Rezension : Rebecca Martin : Die vergessene Freundin

Die vergessene Freundin: Roman

Titel : Die vergessene Freundin

Autor : Rebecca Martin

Verlag : Diana ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Frankfurt. Elisabeth Kramer, einst eine berühmte Schauspielerin, ist entsetzt als sie von den Plänen ihrer Nichte erfährt. Diese möchte eine Festschrift zum 90. Jubiläum des Lichtspieltheaters Odeon schreiben lassen. Elisabeths Vater gründete das Odeon einst, und die alte Frau fürchtet, dass mit den Recherchen ihre Vergangenheit aufgerührt wird. Eine Vergangenheit, die sie seit Jahrzehnten verdrängt hat – und damit eine lang zurückliegende Schuld … Die Geschichte nahm ihren Anfang im Jahr 1923 als die forsche und doch verletzliche Tonja in Elisabeths Klasse kam. Eine tiefe Freundschaft begann – und sie endete in einer Katastrophe.

 

Vita :

Rebecca Martin studierte Englisch und Deutsch in Frankfurt am Main und in Dublin, Irland. Ihre Leidenschaft gehört dem Reisen und dem Schreiben. Ihr Roman „Die verlorene Geschichte“ gelangte sofort nach Erscheinen auf die SPIEGEL-Bestsellerliste, gefolgt von „Der entschwundene Sommer“, „Die geheimen Worte“ und „Das goldene Haus“. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf im Nahetal.

 

Ich bin ja ein bekennender Anhänger der Bücher von Rebecca Martin und konnte kaum abwarten, mit dem Lesen ihres neuesten Romanes zu beginnen.

Der Klappentext hat mich ebenfalls wieder sehr neugierig auf die Geschichte gemacht.

Diesmal nimmt uns die Autorin mit nach Frankfurt am Main.

Carina Wahlsberg, die gerade ihr Studium abgeschlossen hat, bekommt den Auftrag, eine Festschrift zum 90.Jubiläum des Lichtspieltheaters Odeon zu schreiben.

Ihre Tante Elly, deren Vater das Kino gründete, ist entsetzt. Zuvieles von der Vergangenheit würde durch die Recherchen ihrer Nichte aufgerührt und alte Wunden wieder aufreissen.

Elly hat vor vielen, vielen Jahren eine schwere Schuld auf sich geladen, die jetzt wieder ans Tageslicht gezerrt würde.

Alles begann im Jahre 1924, als die junge Elly eine neue Mitschülerin namens Tonja bekommt. Und so nimmt die Geschichte ihren verhängnisvollen Lauf.

Rebecca Martin schafft es immer wieder, dass man als Leser sofort in die Geschichte versinken kann. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Einmal begleiten wir die Schauspielerin Elly ab 1918 durch ihr Leben und wir recherchieren mit Carina im Jahre 2013.

Ich war wieder einmal restlos begeistert von der Geschichte, insbesondere auch vom fantastischen Schreibstil von Rebecca Martin. Ich konnte gar nicht anders, wie das Buch in einem Rutsch zu lesen und mich komplett in die Geschichte fallen zu lassen.

Für mich war dieses Buch das bisherige Lesehighlight in 2019.

Wie gerne würde ich im Odeon, diesem einmaligen Kino, einmal einen Abend verbringen.

Ich vergebe hier die Höchstbewertung von 5 Sternen.

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Rezension : Rebecca Fleet : Das andere Haus

Das andere Haus: Psychothriller

Titel : Das andere Haus

Autor : Rebecca Fleet

Verlag : Goldmann ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Psychothriller

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Als Caroline und Francis ein Angebot zum Haustausch erhalten, zögern sie nicht lange. Voller Vorfreude beziehen sie ihr Urlaubs-Domizil in der Nähe von London. Doch dort stößt Caroline auf Details, die sie zutiefst verstören: ein ganz spezieller Blumenstrauß, die eingelegte CD, ein vergessenes Rasierwasser; scheinbar harmlose Gegenstände, die in Wahrheit aber mit dem dunkelsten Kapitel ihres Lebens verbunden sind – und mit einem Menschen, den sie für immer vergessen wollte. Ist es möglich, dass er sie in eine Falle gelockt hat? Und wer ist nun in ihrer eigenen Wohnung? Es beginnt ein psychologisches Verwirrspiel, das sie und alle, die sie liebt, ins Verderben zu reißen droht …

 

Vita :

Rebecca Fleet lebt in London und arbeitet in der Marketingbranche. »Das andere Haus« ist ihr Thriller-Debüt.

Der Klappentext hat sich für mich schon mal sehr spannend angehört. Ein junges Ehepaar tauscht für die Ferien ihr Haus mit einem Unbekannten.

In ihrem Feriendomizil angekommen, bemerken Francis und Caroline Dinge, die ihnen nicht geheuer erscheinen. Das Haus ist nur spärlich möbliert und erscheint gänzlich unbewohnt.

Desweiteren bemerkt Caroline nach und nach Dinge, die sie an ihre Vergangenheit erinnern und die sie am liebsten vergessen möchte. Ist dies alles Zufall oder doch von langer Hand geplant ?

Spannend ist auch das Verhalten ihrer Nachbarin Amber, die sich scheinbar in das Leben des Ehepaares drängen will.

Nach und nach erfahren wir auch von Eheproblemen in der Vergangenheit und bekommen Einblick in das Alltagsleben mit ihrem Sohn. Dieser Urlaub ohne Kind soll eine Art Neuanfang sein und ein Versuch, die angeschlagene Ehe zu retten.

Die Spannungskurve ist am Anfang sehr hoch, doch leider kann die Autorin diese nicht ganz halten. Zeitweise gibt es relativ langatmige Stellen und auch die wenigen Einschübe der Gedanken des Unbekannten sind relativ unspektakulär.

Man durchlebt als Leser das Geschehen aus verschiedenen Blickwinkeln, was das Buch spannend macht und zum miträtseln einlädt.

Der Schluss war schlüssig und stimmig und hat auf jeden Fall Sinn ergeben. Damit war ich rundum zufrieden.

Zugute halten muss ich der Autorin, dass es ihr Erstlingswerk ist und bekanntlich ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben.

Falls es noch ein weiteres Buch der Autorin gibt, werde ich ihr auf jeden Fall noch eine Chance geben.

Ich vergebe für dieses Buch 4 von 5 Sternen.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

Rezension : Shane Stevens : Kill

Titel : Kill

Autor : Shane Stevens

Verlag : Heyne ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Thriller

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Inspiriert von realen Fällen zeigt »Kill« im fesselnden, halb dokumentarischen Stil den (fiktiven) Serienmörder Thomas Bishop in seiner Entstehung, in seinen Taten, aber auch in seinem Alltagsleben, und beleuchtet die Auswirkungen, die seine grausamen Morde auf die Gesellschaft und ihre Moral haben.

»Kill« von Shane Stevens gilt als der erste Roman, der einen Serienmörder in den Mittelpunkt stellt, und ist damit das Vorbild für Thomas Harris und seine Hannibal Lecter-Romane.

 

Vita :

Shane Stevens (1941-2007) galt mit seinen Thrillern in Amerika lange als Geheimtipp. Als Stephen King seinen Roman »Stark« Shane Stevens widmete, wurde ein größeres Publikum auf Stevens aufmerksam. »Kill« gilt als erster Serienkiller-Roman, der zugleich die True-Crime-Literatur vorwegnahm, und wird heute von der Literaturkritik als Klassiker gewürdigt.

 

Den Thriller „Kill“ hat Shane Stevens zu meiner Verwunderung schon 1979 geschrieben. Er diente unter anderem auch als Vorbild für die Hannibal Lecter Romane von Thomas Harris.

Protagonist in unserem Thriller ist Thomas Bishop. Dieser wird von Kindheit an von seiner Mutter grausamst misshandelt und gefoltert. Mit 10 Jahren tötet er seine Mutter und später auch noch weitere Personen.

Wir erleben in einem kalten und nüchternen Stil den Werdegang von Thomas Bishop und wie er zum grausamen Mörder werden konnte.

Seit Kindheit an erfuhr Bishop statt Mutterliebe nur unvorstellbare Quälereien, die schliesslich im Mord an seiner Mutter enden.

Er wird in die Psychiatrie eingewiesen, kann irgendwann fliehen und wird zum brutalen Serienmörder.

Zahlreiche Nebenhandlungen zeichnen ein rundes Bild von Bishop und seinen Taten. man erfährt auch viel über die gesellschaftliche und politische Situation, was das Buch für mich zu einem greifbaren Ganzen macht.

Der Thriller lässt sich flüssig lesen, hat keine Längen und nimmt dem Leser zeitweise die Luft zum Atmen.

Der Erzählstil von Shane Stevens ist kühl und distanziert und somit ist man als Leser noch näher in das unvorstellbare Grauen involviert.

Ich empfand das Buch als tief verstörend und emotional aufrüttelnd und werde die Geschichte mit Sicherheit noch lange im Gedächtnis behalten.

Erschüttert hat mich besonders die Vergewaltigung der jungen Sara. Daraus resultierte die Schwangerschaft mit Thomas, der in seiner Kindheit den Hass der Mutter zu spüren bekam.

Wir begleiten Thomas Bishop bis zum Erwachsenenalter und werden auch Zeuge seiner psychischen Entwicklung und wie er zum Serienmörder werden konnte.

Ein psychologisch hochinteressantes Buch, auch wenn es zeitweise für mich schwer zu ertragen war.

Ich vergebe für dieses Buch die Höchstbewertung von 5 Sternen.

 

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Rezension : Jack Heath : Blake

Blake: Thriller von [Heath, Jack]

Titel : Blake

Autor : Jack Heath

Verlag : Heyne Verlag ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Psychothriller

 

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Amerika, Gegenwart. Timothy Blake ist ein genialer Profiler und steht als inoffizieller FBI-Mitarbeiter auf keiner Gehaltsliste. Er hat nämlich ein geheimes Laster und wird nicht mit Geld entlohnt, sondern mit etwas, das seine dunklen Triebe befriedigt. Als Blake mit seiner neuen Partnerin Special Agent Reese Thistle eine heikle Geldübergabe einfädelt, geht die Sache schief: In einem gestohlenen Wagen finden sie eine Schaufensterpuppe mit einer menschlichen Niere darin. Blake, der sein finsteres Geheimnis sorgsam hüten muss, gerät unter Verdacht …

 

Vita :

Jack Heath, geboren 1986, hat sich schon als Kind darüber beklagt, dass ihm die meisten Bücher nicht spannend genug sind. Er begann selbst zu schreiben, recherchierte in Leichenhallen und Gefängnissen und bereiste zahlreiche Länder. Mit »Blake« legt er seinen ersten harten Thriller vor. Heath lebt in Canberra, Australien.

 

Timothy Blake ist der geniale, zivile Ermittler beim FBI. Blake wird hinzugezogen, wenn das FBI am Ende seiner Weisheit ist.

Blake erkennt Zusammenhänge da, wo andere Ermittler noch längst keine Verbindung sehen. Ausserdem hat er ein geheimes Laster, welches tunlichst im Verborgenen bleiben soll.

Die Story wird aus der Ich-Perspektive geschrieben. Als Leser wird man von Anfang an mitten ins Geschehen katapultiert und ist sofort in der Geschichte gefangen.

Blake war mir mit seinen Ecken und Kanten und seiner unvergleichlichen Art von Anfang an sympathisch.

Die Spannungskurve ist konstant hoch und ich konnte das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil ist leicht und flüssig und so kommt man als Leser auch zügig durch das Buch durch.

Als besonderen Gag gibt es am Anfang eines jeden Kapitels ein kleines Rätsel, welches es zu lösen gilt. Die Auflösung gibt es zum Glück am Schluss, wenn man als Leser schon fast am verzweifeln ist.

Die Auflösung der Story hat mich komplett aus der Bahn geworfen. Ich hatte zwar während des Lesens einen Verdacht, lag damit aber total verkehrt.

So muss für mich der perfekte Thriller sein. Hoffentlich gibt es bald Nachschub von Jack Heath.

Gerne würde ich noch weitere Fälle mit Timothy Blake lösen.

Für diesen genialen Thriller vergebe ich die Höchstbewertung von 5 Sternen.

 

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Rezension : Nicci French : Der Sommermörder

Der Sommermörder: Thriller

Titel : Der Sommermörder

Autor : Nicci French

Verlag : Penguin ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Thriller

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Ein perfider Mörder, hilflose Opfer und eine überforderte Polizei: Geniale Spannung made by Nicci French.

Es ist heiß in diesem Sommer in London, ungewöhnlich heiß, und die Stadt heizt sich täglich mehr auf. Der Jahrhundertsommer, am Anfang freudig begrüßt, wird langsam zur Qual. Nur einer genießt die Hitze: Er beobachtet die Körper der Frauen. Heimlich. Er riecht sie, er prägt sie sich ein, er ergötzt sich an ihrer schweißnassen Haut … Dann terrorisiert und schließlich tötet er sie. Die Polizei setzt alles daran, ihn zu überführen, doch der »Sommermörder« ist immer etwas schneller als sie – bis er an Nadia gerät. Dieses eine Mal hat er seine Macht überschätzt.

 

Vita :

Hinter dem Namen Nicci French verbirgt sich das Ehepaar Nicci Gerrard und Sean French. Seit langem sorgen sie mit ihren höchst erfolgreichen Psychothrillern international für Furore. Sie leben Süden Englands.

 

Im unerträglich heissen London geht ein unheimlicher Frauenmörder um und die Polizei ist machtlos.

Der Thriller von Nicci French ist in drei Teile gegliedert. Wir begleiten die Opfer Zoe, Jennifer und Nadia ein Stück weit durch ihr Leben. Dadurch wachsen sie dem Leser so sehr ans Herz, dass es schier unerträglich ist, was wohl auf die Frauen zukommt.

Die Briefe, die der Täter den Opfern schreibt, steigern die Spannung und das Tempo noch zusätzlich. Die Spannungskurve bleibt konstant hoch und als Leser kann man das Buch kaum aus der Hand legen.

Ich war richtig am mitfiebern bis zum jeweiligen bitteren Ende.

Obwohl die drei Frauen sich komplett voneinander unterschieden, sind sie mir doch alle drei ans Herz gewachsen. Man begleitet die Frauen ein kleines Stückchen in ihrem Leben und trotzdem steuert man auf das unvermeidbare Ende zu. Vor allem mit Nadia habe ich mitgelitten, die es zu guter letzt schafft zu entkommen und den Mörder dingfest zu machen.

Nicci French gelingt es perfekt, die bedrückende Atmosphäre des schwül heissen London einzufangen. Als Leser ist man richtig am mitschwitzen und möchte nur noch ein reinigendes Gewitter und hofft und betet, dass  die Frauen in London endlich wieder ruhig schlafen können.

Zwischen den einzelnen Kapiteln gibt es immer wieder Einschübe mit den Gedanken des Killers, was dem ganzen noch eine zusätzliche „Würze“ verleiht. Man ist als Leser praktisch im Kopf des Killers und kann den armen Frauen doch niccht helfen.

Die Auflösung war auch stimmig und schlüssig und vor allem völlig unvorhersehbar. So soll ein guter Thriller sein. Für mich war dies ein rundum gelungenes Buch und ein perfekter Lesegenuss.

Ich vergebe hier die Höchstbewertung von 5 Sternen.

 

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Rezension : Emily Hauser : Die Frauen von Troja – Tochter des Sturms

Titel : Die Frauen von Troja – Tochter des Sturms

Autor : Emily Hauser

Verlag : Goldmann ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Historischer Roman

 

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Vor dreitausend Jahren tobte ein Krieg, der die damalige Welt in ihren Grundfesten erschütterte: Der Trojanische Krieg hat viele Helden hervorgebracht. Hier erzählen die Frauen von Troja die Legende aus ihrer Sicht.
Dies ist die Geschichte von Chryseis, der Tochter des Hohepriesters von Troja, und Briseis, der Prinzessin von Pedasos. Chryseis und Briseis sind stolze junge Frauen, die ihr Leben genießen und sich leidenschaftlichen Lieben hingeben. Doch bei Ausbruch des Krieges werden sie entführt und müssen fortan ein Leben als Liebessklavinnen führen. Die mutigen Frauen ergeben sich jedoch nicht in ihr Schicksal, sondern kämpfen für ihr Freiheit und ihre Gefühle …

 

Vita :

Emily Hauser wurde in Brighton geboren und ist in Suffolk aufgewachsen. Sie hat in Cambridge und Harvard Altphilologie studiert und in Yale promoviert. In ihrer Trilogie über die Frauen von Troja erzählt sie den großen Mythos des Trojanischen Kriegs in moderner Sprache und aus weiblicher Sicht.

Was für eine tolle Idee. Aus weiblicher Sicht wird die Legende von Troja lebendig. Wir begleiten Chryseis und Briseis ein Stück weit durch ihr Leben.

Briseis ist die Prinzessin von Pedasos, die aufgrund einer Prophezeiung zu Anfang unserer Geschichte noch immer unverheiratet ist.

Chryseis ist die Tochter des Hohepriesters von Troja und soll ebenfalls Priesterin werden. Aber Chryseis will selbst über ihr Leben bestimmen und sich nicht in ihr vorherbestimmtes Schicksal fügen.

Bei Ausbruch des trojanischen Krieges werden die beiden jungen Frauen entführt und müssen fortan ihr Dasein als Sklavinnen fristen.

Doch so leicht lassen sich die beiden nicht unterkriegen und kämpfen für ihr Leben und ihre Freiheit.

DIe Geschichte wechselt immer zwischen den Erlebnissen von Chryseis und denen von Briseis. Dazwischen befinden sich in kursiver Schrift immer wieder interessante Einschübe über die Vorgänge im Olymp. Wir erfahren von den Gedanken und Handlungen von Zeus und Hera, ebenso von vielen weiteren Gestalten der griechischen Sagenwelt.

Das Cover ist ausnehmend hübsch und ansprechend gestaltet.

Emily Hauser versteht es, den Leser in ihren Bann zu ziehen. Ihre klare  Sprache lässt das antike Troja vor den Augen des Lesers wieder lebendig werden.

Am Ende des Buches gibt es noch einen Überblick über die auftretenden Figuren und auch die erwähnten Orte werden beschrieben.

Sollte man sich also in der griechischen Mythologie nicht gut auskennen, kann man das Buch trotzdem in vollen Zügen geniessen.

Mir hat das Lesen jedenfalls riesigen Spass gemacht und ich werde mir auf jeden Fall auch die beiden Folgebände der Trilogie zulegen.

Ich vergebe hier die Höchstpunktzahl von 5 Sternen.

 

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Rezension : Josh Malerman : Bird Box – Schliesse Deine Augen

Bird Box - Schließe deine Augen - Josh Malerman

Titel : Bird Box – Schliesse Deine Augen

Autor : Josh Malerman

Verlag : Blanvalet ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

 

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Öffne deinen Augen, und du bist tot! Dieses Mantra hat Malorie ihren beiden Kindern von Geburt an eingeimpft. Sie verlassen das Haus so selten wie möglich und wenn doch, dann nur mit verbundenen Augen. Denn irgendetwas ist dort draußen, dessen Anblick jeden in den Wahnsinn treibt. Da klingelt das Telefon, und der unbekannte Anrufer bietet ihr einen sicheren Ort, nur ein paar Meilen den Fluss hinab. Kein weiter Weg, wenn man ihn sehen kann. Doch mit verbundenen Augen unmöglich. Dennoch steigt Malorie mit den Kindern in ein kleines Boot, der Hoffnung entgegen – oder dem Tod!

 

Vita :

Josh Malerman ist ein großer Fan von Gruselliteratur und zählt mehr als 500 Horrorfilme zu seinen Favoriten. Er schrieb zunächst Gedichte und Kurzgeschichten, doch seine professionelle Karriere startete er mit Songtexten, bevor er sich ganz seinem Debüt »Bird Box« widmete. Josh Malerman ist Sänger und Chef der gefeierten Indie-Band The High Strung, mit der er bereits zweimal in Guantanamo Bay aufgetreten ist. Er lebt heute mit seiner Verlobten in Royal Oak, Michigan.

 

Was für ein Schreckensszenario.

In einer nicht näher bestimmten Zeit gibt es die Welt, wie wir sie kannten, nicht mehr. Die Menschen, die irgendetwas „Schlimmes“ draussen sehen verlieren den Verstand und verletzten und töten sich selbst und andere.

Unsere Protagonistin Malorie erfährt zu Beginn der Katastrophe, dass sie schwanger ist. Sie und ihre Schwester messen zu Anfang den Schreckensmeldungen keinerlei Bedeutung zu, nach und nach gewinnt die Angst aber die Oberhand. Malorie und Shannon fangen an, sich in ihrem Haus zu verbarrikadieren und verdecken Türen und Fenster.

In einer zweiten Zeitschien sind mittlerweile vier Jahre vergangen. Malorie und ihre beiden kleinen Kinder haben nur einen winzig kleinen Bewegungsradius um ihr Haus. Die Kinder haben ihre Umwelt noch nie ohne Augenbinden gesehen, deshalb ist ihr Gehör umso sensibler.

Jetzt plant Malorie die Flucht. Sie hat vier Jahre zuvor telefonischen Kontakt mit einem Mann gehabt, der ihr einen Weg aufgezeigt hat zu einer Stelle, an der es angeblich Sicherheit vor diesen Wesen gibt. Dazu muss sie zwanzig Meilen in einem Boot den Fluss hinabrudern und das mit verbundenen Augen. Was für ein gefährliches Unterfangen.

Abwechseln begleiten wir Malorie in ihrem Leben direkt nach der Katastrophe während ihrer Schwangerschaft und vier Jahre später während ihrer Flucht mit den zwei Kindern.

Die „Wesen“ sind ständig präsent, auch wenn niemand sagen kann, um was es sich genau handelt. Sind sie real oder handelt es sich um das Phänomen der Massenhysterie oder etwas ganz anderes ?

Die allgegenwärtige Angst ist in diesem Buch fast mit Händen greifbar. Wir als Leser sehen diese neue Welt nur durch Malories Augenbinde. Auch die Kinder, die zu Beginn nur „Junge“ und „Mädchen“ genannt werden, haben durch jahrelanges Training seitens Malorie extrem geschärfte Sinne.

Wir als Leser fiebern mit Malorie und den Kindern mit und hoffen, dass sie an einen besseren und geschützten Ort gelangen und die Kinder endlich einmal die Natur mit all ihren Farben erleben dürfen.

Ein bisschen schade fand ich den Schluss. Da hätte ich mir etwas mehr Aufklärung von Seiten des Autoren gewünscht, trotzdem ist dies der Spannung in keiner Weise abträglich.

Ein spannendes Buch mit einer komplett neuen Grundidee, welches mich von Anfang bis Ende überzeugen konnte und Raum für eigene Schlussfolgerungen lässt.

Ich vergebe hier die Höchstpunktzahl von 5 Sternen.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.