Der Sommer der Inselblumen von Mina Gold

Der Sommer der Inselblumen: Roman (Die Inselblumen-Serie, Band 1)

 

Titel : Der Sommer der Inselblumen

Autor : Mina Gold

Verlag : Penguin Verlag ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

Bewertung : 5 STERNE

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde)

 

Inhalt :

Manchmal liegt das große Glück auf einer kleinen Insel

Als Anna vor den Trümmern ihres Liebeslebens steht, will sie nur eins: weg aus Hamburg. Kurzerhand zieht sie mit ihrem geliebten Zwergdackel Prince Harry auf die Nordseeinsel Texel. Dort möchte sie den Traum von einem eigenen Blumenladen verwirklichen, in dem sie ihre Kunden mit bunten Sträußen und duftendem Kaffee verwöhnen kann. Doch der Neubeginn fällt Anna schwerer als gedacht, denn die sturen Insulaner boykottieren ihren Laden. Und als wäre das nicht schon genug, wird sie mit einem dunklen Geheimnis aus ihrer Kindheit konfrontiert, vor dem sie immer geflohen ist und das sie nun nicht mehr loslässt. Aber zum Glück bekommt Anna Hilfe von dem charmanten Biobauern Luuk, der ihr Herz höher schlagen lässt. Und dann lernt sie ihre bezaubernde alte Nachbarin Roos kennen – und gemeinsam haben sie eine Idee, wie sie den Laden retten können …

 

Vita :

Mina Gold, geboren 1987, ist seit einigen Jahren freiberufliche Korrekturleserin und Lektorin.Sie besitzt einen Abschluss in Europäischer Literatur und einen Master mit dem Schwerpunkt auf Amerikanisch-Indianischer Literatur. Es gehört zu ihrem Alltag, professionell Liebesgeschichten zu lesen, von denen sie sich gerne inspirieren lässt. Die Autorin hat eine große Leidenschaft für Horrorfilme und italienisches Essen und lebt mit ihrer Büchersammlung und ihrem tauben kleinen Hund Rosali in einer Altbauwohnung in Berlin Neukölln.
Instagram: mina__gold

 

Meine Meinung :

Nachdem Anna Fischer ihren Freund Simon beim Fremdgehen mit ihrer Freundin Karin erwischt hat, flüchtet sie auf die kleine Insel Texel.

Mit dabei ist ihr kleiner Dackel Prince Harry.

Anna, die den Brujinshof ihrer Großeltern geerbt hat, möchte auf der Insel einen Blumenladen mit Cafe eröffnen und ihr Leben neu ordnen.

Nach und nach knüpft Anna Kontakte und Freundschaften auf der Insel. Da wäre ihr attraktiver Nachbar Luuk, der ihr nach einem etwas holprigen Start in allen Belangen zur Seite steht.

In ihrer Physiotherapeutin Britt findet sie ebenfalls eine Freundin, insbesondere, da Britt einen sehr anziehenden und attraktiven Bruder namens Ole hat..

Eine besondere Beziehung entwickelt sich zu ihrer älteren Nachbarin Roos, an der auch Dackel Harry einen Narren gefressen hat.

Einzig Ole, ein Freund aus Kindertagen scheint immer “ zufällig “ bei Anna aufzutauchen, was ihr nach und nach unangenehm wird und suspekt erscheint.

Mina Gold hat hier einen ganz einzigartigen und bezaubernden Roman geschaffen. Sie erschafft Bilder, so dass man sich selbst bei der Lektüre auf der Insel Texel wähnt. Man kann förmlich das Meer und die Blumen riechen und die Protagonisten erscheinen wie alte Bekannte.

Bemerkenswert fand ich, dass das Buch trotz seiner ca.600 Seiten zu keiner Zeit langweilig oder sich in die Länge gezogen hat. Im Gegenteil, man fliegt nur so durch die Seiten und kann es gar nicht mehr zur Seite legen.

Erwähnenswert ist auch das toll gestaltete Cover mit Prince Harry. Ein echter Eyecatcher in jedem Bücherregal.

Ich muss unbedingt noch viel mehr von dieser tollen Autorin lesen und hoffe auf ein Wiedersehen mit Anna, Prince Harry und der Insel Texel mit seinen bezaubernden Bewohnern.

 

Ich vergebe hier die Höchstbewertung von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

 

Puppenheim von Sarah Hilary

 

Titel : Puppenheim

Autor : Sarah Hilary

Verlag : btb ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Thriller

Bewertung : 5 Sterne

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde)

 

Inhalt :

Ein packender Thriller aus London. Für alle Leser von Nicci French. Erstmals auf Deutsch.

Eine Reihe mysteriöser Vermisstenfälle hält London in Atem. Junge Mädchen, die von zu Hause ausgebrochen sind, verschwinden von einem Tag auf den anderen spurlos. Das Gerücht geht um, ein geheimnisvoller Mann habe seine Finger im Spiel. Schon bald wird die erste Leiche gefunden, hindrapiert wie eine Puppe. Marnie Rome von der Kriminalpolizei London wird zum Tatort gerufen. Marnie, die brillante Ermittlern, die aus eigener Erfahrung weiß, was es heißt, Opfer zu sein. Und die sofort spürt, dass man sich auf die Fürsorge dieses Mannes nicht verlassen kann …

 

Vita :

Sarah Hilary lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Bristol. Sie arbeitet bei einem bekannten Reiseführerverlag, war jedoch auch schon als Buchhändlerin oder bei der Royal Navy tätig. »Herzenskalt«, der erste Teil der Reihe um die unerschrockene Ermittlerin Marnie Rome, wurde in England als bester Krimi des Jahres ausgezeichnet.

 

Meine Meinung :

Bei diesem Band handelt es sich um den dritten Teil der Marnie Rome Reihe.

In London verschwinden auf mysteriöse Weise junge Ausreißerinnen spurlos.

Dann passiert in Battersea ein folgenschwerer Unfall mit vier teils schwer verletzten Personen. Darin verwickelt scheint ein junges rothaariges Mädchen, dass nach dem Unfall wohl unter Schock stehend, einfach davonspaziert ist.

Bald jedoch wird für die Emittler Marnie Rome und Noah Jake der Unfall zur Mordermittlung, als eine Ausreißerin tot aufgefunden wird.

Schon der Anfang des Buches liest sich spannend und man wird als Leser direkt in die Geschichte hineingezogen.  Wir befinden uns zwei Jahre vor der eigentlichen Story.

Wir erfahren von Christie, einer Obdachlosen, die die Bekanntschaft eines großen, blonden Mannes macht. Dieser verspricht ihr Sicherheit..?

Die Handlung setzt sich aus verschiedenen Erzählsträngen zusammen. Zum einen begleiten wir die beiden Ermittler Marnie Rome und Noah Jake bei ihrer Arbeit, zum anderen lernen wir Aimee kennen, ebenfalls eine Obdachlose.

Hilfreich für die Ermittlungen ist außerdem, dass sich Noah Jake in Personen hineinfühlen kann.

Uns als Leser ist relativ schnell klar, wer der Täter ist und auch das Motiv wird nicht hinterm Berg gehalten.

So sind wir den Ermittlern immer eine Nasenlänge voraus und sehen ihnen bei ihrer Arbeit über die Schulter.

Mir hat die Komplexität der Geschichte gut gefallen und auch die beiden Ermittler waren mir von Anfang an sympathisch.

Ich werde mir auf jeden Fall auch die beiden Vorgängerbände zulegen, weil ich denke, dass man dann noch mehr über die Vorgeschichte von Marnie Rome erfährt.

 

Ich vergebe hier die Höchstbewertung von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

1965 – Der erste Fall für Thomas Engel von Thomas Christos

1965 - Der erste Fall für Thomas Engel: Kriminalroman

 

Titel : 1965 – Der erste Fall für Thomas Engel

Autor : Thomas Christos

Verlag : Blanvalet ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Kriminalroman

Bewertung : 5 Sterne

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde)

 

Inhalt :

Nichts ist je vergessen – ein grausamer Leichenfund in einer Ruine bei Düsseldorf führt die Ermittler zurück in ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte …

Düsseldorf, 1965: Für den jungen Kommissar Thomas Engel ist die Stadt am Rhein der verheißungsvolle Beginn eines neues Lebens. Als er zum ersten Mal ein Konzert der Rolling Stones sieht, gibt es für ihn kein Weg zurück, die Provinz liegt weit hinter ihm. Er stürzt sich in das Leben und in seine Arbeit, die ihm gleich einen spannenden Fall beschert. Ein junges Mädchen wird in der Ruine Kaiserswerth tot aufgefunden. Engel versteht nicht, dass seine Kollegen nicht gleich die Spur verfolgen, die geradewegs in die dunklen 1930er Jahre führt. Versucht man etwas vor ihm zu verheimlichen, und warum will niemand sehen, was so offensichtlich auf der Hand liegt?

Zeitgeschichte und gleichzeitig spannender Kriminalroman: der Beginn einer Reihe um den jungen Kommissar Thomas Engel.

 

Vita :

Thomas Christos ist das Pseudonym des Drehbuchautors Christos Yiannopoulos. 1964 kam er als Sohn griechischer Gastarbeiter nach Deutschland. Er studierte Germanistik und Pädagogik in Düsseldorf und schrieb bereits mit 24 Jahren sein erstes Drehbuch, das auch verfilmt wurde. Danach war er hauptsächlich Drehbuchautor für das Fernsehen und wirkte an vielen erfolgreichen Produktionen mit. Unter anderem wurde er für seinen Film »Schräge Vögel« für den Adolf-Grimme-Preis nominiert. Er lebt zurzeit in Düsseldorf.

 

Meine Meinung :

Wir befinden uns im Jahre 1965.

Der junge Kommissar Thomas Engel ist froh, der Enge seines Dorfes und der Kontrolle seines Vaters zu entkommen. Er beginnt seinen Dienst bei der Kriminalpolizei in Düsseldorf.

Zunächst ist er noch sehr unbedarft, aber nach und nach wächst er an seinen Aufgaben. Dabei steht ihm Peggy zur Seite, in die er sich Hals über Kopf verliebt und die ihm das „wahre“ Leben in der Großstadt näherbringt.

In Düsseldorf angekommen, wird er schon bald mit einem schrecklichen Verbrechen konfrontiert. In der Ruine der Kaiserpfalz in Kaiserswerth wird die Leiche eines jungen Mädchens entdeckt.

Die Kollegen wollen den Fall schnell zu den Akten legen, der junge Thomas Engel jedoch gibt sich damit nicht zufrieden und beginnt zu recherchieren.

Dabei stösst er auf Verflechtungen und Verwicklungen, die bis in die Zeit des Nationalsozialismus reichen.

Ausserdem scheinen seine Ermittlungen nicht jedem zu gefallen.

Der Autor erzählt seine Geschichte auf zwei Zeitebenen. Zum einen begleiten wir den jungen Kommissar im Jahr 1965, zum anderen werden die Ereignisse um das Jahr 1939, also während der Zweiten Weltkriegs dargestellt.

Das Buch lässt sich flüssig durchlesen und war für mich durchgängig spannend.

Gut gefallen hat mir, dass uns der Autor Einblick in die Polizeiarbeit der 1960er Jahre gewährt, aber ebenso die Seilschaften und Machenschaften der NS-Zeit zum Thema macht, die auch noch über zwanzig Jahre später präsent sind.

Hoffentlich gibt es bald ein Wiedersehen mit dem sympathischen Kommissar Thomas Engel.

 

Ich vergebe hier die Höchstbewertung von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Der Tattoosammler von Alison Belsham

Der Tattoosammler: Thriller – »Unheimlich und süchtig machend!« Daily Mail

 

Titel : Der Tattoosammler

Autor : Alison Belsham

Verlag : Penguin Verlag ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Thriller

Bewertung : 5 Sterne

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde)

 

Inhalt :

Als die Tattoo-Künstlerin Marni Mullins in Brighton eine blutige Leiche entdeckt, ist ihr erster Impuls, den schrecklichen Anblick so schnell wie möglich zu vergessen. Doch das ist unmöglich, denn nach einem zweiten grausamen Mord bittet Detective Francis Sullivan sie dringend um Hilfe: Der Serienkiller schneidet seinen Opfern Tattoos vom Leib, und Marnis Kenntnis der Szene ist Francis‘ beste Chance, den brutalen Mörder zu identifizieren. Doch Marni möchte seit einem schlimmen Vorfall in ihrer Vergangenheit nie wieder mit der Polizei zu tun haben – und beschließt, den Tattoo-Sammler selbst zu jagen, bevor ein weiterer Unschuldiger Opfer seiner scharfen Messer wird …

 

Vita :

Alison Belsham begann ihre Autorenkarriere als Drehbuchschreiberin und war für den Orange Prize für Drehbücher nominiert sowie in der engeren Auswahl eines Drehbuchwettbewerbs der BBC. Mit ihrer Thrilleridee zu »Der Tattoosammler« gewann sie 2016 einen Wettbewerb auf dem Bloody Scotland Crime Writing Festival.

 

Meine Meinung :

Als erstes ist mir direkt dieses toll gestaltete Cover ins Auge gefallen und der spannende Klappentext tat dann sein übriges, um mich für die Geschichte zu interessieren.

Als Leser wird man schon auf den ersten Seiten in die Geschichte hineinkatapultiert. Aus der Sicht des Täters erfahren wir etwas über seine Arbeitsweise und leiden als Leser mit dem bedauernwerten Opfer mit.

Diesem wird bei lebendigem Leib ein Tattoo vom Körper geschnitten.

Die Tattookünstlerin Marni Mullins wird peu a peu in den fall hineingezogen, da sie sich in der Tattooszene auskennt und über Insiderwissen verfügt.

Leitender Ermittler ist der junge Francis Sullivan, der sich mit diesem Fall seine Sporen verdienen will. Zusätzlich zu den schwierigen Ermittlungen gibt es noch Eifersüchteleien und Kompetenzgerangel mit seinen Kollegen, insbesondere mit Rory Mackay.

Nach und nach müssen sich die beiden total gegensätzlichen Charaktere Francis und Marnie zusammenraufen, was den zusätzlichen Reiz der Geschichte ausmacht.

Spannend sind auch die verschiedenen Sichtweisen, in denen das Buch geschrieben ist. So lernt der Leser abwechselnd die Gedanken und Handlungen von Francis, Marnie, Rory und den anderen Protagonisten kennen.

Alison Belsham hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil, so dass man als Leser das Buch zügig durchlesen kann.

Als routinierter Lserer hatte ich zwar relativ früh eine Ahnung über den Ausgang der Geschichte, die sich dann auch bestätigt hat, dies tat der Spannung aber keinen Abbruch.

Alison Belsham hat hier einen spannenden Thriller geschaffen und ich hoffe, noch weitere Bände von Francis und Marnie lesen zu dürfen.

 

Ich vergebe hier die Höchstbewertung von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Das Wunder von Emma Donoghue

Das Wunder

 

Titel : Das Wunder

Autor : Emma Donoghue

Verlag : Goldmann ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

Bewertung : 5 Sterne

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde)

 

Inhalt :

Irland Mitte des 19. Jahrhunderts: In einem kleinen Dorf, dessen Bewohner tief im katholischen Glauben verwurzelt sind, staunt man über ein leibhaftiges Wunder. Seit vier Monaten hat die kleine Anna O’Donnell keine Nahrung zu sich genommen und ist doch durch Gottes Gnade gesund und munter. Die unglaubliche Geschichte lockt viele Gläubige an, aber es gibt auch Zweifler. Schließlich beauftragt man die resolute englische Krankenschwester Lib Wright, das elfjährige Mädchen zu überwachen. Auch ein Journalist reist an, um über den Fall zu berichten. Werden sie Zeugen eines ausgeklügelten Schwindels oder einer Offenbarung göttlicher Macht?

 

Vita :

Emma Donoghue war bereits als Kind von Büchern umgeben. Seit ihrem 23. Lebensjahr schreibt sie Romane, literaturgeschichtliche Werke, Märchen, Kurzgeschichten, Hörspiele, Bühnenstücke und Drehbücher. Mit dem auch verfilmten Roman »Raum« wurde sie zur internationalen Bestsellerautorin. Emma Donoghue lebt mit ihrer Partnerin und ihren beiden Kindern in Kanada.

 

Meine Meinung :

Die Krankenschwester Elizabeth “ Lib “ Wright wird in ein kleines irisches Dorf beordert, um dort eine ungewöhnliche Aufgabe zu übernehmen.

Sie soll die elfjährige Anna O´Donnell überwachen, die angeblich seit über vier Monaten keine Nahrung mehr zu sich genommen hat und sich scheinbar bester Gesundheit erfreut.

Ein Schwindel oder göttliche Fügung ?

Lib Wright, eine Nightingale-Schwester glaubt die Geschichte keine Sekunde lang und macht sich auf den Weg nach Irland, um den angeblichen Schwindel stante pede aufzuklären.

Sie lernt dort Anna kennen, die an eine göttliche Fügung glaubt und tief gläubig ist und überzeugt ist, allein durch die Liebe Gottes “ genährt “ zu werden.

Lib und eine weitere Schwester sollen das kleine Mädchen nun zwei Wochen ohne Unterbrechung überwachen, um hinter das Mysterium zu kommen.

Das Thema des Buches hat mich direkt angesprochen und in der Krankenschwester Lib habe ich sofort eine Gleichgesinnte gefunden.

Sie glaubt nicht an ein Wunder und lässt Anna nicht aus den Augen. Der Leser kann somit Lib und ihren Beobachtungen komplett vertrauen und ist sich sicher, dass nichts im Verborgenen bleibt.

Mit Lib und Anna, dem Fastenmädchen hat die Autorin zwei faszinierende Charaktere erschaffen. Nach und nach nähern sich die beiden an und fangen an, sich zu vertrauen.

Ich habe einige Zeit gebraucht, um mit Lib warm zu werden, da sie doch viele Vorurteile gegen die irische Bevölkerung hegt und dies hat sie zu Beginn einige Sympathiepunkte gekostet.

Der Schreibstil ist eingängig und man kann sich als Leser gut das Leben in Irland in dieser längst vergangenen Zeit vorstellen.

Ausserdem schafft es die Autorin meisterlich, die Spannung komplett zu halten. Man ist die ganze Zeit am mitfiebern, wie das kleine Mädchen es schafft, keine Nahrung zu sich zu nehmen, oder welcher Trick dahinter steckt.

Das Ende ließ mich etwas zwiegespalten zurück. Es war glaubwürdig und realistisch, dennoch hat mir der letzte Kniff gefehlt.

Wenn man die Geschichte aber einige Zeit “ sacken “ lässt, versöhnt man sich auch mit dem Schluss.

Ein wirklich tolles Buch der Autorin, welches noch lange Zeit in meinen Gedanken nachhallen wird.

 

Ich vergebe hier die Höchstbewertung von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

 

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Haarmann von Dirk Kurbjaweit

Haarmann

 

Titel : Haarmann

Autor : Dirk Kurbjaweit

Verlag : Penguin ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Kriminalroman

Bewertung : 5 Sterne

 

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Inhalt :

Der spektakulärste Kriminalfall Deutschlands – psychologisch raffiniert und extrem fesselnd

Im Hannover der 1920er-Jahre verschwinden Jungs, einer nach dem anderen, spurlos. Steckt ein bestialischer Massenmörder dahinter? Für Robert Lahnstein, Ermittler im Fall Haarmann, wird aus den Gerüchten bald schreckliche Gewissheit: Das Deutschland der Zwischenkriegszeit, selbst von allen guten Geistern verlassen, hat es mit einem Psychopathen zu tun. Lahnstein, der alles dafür gäbe, dass der Albtraum aufhört, weiß bald nicht mehr, was ihm mehr zu schaffen macht: das Schicksal der Vermissten; das Katz-und-Maus-Spiel mit dem mutmaßlichen Täter; die dubiosen Machenschaften seiner Kollegen bei der Polizei; oder eine Gesellschaft, die nicht mehr daran glaubt, dass die junge Weimarer Republik sie vor dem Verbrechen schützen kann.

Dirk Kurbjuweit inszeniert den spektakulärsten Serienmord der deutschen Kriminalgeschichte psychologisch raffiniert und extrem fesselnd. Eindringlich ergründet er die dunkle Seite der wilden 1920er-Jahre, zeigt ein Zeitalter der traumatisierten Seelen, der politischen Verrohung, der massenhaften Prostitution. So wird aus dem pathologischen Einzelfall ein historisches Lehrstück über menschliche Abgründe.

 

Vita :

Dirk Kurbjuweit, geboren 1962, war Redakteur der «Zeit», seit 1999 arbeitet er für den «Spiegel». Er hat bislang sechs hochgelobte Romane geschrieben, drei davon wurden fürs Kino verfilmt, darunter «Die Einsamkeit der Krokodile» und «Zweier ohne»; zuletzt erschien «Kriegsbraut» (2011). Für seine Reportagen erhielt Dirk Kurbjuweit 1998 und 2002 den Egon-Erwin-Kisch-Preis sowie zahlreiche weitere Auszeichnungen.

 

Meine Meinung :

Fritz Haarmann war ein deutscher Serienmörder, der wegen Mordes an insgesamt 24 Personen 1924 schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt wurde.

Dirk Kurbjaweit zeichnet in seinem Werk eben dieses Verbrechen nach. Es wird aus der Sicht des Ermittlers Robert Lahnstein erzählt. Dieser sucht verzweifelt nach Spuren und Hinweisen der Verschwundenen Personen, die aber kaum zu finden sind.

Wird er den Fall überhaupt aufklären können ?

Erschwerend kommt hinzu, dass sogar in Polizeikreisen Korruption und Vertuschung an der Tagesordnung sind.

Die Geschichte spielt in den 1920er Jahren der vergangenen Jahrhunderts, in der Epoche der frühen Weimarer Republik.

Dirk Kurbjaweits Schreibstil ist sehr distanziert und nüchtern. Dadurch offenbart sich dem Leser das Grauen und die Taten Haarmanns von seiner schlimmsten Seite.

Zwischendurch gibt es immer wieder kursiv gedruckte Abschnitte, in denen von den Personen erzählt wird, die schliesslich Haarmanns Opfer werden.

Das Buch ist mir fast eine Spur zu nüchtern und sachlich geschrieben, so dass man als Leser relativ schwer eine Beziehung zu unserem Protagonisten herstellen kann.

Für mich ist das Buch eher ein Roman, es wird sehr viel über die politische Situation und die Nachkriegszeit erzählt.Die Kriminalität und Verrohung der Gesellschaft wird vom Autor sehr authentisch dargestellt und nimmt einen grossen Raum in diesem Buch ein.

Fritz Haarmann kommt mir da stellenweise etwas zu kurz bzw. rückt mir zu sehr in den Hintergrund.

Spannung kam für mich leider kaum auf, trotzdem hat der Autor hier ein tolles und vielschichtiges Werk geschaffen.

Mich hat das Buch auf jeden Fall dazu veranlasst, über den Fall Fritz Haarmann weiter zu recherchieren und auch Sekundärliteratur zu Rate zu ziehen.

 

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Die Kostbarkeiten von Poynton von Henry James

Die Kostbarkeiten von Poynton

 

Titel : Die Kostbarkeiten von Poynton

Autor : Henry James

Verlag : Manesse ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

Bewertung : 5 Sterne

 

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Inhalt :

Wer sagt, dass Blut dicker ist als Wasser? Henry James erklärt in seinem Roman «Die Kostbarkeiten von Poynton» die Familie zum Schauplatz boshafter Verteilungskämpfe. Nach dem gefeierten Erfolg von «Die Europäer» und «Washington Square» führen wir die Henry-James-Renaissance mit dieser Neuübersetzung eines Spätwerks fort.

Wertvolle Gobelins, Elfenbeinschnitzereien, edle Bronzen und alte spanische Altardecken … Adela Gereth hat in «Poynton Park», ihrem Landsitz aus dem 17. Jahrhundert, lebenslang leidenschaftlich erlesene Einrichtungsgegenstände aus ganz Europa gesammelt. Dass nun weder Sohn Owen noch die von ihm umworbene Mona Brigstock diese Kostbarkeiten zu würdigen wissen, bereitet Adela Kopfzerbrechen. Dass das junge Paar sie ausquartieren will, bringt sie gar an den Rand der Verzweiflung. Dabei hat sie in Fleda Vetch doch bereits eine adäquate und sachkundige Schwiegertochter ausgemacht. Fleda findet tatsächlich nicht nur Gefallen am Haus, sondern auch an Owen – und sitzt plötzlich zwischen allen Stühlen. Bekannt für seine sprachliche wie psychologische Raffinesse, lässt uns Henry James auch mit diesem Roman wieder in die Abgründe menschlicher Beziehungen blicken.

 

Vita :

Henry James (1843–1916) wurde in New York geboren, verbrachte jedoch die meiste Zeit seines Lebens auf Reisen und in Europa. Dessen klassischer Literatur, insbesondere aus Russland und Frankreich, galt seine höchste Wertschätzung. Seinen Ruf als Meister der psychologischen Erzählkunst erschrieb er sich mit zwanzig Romanen und über hundert Erzählungen.

 

Meine Meinung :

Zuerst einmal ein ganz grosses Kompliment an den Manesse Verlag für dieses tolle Buch. Das Cover ist in einem dezenten Grau gehalten, dazu das passende Lesebändchen und der Buchschnitt in einem eleganten Grün.

Und der Übersetzer Nikolaus Stingl ist Buchliebhabern ja sowieso bekannt.

Bei dem Buch, welches im Original 1896 erschienen ist, handelt es sich um ein Spätwerk von Henry James.

Die Protagonistin in unserem Roman ist Adela Gareth. Sie lebt auf ihrem Landsitz “ Poynton Park “ und hat Zeit ihres Lebens erlesene Kostbarkeiten gesammelt und mit ihnen ihren Besitz geschmückt und ausgestattet.

Wie es in der damaligen Zeit üblich war, wird der Besitz an ihren Sohn Owen gehen. Leider ist dieser im Begriff, eine Dame namens Mona Brigstock  zu ehelichen, der es an jeglichem Kunstverstand fehlt. Auch möchte das junge Paar sie aus ihrem Anwesen ausquartieren.

Ihre bevorzugte Favoritin als Schwiegertochter wäre Fleda Vetch, die sie nun versucht, ihrem Sohn schmackhaft zu machen. Leider ist diese sehr schüchtern und zurückhaltend, was dem Leser das eine oder andere mal schon ein Augenrollen entlockt.

Henry James bringt dem Leser das viktorianische Zeitalter und insbesondere die Stellung der Frau sehr nahe. Der Autor entwirft ein stilsicheres Bild dieser Epoche und auch die Stellung des männlichen Geschlechts kommt nicht zu kurz.

Trotzdem gilt sein Hauptaugenmerk den Frauen jener Zeit.

Die Charaktere sind detailliert ausgearbeitet und grossartig gezeichnet. Die Sprache ist sehr dezent und elegant, was mit Sicherheit auch ein grosser Verdienst des Übersetzers Nikolaus Stingl ist.

Ein meisterhaftes Buch, welches eine Zierde und eine Kostbarkeit in jedem gut bestückten Bücherregal ist.

Dies war mit Sicherheit nicht mein letztes Buch von Henry James.

 

Ich vergebe hier die Höchstbewertung von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.