfen ist glaube ich gerade in unserer hektischen und schnelllebigen Zeit ein Ansatz, den ich bestimmt weiterverfolgen werde.

Dieses Werk macht auf jeden Fall Lust, aus seiner eigenen Komfortzone herauszutreten und sich auf den Weg zu machen und mit Empathie und Neugier seine Welt zu entdecken.

Das Buch ist keinesfalls als Reiseführer zu verstehen, denn die Moderatorin gibt allenfalls kleinere Anekdoten zum besten. Vor allem spürt man die Lebensfreude und Neugier auf die Menschen, die auch nach all den Jahren noch nicht versiegt ist.

Dass in dem Buch keinerlei Bilder zu finden sind, war etwas schade.

Zur Abrundung des Lesegenusses hätten ein paar Fotos sicher nicht geschadet.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und Tamina Kallert  hat sich mir als sehr sympathische und authentische Moderatorin vorgestellt.

Ich vergebe natürlich 5 von 5 Sternen.

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

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Rezension : Melanie Raabe : Die Wahrheit

 

DIE WAHRHEIT

Titel : Die Wahrheit

Autor : Melanie Raabe

Verlag : btb ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Thriller

 

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Vor sieben Jahren ist der Geschäftsmann Philipp Petersen während einer Südamerikareise spurlos verschwunden. Seither zieht seine Frau Sarah den gemeinsamen Sohn alleine groß. Doch dann erhält Sarah wie aus heiterem Himmel die Nachricht, dass Philipp am Leben ist. Die Rückkehr des vermeintlichen Entführungsopfers löst ein gewaltiges Medieninteresse aus. Sarah hat zwiespältige Gefühle. Sie hat eine harte Zeit hinter sich. Gerade war sie dabei, sich von der Vergangenheit zu lösen. Was wird werden? Gibt es eine gemeinsame Zukunft? Sie ist auf alles vorbereitet, nur auf das eine nicht: Der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht der, als der er sich ausgibt. Es ist nicht ihr Ehemann. Es ist ein Fremder – und er droht Sarah: Wenn sie ihn jetzt bloßstelle, werde sie alles verlieren: ihren Mann, ihr Kind, ihr ganzes scheinbar so perfektes Leben …

 

Vita :

Melanie Raabe wurde 1981 in Jena geboren. Nach dem Studium arbeitete sie tagsüber als Journalistin – und schrieb nachts heimlich Bücher. 2015 erschien DIE FALLE, 2016 folgte DIE WAHRHEIT und im Sommer 2018 DER SCHATTEN. Melanie Raabes Romane werden in über 20 Ländern veröffentlicht. Die FALLE war international eines der heißumkämpftesten Bücher der letzten Jahre, TriStar Pictures sicherte sich die Filmrechte. Melanie Raabe lebt und schreibt in Köln.

Sarah Petersen und ihr Sohn Leo finden sieben Jahre nach dem Verschwinden ihres Ehemannes Philipp langsam wieder ins normale Leben zurück. Der Geschäftsmann ist auf einer Südamerikareise spurlos verschwunden und seitdem fehlt jede Spur von ihm.

Gerade als sich Sarah auf eine neue Beziehung einlassen will und auch emotional ihr altes Leben hinter sich lassen will, ereignet sich etwas fast unvorstellbares.

Ihr Mann Philipp taucht wieder auf.

Und damit beginnt ein Katz- und Maus Spiel, bei dem der Leser kaum Zeit zum Luftholen hat.

Denn der Mann, den Sarah am Flughafen zusammen mit ihrem Sohn abholt, scheint nicht Philipp zu sein.

Aber wer ist der mysteriöse Fremde und was führt er im Schilde ?

Als Leserin konnte ich mich direkt in Sarah hineinversetzen und habe auch ihre teils doch sehr sprunghaften Handlungen gut nachvollziehen können.

Irgendetwas schlimmes ist in Sarahs und Philipps Vergangenheit geschehen und scheint sich jetzt zu rächen.

Als Leser tappt man völlig im Dunkeln, um was es sich bei dem mysteriösen Vorfall gehandelt haben könnte.

Spannend fand ich, dass es Melanie Raabe tatsächlich geschafft hat, mich völlig in die Irre zu führen. Obwohl ich grosse Sympathien und auch gleichzeitig Mitleid mit Sarah hatte, war ich mir irgendwann nicht mehr sicher, ob man ihr vertrauen kann.

Die fast unerträgliche Spannung wird auch dadurch aufrechterhalten, dass zwischen den Kapiteln immer wieder Einschübe mit den Gedanken und Handlungen des „Fremden“ eingefügt sind.

Etwas unglaubwürdig jedoch fand ich die Vorstellung, dass es in unserem Zeitalter und mit unseren technischen und forensischen Möglichkeiten scheinbar nicht möglich ist, binnen kurzer Zeit die Identität einer Person herauszubekommen. Ich werfe nur mal DNA-Test oder vergleichbares in den Raum. Selbst ohne Test gibt es doch Fotos oder ähnliches, anhand derer Fachleute wie z.B. Analytiker oder die KTU herausfinden können, ob die Person auch diejenige ist, für die sie sich ausgibt.

Nichtsdestotrotz hat mich das Buch durchgehend gut unterhalten, auch wenn das Ende ziemlich vorhersehbar war und doch sehr konstruiert wirkte.

“ Die Falle“ von Melanie Raabe konnte mich ja leider gar nicht überzeugen, aber mit diesem Buch hat die Autorin wieder einigen Boden bei mir gutgemacht.

Anmerken möchte ich noch, dass Melanie Raabe einen wunderbar leichten Schreibstil hat und die Seiten nur so dahingeflogen sind.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

 

Rezension : Jonas Winner : Die Party – Wer Glück hat, stirbt als Erster

Titel : Die Party – Wer Glück hat, stirbt als Erster

Autor : Jonas Winner

Verlag : Heyne ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Thriller

 

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Es ist der 31. Oktober – Halloween: Zehn Jugendfreunde freuen sich auf ein Wiedersehen nach vielen Jahren. Brandon, der elfte im Bund, hat sie alle in einen Glasbungalow geladen, der sich auf einem Felsplateau hoch über dunklen Wäldern erhebt. Auf dieser Party will Brandon die Zeit der achtziger Jahre aufleben lassen – was damit beginnt, dass alle ihre Handys abgeben müssen. Doch als die Freunde begrüßt werden, überschlagen sich die Ereignisse. Aus einem vermeintlichen Schockeffekt wird tödlicher Ernst: Ein Kronleuchter löst sich von der Decke und begräbt den Gastgeber unter sich. Ein tragischer Unfall. Oder? In diesem Moment wird der Gesellschaft klar: Unter ihnen ist ein Killer. Die Party beginnt … ihre letzte Party!

 

Vita :

Jonas Winner wurde in Berlin geboren, wuchs in Rom und den USA auf, arbeitete auf dem Bau, am Fließband und als Nachtportier, studierte und schloss mit einer Promotion über Spieltheorie ab. Er drehte Reportagen fürs Fernsehen und schrieb Drehbücher für ARD, ZDF, Sat.1 und RTL. Kritiker über sein Thriller-Debüt: „Davids letzter Film“ (dtv): „Jonas Winner – eine echte Entdeckung auf dem deutschen Buchmarkt“ (Ostthüringer Zeitung), „Ausdrückliche Leseempfehlung“ (Focus), „Stilistisch klar und knapp, düster, erschreckend und faszinierend zugleich“ (Rundschau Neumarkt).

 

Nach dreissig Jahren treffen sich zehn Schulfreunde auf Einladung ihres ehemaligen Mitschülers Brandon in dessen einsam gelegenen, gläsernen Anwesen zu einer 80er Jahre Halloween-Revival-Party. Auf dieser Party damals ist etwas schreckliches geschehen, was das Leben einiger Protagonisten für immer veränderte.

Doch was ist damals geschehen ?

Schon kurz nach ihrer Ankunft geschieht etwas furchtbares. Brandon stürzt vom Kronleuchter und verletzt sich tödlich. Die zehn wollen Hilfe holen, aber leider ist der Rückweg versperrt und Festnetztelefon gibt es nicht. Unglücklicherweise mussten alle ihre Handys bei der Ankunft abgeben, so entfällt auch diese Kommunikationsmöglichkeit.

Umso schockierender ist es, als sich Brandon etwas später per Video bei den zehn meldet. Nur einer wird die Nacht überleben !!!

Aber wer und warum?

Nach und nach lernt der Leser die zehn Protagonisten kennen. Alle haben ihre kleinen Lebenslügen und Geheimnisse. Spannend ist, dass alle schon verkleidet zur Party erscheinen. Da wäre z.B. Henry, der als Freddy Krueger kommt oder Louise, die als Voodoopuppe verkleidet ist.

Am meisten erfahren wir über Nick, der Schriftsteller ist und aus New York kommt. Die meisten haben das Städtchen New Jericho irgendwann verlassen und sind nie mehr zurückgekehrt.

Ausser Louise und Terry, die im Ort geblieben sind und sehr lockeren Kontakt mit Brandon hatten.

Nach und nach erfährt der Leser immer mehr über die dunklen Geheimnisse der Freunde von einst und mehr als eine Lüge kommt ans Tageslicht.

Jonas Winner vermag es, unfassbar spannend zu schreiben. Wir erfahren, dass in der Vergangenheit irgendetwas schlimmes passiert sein muss und die zehn jetzt dafür büßen sollen.

Ich empfand das Buch als echten Pageturner und habe es fast in einem Rutsch durchgesuchtet. Die Seiten sind nur so dahingeflogen und ich war völlig in der Geschichte gefangen.

Mir hat die Auflösung ebenfalls gut gefallen, auch wenn Jonas Winner jetzt nicht das Rad neu erfunden hat.

Den Thriller “ Murder Park“ habe ich ebenfalls schon hier im Regal stehen und freue mich schon sehr darauf, diesen zu lesen.

Als einzigen,aber wirklich winzig kleinen Kritikpunkt möchte ich das Personenregister am Schluss anmerken. Da ich grundsätzlich nie bis ganz nach hinten vorblättere, habe ich dies erst nach Ende des Buches entdeckt.

Meiner Meinung nach hätte es an den Anfang gehört.

Nichtsdestotrotz ein tolles Buch für lange Herbst-und Winterabende und deshalb kann ich dieses Werk allen Thriller-Fans nur wärmstens ans Herz legen.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

 

 

 

 

Rezension : Danya Kukafka : Girl in Snow

GIRL IN SNOW: Wer bist du, wenn niemand dich beobachtet? - Roman

Titel : Girl In Snow

Autor : Danya Kukafka

Verlag : btb ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

 

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Ein eisiger Februarmorgen. Ein schreckliches Verbrechen. Auf dem Spielplatz der Grundschule von Broomsville entdeckt der Nachtwächter die Leiche der jungen Lucinda Hayes – unter einer dünnen Schneedecke begraben. Sämtliche Spuren hat der frisch gefallene Schnee verwischt. Niemand in der beschaulichen Kleinstadt am Fuße der Rocky Mountains bleibt von der Tat unberührt – nicht der Junge, der Lucinda verstohlen auf Schritt und Tritt gefolgt war und der sich nicht mehr an den Vorabend erinnern kann. Nicht die junge Frau, die sich nach dem perfekten Leben sehnt, das Lucinda scheinbar führte. Nicht der Polizist, der den Mord untersucht und den der Fall auffallend mitnimmt. Denn alle drei wissen: Nichts geschieht ohne Grund.

 

Vita :

Danya Kukafka gilt als vielversprechendes Erzähltalent. Mit ihrem Debüt »GIRL IN SNOW« gelang der 24-Jährigen auf Anhieb ein Bestseller, der in mehreren Sprachen erscheint. Das Buch wurde für zahlreiche Preise nominiert (u.a. dem renommierten CWA John Creasey Dagger Award 2018) und wird als Amazon Prime Serie verfilmt werden. Danya Kukafka studierte an der New York University Creative Writing unter Colson Whitehead. Sie wuchs in Colorado auf und lebt heute in New York, wo sie als Lektorin in einem großen Verlag arbeitet.

Lucinda Hayes, eine Schülerin der Jefferson Highschool in Broomsville, Colorado, wird eines morgens ermordet aufgefunden.

Aus der Sicht von 3 verschiedenen Personen, werden die Ereignisse nach und nach aufgerollt.

Da wäre zum einen Cameron, ein schüchterner fünfzehnjähriger Mitschüler Lucindas, der sie heimlich auf Schritt und Tritt beobachtet. Er kann sich an die Tatnacht und die Geschehnisse nicht mehr erinnern.

Die zweite Person ist Jade, die eifersüchtig auf Lucindas scheinbar perfektes Leben war und zuletzt der Polizist Russ, der auch irgendwie in die Geschichte involviert ist. Er und Camerons Vater, der ebenfalls Polizist war, scheinen ein düsteres Geheimnis zu haben.

Abwechselnd wird die Geschichte also aus der Sicht unserer 3 Protagonisten erzählt. So entfalten sich nach und nach die Geschehnisse, die letztlich in dem grausamen Mord endeten.

Gut gefallen hat mir, dass man als Leser miträtseln konnte und sich das Bild nach und nach wie ein Puzzle zusammensetzt. Lucinda selbst bleibt in der ganzen Geschichte relativ blass und im Hintergrund. Sie wird fast komplett auf ihren Namen reduziert.

Der Schreibstil von Danya Kukafka fand ich unfassbar gut, manchmal sogar düster. Für mich war der Klappentext etwas irreführend, denn wer hier einen Thriller oder ähnliches erwartet, wird enttäuscht sein. Meiner Meinung nach handelt es sich hier um einen langsam „dahinfliessenden “ Roman. Man könnte ihn vielleicht auch als eine Charakterstudie bezeichnen.

Der Schluss hat mich etwas enttäuscht zurückgelassen, deshalb wird es auch einen Stern Abzug geben.

Ich vergebe für dieses Buch also 4 von 5 Sternen.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

Rezension : Sebastian Fitzek : Das Paket

Das Paket: Psychothriller

Titel : Das Paket

Autor : Sebastian Fitzek

Verlag : Droemer Verlag

Genre : Psychothriller

( Werbung ohne Auftrag)

Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, verlässt sie das Haus nicht mehr. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, den die Presse den »Friseur« nennt – weil er den misshandelten Frauen die Haare vom Kopf schert, bevor er sie ermordet.
Emma, die als Einzige mit dem Leben davonkam, hat große Angst, der »Friseur« könnte sie erneut heimsuchen, um seine grauenhafte Tat zu vollenden. In ihrer Paranoia glaubt sie in jedem Mann ihren Peiniger wiederzuerkennen, dabei hat sie den Täter nie zu Gesicht bekommen. Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie eines Tages bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen.
Einen Mann, dessen Namen sie nicht kennt und den sie noch nie gesehen hat, obwohl sie schon seit Jahren in ihrer Straße lebt …

 

Vita :

Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt „Die Therapie“ (2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Seine Bücher wurden bereits 10 Millionen Mal verkauft, in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen.
Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

Die Protagonistin unseres Buches, Emma Stein, hat schon als Kind ein traumatisches Erlebnis mit der scheinbar imaginären Person „Arthur“ gehabt. Vom Vater oft abgelehnt, wurde Arthur, der im Schrank wohnte, ihr bester Freund.

Durch die Ereignisse in ihrer Kindheit geprägt, wurde Emma eine angesehene Psychiaterin. Während eines Kongresses übernachtet sie in einem Hotel und wird brutal in ihrem Hotelzimmer vergewaltigt. Begangen hat die Tat offensichtlich der „Friseur“, der Prostituierte vergewaltigt, ihnen die Haare schneidet und sie dann ermordet.

Von den Geschehnissen traumatisiert, verschanzt Emma sich in ihrem Haus in Berlin und hat kaum noch Kontakt zur Aussenwelt. Erschwerend kommt hinzu, dass ihr niemand so richtig die Vergewaltigung glaubt. Das Hotelzimmer mit der Nummer 1904 existiert nicht und auch die Vorgehensweise des Täters passt nicht so recht zu seinen früheren Taten.

Dann eines Tages bringt der Postbote ein ominöses Paket für einen Nachbarn, von dem Emma noch nie gehört hat.

Ab diesem Zeitpunkt überschlagen sich die Ereignisse.

Ist dieser angsteinflössende Fremde etwa der „Friseur“, der sie endlich gefunden hat und seine Tat jetzt zuende bringen will oder bildet sich Emma alles nur ein ?

Emma war mir gleich zu Beginn sehr sympathisch und ich konnte mich komplett in sie hineinversetzen. Im weiteren Verlauf des Buches wird sie jedoch bei einigen Lügen ertappt und somit geriet meine Meinung von Emma ganz schön ins Wanken.

Sebastian Fitzek hat hier einen Thriller verfasst, der uns Lesern kaum Zeit zum Luftholen lässt. Durch die kurzen Kapitel erzeugt Fitzek ein unglaublich spannendes Leseerlebnis, sodass ich das Buch am liebsten in einem Rutsch durchgesuchtet hätte.

Der Spannungsbogen ist konstant hoch und auch auf das furiose Ende wäre ich nicht gekommen. Ich hatte zwar einige Verdachtsmomente, wurde aber komplett überrascht und war restlos begeistert.

Mit diesem Buch hat Sebastian Fitzek bei mir wieder einigen Boden gut gemacht, da mir „Passagier 23 „leider überhaupt nicht gefallen hat.

Auf jeden Fall werde ich mich jetzt mal durch die Bibliographie von Sebastian Fitzek wühlen und mal sehen, was mir noch so gefallen könnte.

Wer also einen spannenden Thriller mit unerwartetem Ende sucht, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen.

Ich vergebe hier die Höchstbewertung von 5 Sternen.

 

 

Rezension : Stephen King : Der Outsider

Der Outsider: Roman

Titel : Der Outsider

Autor : Stephen King

Verlag : Heyne ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

 

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Im Stadtpark von Flint City wird die geschändete Leiche eines elfjährigen Jungen gefunden. Augenzeugenberichte und Tatortspuren deuten unmissverständlich auf einen unbescholtenen Bürger: Terry Maitland, ein allseits beliebter Englischlehrer, zudem Coach der Jugendbaseballmannschaft, verheiratet, zwei kleine Töchter. Detective Ralph Anderson, dessen Sohn von Maitland trainiert wurde, ordnet eine sofortige Festnahme an, die in aller Öffentlichkeit stattfindet. Der Verdächtige kann zwar ein Alibi vorweisen, aber Anderson und der Staatsanwalt verfügen nach der Obduktion über eindeutige DNA-Beweise für das Verbrechen – ein wasserdichter Fall also?

Bei den andauernden Ermittlungen kommen weitere schreckliche Einzelheiten zutage, aber auch immer mehr Ungereimtheiten. Hat der nette Maitland wirklich zwei Gesichter und ist zu solch unmenschlichen Schandtaten fähig? Wie erklärt es sich, dass er an zwei Orten zugleich war? Mit der wahren, schrecklichen Antwort rechnet schließlich niemand.

 

Vita :

„Carrie“, „The Shining“, „Misery“ – es gibt wohl nur wenige Leser oder Kinogänger, die nicht zumindest eine dieser drei Horrorgeschichten von Stephen King kennen. Einen internationalen Bestseller nach dem anderen legt der 1947 in Maine geborene Autor vor. Und nicht wenige davon wurden auch erfolgreich verfilmt. So spektakulär die Geschichten sind, so bürgerlich klingt Kings Werdegang. Nach Schule, Universität und früher Heirat arbeitete er zunächst als Englischlehrer. Seiner Passion fürs Schreiben ging er abends und am Wochenende nach, bis ihm der Erfolg seiner ersten großen Geschichte, „Carrie“, erlaubte, ausschließlich als Schriftsteller zu leben. Der Rest ist Legende. King hat drei Kinder und bereits mehrere Enkelkinder und lebt mit seiner Frau Tabitha in Maine und Florida.

Endlich wieder Nachschub vom Meister. Ich bin ja seit meiner frühesten Jugend ein glühender Stephen King Fan. Mein erstes Buch war „Es“ und ich weiss noch, dass ich sehr zum Leidwesen meiner Mutter bei schönstem Sonnenschein in den Sommerferien das Werk in 2 Tagen fast ohne Unterbrechung durchgesuchtet hatte.

Die neueren Werke konnten mich leider nicht so begeistern wie beispielsweise “ In einer kleinen Stadt“ oder “ Shining“, dementsprechend gespannt war ich natürlich.

Die Geschichte beginnt gleich mit einem Paukenschlag. Der allseits geschätzte und beliebte Englischlehrer und Baseballtrainer Terry Maitland wird während eines Spiels auf dem Platz vor den Augen der Öffentlichkeit verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, einen kleinen Jungen brutal vergewaltigt und anschliessend ermordet zu haben. Hinzu kommt, dass die Beweise seitens der Polizei ihn definitiv als Täter überführen und anscheinend jeder Irrtum ausgeschlossen ist.

Doch dann präsentiert Maitland ein wasserdichtes Alibi. Wie ist das möglich und wie kann Coach T an zwei Orten gleichzeitig gewesen sein?

Durch immer wieder wechselnde Perspektiven bekommt der Leser einen guten Überblick über die Geschehnisse in Flint City. Man fiebert regelrecht mit und will unbedingt die Unschuld von Terry Maitland beweisen.

Die Geschichte ist auch mit einer guten Portion Gesellschaftskritik „gewürzt“, was mir sehr gut gefallen hat und mich als Leser schon etwas nachdenklich zurückgelassen hat.

Im letzten Drittel hat meiner Meinung nach die Spannung etwas nachgelassen und auch der „Showdown“ hätte besser ausfallen können, trotzdem hat mich das Buch voll und ganz überzeugt.

Ich würde das Buch allerdings nicht im Horror-Genre ansiedeln. Für mich war dieses Buch ein ganz toller Roman mit einer dauerhaft hohen Spannungskurve und sich immer weiter entwickelnden Figuren.

Stephen King hat hier meiner Meinung nach endlich wieder ein Meisterwerk abgeliefert.

Ich vergebe natürlich die Höchstbewertung von 5 Sternen.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

 

Rezension : Tessa Korber : Schweig wie ein Grab

Titel : Schweig wie ein Grab

Autor : Tessa Korber

Verlag : btb ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Kriminalroman

 

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Ein einsames Kloster im Wald, Nacht, Nebel über dem alten Kirchhof, auf dem sich seltsame Gestalten zu schaffen machen: Viktor und Tobias Anders, die Bestatter, haben einen Deal mit dem in der Fränkischen Schweiz lebenden Schweigeorden der Karthäuserinnen. Stirbt eine der wenigen Nonnen, die noch im Kloster leben, bahren die anderen sie auf und ziehen sich zurück, bevor sie jemand zu Gesicht bekommt. Dann kommen die Bestatter, um die Tote allein auf dem klostereigenen Gottesacker zu begraben. Doch als Viktor und Tobias das Grab ausheben, finden sie eine Leiche, die dort nicht hingehört …

 

Vita :

Tessa Korber, 1966 in Grünstadt in der Pfalz geboren, studierte in Erlangen Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaften und promovierte im Fachbereich Germanistik. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Nürnberg.

 

Es handelt sich hier um den 3.Teil der Viktor Anders Reihe. Hier würde ich empfehlen, erst die Vorgängerbände zu lesen, da man sonst einige Anspielungen nicht richtig versteht, bzw. das Lesevergnügen doch geschmälert wird.

Viktor Anders ist ein junger Bestatter, der mit seinem Onkel ein Beerdigungsinstitut führt. Die beiden übernehmen ebenfalls die Bestattungen im nahe gelegenen Kartäuserinnenkloster.

Nachdem Viktor eines Nachts eine Leiche entdeckt, beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln.

Als Leser wird man gleich mitten ins Geschehen gezogen und es macht grossen Spass, an der Seite von Viktor zu ermitteln.

Ebenfalls weitergeführt wird auch die Lebensgeschichte der beiden Protagonisten, an der der Leser regen Anteil nimmt.

Das Buch lässt sich locker und schnell lesen und der teilweise doch recht schwarze Humor hat mir grossen Spass gemacht.

Ebenfalls überrascht hat mich der Schluss. Diese Auflösung hätte ich so nicht erwartet.

Dies wird sicher nicht das letzte Buch von Tessa Korber sein, die Vorgängerbände habe ich schon auf meiner Wunschliste.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.