Rezension : Uwe Wilhelm : Die sieben Kreise der Hölle

Titel : Die sieben Kreise der Hölle

Autor : Uwe Wilhelm

Verlag : Blanvalet ( Verlagsgruppe Random House )

Genre : Thriller

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Am Ende erwartet euch nur der Tod … Staatsanwältin Helena Faber zwischen Gesetz und Selbstjustiz.

Als sie sie das letzte Mal sah, spielten sie vor dem Haus … Seitdem erlebt die Berliner Staatsanwältin Helena Faber den Albtraum jeder Mutter: Ihre Töchter wurden entführt. Und zwar von den Männern, gegen die sie im brisanten Dionysos-Fall ermittelte. Nur einer kann ihr helfen: Rashid Gibran, der trotz seiner Verbindung zum Psychopathen Dionysos auf freiem Fuß ist. Helena kennt die Beweggründe des dubiosen Professors nicht, doch sie wird alles tun, um ihre Töchter zu retten. Es ist der Beginn einer Jagd, die Helena in die Untiefen eines grausamen und mächtigen Menschenhändlerrings führt – und bei der sie so brutal wie ihre Gegner wird …

 

Vita :

Uwe Wilhelm, geb. 1957 in Hanau am Main, hat mehr als 120 Drehbücher geschrieben. Unter anderem „Das Mädchen Rosemarie“ zusammen mit Bernd Eichinger, „Die Halbstarken“ mit Til Schweiger, „Bandits“ mit Katja Riemann, „Gebrüder Sass“ mit Jürgen Vogel, Ben Becker und Iris Berben. Darüberhinaus mehr als 60 Folgen für TV-Serien. Zudem die Theaterstücke „SOS / MAYDAY“, „Ich, Friedrich der Große“, Sachbücher, und das Musical „Brave New World“. Seit 2016 schreibt Uwe Wilhelm Romane. „Die 7 Farben des Blutes“ ist bei Blanvalet erschienen und ist der erste Band einer Trilogie um die Staatsanwältin Helena Faber. Unter dem Pseudonym Lucas Grimm ist bei Piper „Nach dem Schmerz“ erschienen, der erste Band einer Reihe von Thrillern mit dem Journalisten David Berkoff als Hauptfigur. Uwe Wilhelm gilt als einer der erfahrensten und vielseitigsten Autoren Deutschlands.

 

Dies ist der zweite Band einer Trilogie um die Staatsanwältin Helena Faber. Hier kann ich jedem nur empfehlen, die Bücher chronologisch zu lesen. Ich habe mit dem zweiten Teil angefangen und kannte deswegen die Ereignisse aus dem ersten Band nicht. Dies trübte etwas den Lesegenuss, man kommt aber auch so problemlos in die Geschichte rein. Nur die Verbindungen der einzelnen Personen untereinander ist etwas unklar. Mit den Fortschreiten der Geschichte kann man sich die Zusammenhänge aber ziemlich genau zusammenreimen.

Ich habe das Buch schon vor ein paar Tagen beendet und musste das gelesene erst mal sacken lassen. Was für eine Geschichte.

Die Töchter von Helena Faber, Sophie und Katharina werden vor den Augen der Mutter mitten in Berlin in einen Lieferwagen gezerrt und entführt.

Hängt dies mit ihrem letzten Fall zusammen ? Helena Faber hatte einen Pädophilenring zerschlagen, zu dem unter anderem Kollegen aus ihrem näheren Umfeld gehörten, sowie Personen, die in Berlin Rang und Namen haben. Desweiteren fasste sie den Frauenmörder Dionysos.

Wir begleiten Helena Faber und ihren Mann Robert bei der nervenaufreibenden Suche nach ihren Töchtern und tauchen in eine Welt jenseits unser Vorstellungskraft ein. Da geht es um Pädophile, die innerhalb mafiaähnlicher Strukturen Kinder und Jugendliche wie auf einem Basar zu Höchstpreisen versteigern. Erschreckend ist die kalte Grausamkeit, die uns Uwe Wilhelm vor Augen führt. Normale Familienväter oder angesehene Diplomaten mutieren zu grausamen Monstern in Menschengestalt.

Niemandem kann Helena Faber mehr trauen, jeder kann Freund oder Feind sein.

Uwe Wilhelm zeichnet ein detailgetreues Porträt von Helena Faber. Diese würde alles, wirklich alles tun, um ihre Kinder wohlbehalten zurückzubekommen. Als Leser kann man einfach nur atemlos die Seiten umblättern und hoffen, daß sich alles irgendwie noch zum Guten wendet.

Außerdem lernen wir noch das Netzwerk „Nemesis“ kennen. Hier hat sich eine Gruppe Frauen zusammengeschlossen, um im Verborgenen gegen das Böse anzukämpfen.

Für mein Empfinden war die Geschichte sehr düster und leider nimmt sie auch kein gutes Ende. Ob ich den Nachfolgeband lesen werde, weiss ich noch nicht. Mir ist die Geschichte zu sehr an die Nieren gegangen und wenn es um Gewalt und sexuellen Mißbrauch an Kindern geht, bin ich extremst empfindlich.

Trotzdem konnte mich Uwe Wilhelm von seinen schriftstellerischen Qualitäten voll und ganz überzeugen.

Ich vergebe die Höchstbewertung von 5 Sternen !!

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Advertisements

Rezension : Anna Romer : Der Schattengarten

Titel : Der Schattengarten

Autor : Anna Romer

Verlag : Goldmann ( Verlagsgruppe Random House )

Genre : Roman

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Nach einigen Jahren in London kehrt Lucy Briar wieder nach Melbourne zurück. Sie möchte ein ruhiges Leben führen, doch als ihr Vater Ron einen Unfall hat, holt sie ihre Vergangenheit ein. Lucys Vater bittet sie, in Bitterwood Park, dem mittlerweile halb verfallenen Anwesen der Familie, nach einem alten Fotoalbum zu suchen. Mit Bitterwood verbindet Lucy böse Erinnerungen und düstere Träume, die sie seit ihrer Kindheit quälen. Auf der Suche nach dem Album entdeckt sie schließlich ein schreckliches Geheimnis. Und sie muss sich endlich ihren Dämonen stellen …

Vita :

Anna Romer wuchs in New South Wales in einer Familie von Büchernarren und Geschichtenerzählern auf, weshalb sie sich schon früh für Literatur zu interessieren begann. Sie arbeitet als Grafikerin und hat lange Reisen ins australische Outback, nach Asien, Neuseeland, Europa und Amerika unternommen, wo sie viel Stoff sammelte, den sie in ihren Bildern und Texten verarbeitet. Bereits ihr erster Roman »Das Rosenholzzimmer« lebte von ihrer Faszination für vergessene Tagebücher und Briefe, dunkle Familiengeheimnisse und alte Häuser und ihrer Liebe zur einzigartig schönen australischen Landschaft. Die Autorin lebt in einem abgelegenen Landsitz im nördlichen New South Wales, wo sie an ihrem nächsten Roman schreibt.

Ich liebe Bücher über Familiengeheimnisse und dieses wunderschöne Cover hat mich direkt in seinen Bann gezogen. Dies war mein erstes Buch von Anna Romer und dementsprechend gespannt war ich.

Die Geschichte spielt im Jahr 1993 und handelt von Lucy Briar, die wegen einer unerwiderten Liebe von ihrer Heimat Australien nach London geflüchtet ist. Nach fünf Jahren in Großbritannien erhält sie einen geheimnisvollen Brief ihres Grossvaters, der sie zur Rückkehr in ihre Heimat veranlasst.

Kaum in Australien angekommen, muss Lucy sich ihrer Vergangenheit stellen. Nachdem sie fünf Jahre zuvor Hals über Kopf geflüchtet ist, muss sie sich jetzt mit ihren Schuldgefühlen und Ängsten auseinandersetzen.

Zu allem Übel erfährt Lucy auch noch, dass ihr Grossvater Edwin einen Monat zuvor gestorben ist.

Nun erhält sie von ihrem Vater Ron den Auftrag, in Bitterwood, dem Wohnhaus ihres Grossvaters, nach einem Fotoalbum zu suchen. Ron und sein Vater waren Jahrzehnte zerstritten und das Album ist eine Möglichkeit für Ron, die Vergangenheit wieder lebendig werden zu lassen und vielleicht Fotos von seiner Mutter zu finden, die die Familie verlassen hat, als Ron noch ein kleiner Junge war.

An Bitterwood hat Lucy leider keine guten Erinnerungen. Sie hatte dort im Eishaus als Kind ein verstörendes Erlebnis, was sie bis heute verfolgt und welches sie noch immer nicht verarbeitet hat.

Ich muss gestehen, ich habe das Buch gestern in einem Rutsch „inhaliert“.

Die Geschichte spielt in verschiedenen Zeitebenen. Einmal mit Lucy in der Gegenwart und dann zu Zeiten von Grossvater Edwin in den dreissiger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Dort lernen wir Lucys Grosseltern Edwin und Clarice genauer kennen, ebenso wie deren Pflegetochter Orah.

Zwischendurch wird auch noch von anderen Ereignissen in verschiedenen Zeiten berichtet, die für das Verständnis der Zusammenhänge wichtig sind. Hier muss man als Leser etwas aufpassen, um nicht durcheinander zu kommen.

In den 1930er Jahren beginnen auch die familiären Probleme und wir werden Zeuge, wie sich diese Missverständnisse und Schuldzuweisungen in einem Desaster entladen.

Anna Romer schafft es meisterhaft, eine fast unerträgliche Spannung aufzubauen. Was ist vor Jahren in Bitterwood wirklich geschehen und was hat es mit Lucys Erlebnis im alten Eishaus auf sich ?

Ich war ständig am rätseln, was passiert sein könnte und wie es das Schicksal mit gewissen Personen gemeint hat, ob sie noch am Leben sind und wir als Leser auch deren Lebenswege kennenlernen.

Am Ende dröselt Anna Romer alle Fäden geschickt auf und ich war rundum zufrieden.

Ein tolles Buch, das mir den gestrigen Sommertag verschönert hat.

Ich vergebe die Höchstbewertung von 5 Sternen !!!!!

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

Monatsrückblick Juni 2018

Hallo ihr Lieben

Im Juni habe ich einige gute bis sehr gute Bücher gelesen, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Aber bevor ich es vergesse, möchte ich noch meine lieben Mitleserinnen aus der näheren Umgebung grüssen, die sich hier tummeln  :-)))). Freut mich, dass euch mein Blog so gut gefällt und ihr so interessiert hier mitlest.

So, zurück zum Thema. Alle haben sich in den wohlverdienten Sommerurlaub verabschiedet und auch Göga hat ab übernächster Woche Urlaub und dann geht es in den Endspurti. Im Moment ist Baupause, was sich auch jeder redlich verdient hat. Durchatmen ist angesagt.

Eingeplant ist aber auf jeden Fall eine Wanderung auf dem Litermont-Sagenweg, falls es nicht zu heiß wird ( Ihr seht, Ausreden hab ich immer parat…). Bin mir gar nicht sicher, ob ich die Kondition für die ca. 18 km habe.

Bis zum Urlaub wollen aber noch einige Bücher gelesen werden.

Diese Werke habe ich im Juni gelesen. Bitte entschuldigt die schlechte Bildqualität.

• Ule Hansen : Blutbuche – Rezension

• Claire Douglas : Missing – Niemand sagt die ganze Wahrheit – Rezension

• Nuala Ellwood : Was ihr nicht seht – Rezension

• Rob McCarthy : Autopsie – Rezension

• Harlan Coben : In Deinem Namen – Rezension

• Steinar Bragi : Hochland – Rezension

• Ferdinand von Schirach : Carl Tohrberg – Rezension

WERBUNG, da mir alle hier vorgestellten Bücher von den jeweiligen Verlagen kostenlos zur Verfügung gestellt wurden.

So, heute abend gibt es vielleicht noch eine kurze Baustippvisite und dann gehts mit Freunden an den Staden. Da war ich eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr.

Ich wünsche euch noch ein schönes und vor allem sonniges Restwochenende.

Kurzes Update : Freunde wollen mit an den Bau und dann nach Saarlouis in die Altstadt. Auch gut :-))

 

 

 

Rezension : Steinar Bragi : Hochland

Titel : Hochland

Autor : Steinar Bragi

Verlag : Penguin Verlag ( Verlagsgruppe Random House )

Genre : Thriller

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

Zwei junge Paare aus Reykjavík machen mit ihrem Jeep einen Ausflug in die raue Bergwelt des isländischen Hochlands. Dichter Nebel zieht auf, sie kommen vom Weg ab und müssen die Nacht in einem Haus mitten in der Einöde verbringen. Ihr Amüsement über das ungeplante Abenteuer verwandelt sich schon bald in Unbehagen, denn ihre Gastgeber, ein verschrobenes altes Paar, benehmen sich sehr merkwürdig: Warum verbarrikadieren sie das Haus bei Einbruch der Dunkelheit wie eine Festung? Und wieso haben sie so wenig Interesse daran, ihren Gästen zu helfen?

 

Steinar Bragi, 1975 geboren, zählt zu den ungewöhnlichsten Thrillerautoren Skandinaviens. Sein Roman »Frauen« (2010) war für den Literaturpreis des Nordischen Rats nominiert und brachte dem isländischen Autor den internationalen Durchbruch. Sein Thriller »Hochland« wurde von der Kritik hochgelobt und mit den Horrorgeschichten Stephen Kings verglichen. Das Buch ist in zwanzig Ländern erschienen.

Die vier Freunde Egill, Hrafn, Anna und Vigdis unternehmen einen Trip ins isländische Hochland. Während der Fahrt durch undurchdringlichen Nebel und außerdem bekifft und betrunken, prallen sie mit ihrem Wagen gegen das Haus eines verschrobenen, alten Ehepaares.

Obwohl die alte Frau offensichtlich bemüht ist, den jungen Leuten zu helfen, verlaufen die Bemühungen der vier, das unheimliche Haus zu verlassen, im Sande.

Egal was die beiden Pärchen unternehmen, alle Versuche enden immer wieder bei dem alten Steinhaus. Will etwas oder jemand sie dort festhalten ?

Und was hat es mit der unheimlichen Kreatur auf sich, die nachts auf allen vieren ums Haus schleicht ?

Zu Anfang hatte ich Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Zuerst muss man sich an die fremdartigen Namen gewöhnen und erst nachdem ich mich mal bei Wikipedia über das isländische Hochland informiert hatte, konnte ich mir die Szenerie einigermaßen bildlich vorstellen.

Das Szenario ist düster, unwirtlich und kalt, fast ebenso wie das Verhältnis der vier jungen Leute untereinander. Man merkt als Leser relativ schnell, das die vier keine besonderen Sympathien füreinander hegen.

Vielleicht ist es deswegen auch fast unmöglich, einen Ausweg aus diesem Dilemma zu finden.

Nach und nach erfährt der Leser in Rückblenden auch einiges über das Leben der Protagonisten. Dabei war mir Vigdis noch am sympathischsten. Egill und Hrafn haben da schon eine bewegtere Vergangenheit hinter sich.

Der Schreibstil von Steinar Bragi ist flüssig und macht somit das Buch gut lesbar. Auch sind die Kapitel relativ kurz gehalten, was zur Spannungssteigerung merklich beiträgt.

Der Schluss hat mich leider nicht ganz überzeugt und mich nachdenklich und zwiegespalten zurückgelassen.

Der Vergleich mit Stephen King finde ich ebenfalls sehr vermessen, da man meiner Meinung nach beide Autoren nicht in einen Topf werfen kann.

Trotz der kleinen Schwächen hat mich das Buch gut unterhalten, auch wenn Steinar Bragi mich noch nicht ganz von sich überzeugen konnte. Falls es einen Nachfolgeband geben wird, werde ich dem Autor aber auf jeden Fall noch eine Chance geben.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Rezension : Harlan Coben : In deinem Namen

Titel : In Deinem Namen

Autor : Harlan Coben

Verlag : Goldmann ( Verlagsgruppe Random House )

Genre : Thriller

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Fünfzehn Jahre ist es her, dass Detective Nap Dumas seinen Zwillingsbruder Leo verlor. Damals wurden Leo und dessen Freundin Diana unter mysteriösen Umständen tot auf den Eisenbahngleisen ihrer Heimatstadt in New Jersey gefunden. Damals verschwand auch Maura, Naps große Liebe, ohne ein Wort des Abschieds. Als jetzt im Wagen eines Mordverdächtigen Mauras Fingerabdrücke auftauchen, hofft Nap, endlich Antworten zu bekommen. Doch stattdessen stößt er nur auf immer neue Fragen: über die Frau, die er einst liebte, über eine verlassene Militärbasis und vor allem über Leo und Diana. Denn die Gründe, warum sie sterben mussten, sind dunkel und gefährlich …

Vor Jahren habe ich von Harlan Coben “ Kein Sterbenswort“ gelesen und war begeistert. Leider habe ich den Autor in den letzten Jahren etwas aus den Augen verloren. Auf sein neues Werk war ich also dementsprechend gespannt.

In Harlan Cobens neuestem Buch lernen wir den Detective Napoleon ( „Nap“) Dumas kennen. Fünfzehn Jahre zuvor kamen sein Zwillingsbruder Leo und dessen Freundin Diana unter mysteriösen Umständen ums Leben. Es konnte nie eindeutig geklärt werden, ob der Tod der beiden Teenager ein tragischer Unfall oder vielleicht sogar ein gemeinsam geplanter Suizid war.

Zeitgleich verschwand damals auch Naps grosse Liebe Maura spurlos. Hängen diese Ereignisse vielleicht sogar zusammen ?

Dieses Trauma verfolgt Nap Dumas bis heute. Eine neue Wendung erhält der alte Fall, als in Pennsylvania der Cop Rex Canton erschossen wird. Im Fluchtauto des Täters, welches einige Zeit später verlassen aufgefunden wird, finden sich Mauras Fingerabdrücke. Das Brisante an der Sache ist, dass Rex Canton vor fünfzehn Jahren ebenfalls zur Clique um Leo Dumas gehörte.

Nach und nach stellt Nap Verbindungen rund um einen geheimen Verschwörer-Club her, dessen restliche Mitglieder nach und nach dezimiert werden.

Wie genau passt Maura da hinein und was genau hat Leo mit der ganzen Sache zu tun ?

Alle Spuren führen zu einer ultrageheimen Militärbasis, in der vor fünfzehn Jahren merkwürdige Dinge vor sich gingen.

Der neue Thriller von Harlan Coben hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Man fiebert mit Nap mit und macht sich auf Spurensuche in die Vergangenheit. Nap muss erkennen, dass er seinen Zwillingsbruder doch nicht so gut gekannt hatte, wie er dachte und dass Leo wohl so einige Geheimnisse vor ihm hatte.

Ab und an hält Nap innere Zwiesprache mit seinem verstorbenen Bruder. So nimmt man als Leser noch intensiver an Naps Seelenleben und an seinen Empfindungen teil.

Der Thriller ist leicht und flüssig zu lesen und die Seiten fliegen nur so dahin. Ab der Mitte des Buches zieht der Autor das Tempo noch mal richtig an und lässt dem Leser kaum Zeit zum Luftholen.

Die Auflösung hat mich überrascht und war stimmig, auch wenn mir der Wow-Effekt etwas gefehlt hat.

Hier hat Harlan Coben meiner Meinung nach wieder einen Bestseller abgeliefert. Meine Wunschliste ist wieder um einige Titel angewachsen.

Ich vergebe die Höchstbewertung von 5 Sternen.

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Rezension : Ferdinand von Schirach : Carl Tohrberg

Titel : Carl Tohrberg

Autor : Ferdinand von Schirach

Verlag : btb ( Verlagsgruppe Random House  )

Genre : Kurzgeschichten

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Ein Berliner Bäcker macht die beste Torte seines Lebens. Carl Tohrberg feiert Weihnachten. Der pensionierte Richter Seybold lernt die andere Seite des Gesetzes kennen. Drei meisterhaft erzählte Geschichten, in denen Ferdinand von Schirach von den Abgründen schreibt, die sich hinter scheinbar ganz alltäglichen Dingen auftun.

Erneut stellt von Schirach in diesen Stories sein Ausnahmetalent als Erzähler unter Beweis, über das »Die Welt« schrieb: »Beim Lesen dieser Geschichten hat man Glückserlebnisse wie sonst nur bei der Lektüre von Fitzgerald oder Capote, da sitzt jedes Wort, da ist alles an seinem Platz, Poesie durch Klarheit.«

 

Ferdinand von Schirach ist ein deutscher Strafverteidiger, Schriftsteller und Dramatiker. Seine Bücher wurden zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen bisher in 40 Ländern.

Dieses kleine Büchlein beinhaltet drei Geschichten, die wie immer bei Ferdinand von Schirach durch ihre klare und prägnante Sprache den Leser ganz tief berühren. Sie regen uns zum Nachdenken an. Durch den eindringlichen Erzählstil hallen die Stories noch lange beim Leser nach.

Man erfährt als Leser hautnah, welche Abgründe sich in scheinbar ganz normalen Leben auftun und zu was Menschen in Extremsituationen fähig sind.

Von Schirach führt uns wieder mal vor Augen, dass man in einen  Menschen nicht hineinsehen kann und die Zerrissenheit bis zum Punkt der Eskalation oft nicht von außen erkennbar ist.

Ferdinand von Schirach braucht keine langen Geschichten, um den Leser zu fesseln, es reichen ein paar Seiten, um uns in seinen Bann zu schlagen.

Als einzigen Kritikpunkt würde ich den Preis bezeichnen. Acht Euro für dieses schmale, nur sechzig-seitige Werk in Großdruck finde ich persönlich etwas fragwürdig.

Nichtsdestotrotz werde ich meine Bücherregale mit Sicherheit noch mit einigen Werken dieses Autors füllen. Carl Tohrberg war nicht mein letztes Buch von Ferdinand von Schirach. Die Wunschliste füllt und füllt sich.

Ich vergebe die Höchstbewertung von 5 Sternen !!!!!

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

Rezension : Claire Douglas : Missing – Niemand sagt die ganze Wahrheit

Autor : Claire Douglas

Titel : Missing – Niemand sagt die ganze Wahrheit

Verlag : Penguin Verlag ( Verlagsgruppe Random House )

Genre : Thriller

 

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

Ein Ort voller Erinnerungen. Ein Ort voller Lügen.

Francesca und Sophie wachsen in einer verschlafenen Kleinstadt am Meer auf. Die beiden sind unzertrennlich, verbringen gemeinsame Abende mit ihrer Clique auf dem alten Pier, trinken Dosenbier und tanzen zu Madonna. Und sie erzählen einander alles. Doch dann verschwindet Sophie eines Nachts spurlos. Zurück bleiben nur ihr Turnschuh am Pier und die Frage nach dem Warum. Achtzehn Jahre später wird dort eine Leiche angespült, und Francesca weiß, dass sie nach Hause zurückkehren und endlich Antworten finden muss. Darauf, was in dieser Nacht wirklich geschah. Denn niemand verschwindet einfach so. Ohne eine Spur. Und vor allem nicht ohne Grund …

 

Claire Douglas arbeitete 15 Jahre lang als Journalistin, bevor sich ihr Kindheitstraum, Schriftstellerin zu werden, erfüllte. Ihr Thriller »Missing« wurde in England zum Bestseller. Claire Douglas lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in Bath, England.

Francesca und Sophie sind beste Freundinnen seit Kindertagen und wachsen zusammen im kleinen Küstenstädtchen Oldcliffe-on-Sea in Somerset auf. Francesca, genannt Frankie, wächst in gutsituierten Verhältnissen auf. Ihren Eltern gehört ein Hotel im Ort. Sophie hingegen führt ein einfaches Leben mit ihrem Bruder Daniel und ihrer schwer arbeitenden Mutter, die mit den beiden Kindern vor dem gewalttätigen Vater geflüchtet ist.

Dann eines Nachts verschwindet Sophie spurlos. Man geht davon aus, dass sie wegen Unachtsamkeit vom baufälligen Pier gestürzt ist und im Meer ertrunken ist.

Neunzehn Jahre später wird in der Nähe von Oldcliffe ein Turnschuh gefunden, der dem ähnlich ist, den Sophie in der Todesnacht getragen hat. Darin befindet sich der Überrest eines Fusses.

Francesca Bloom, mittlerweile erfolgreiche Geschäftsfrau in London, wird von Sophies Bruder Daniel kontaktiert und gebeten, zurück nach Oldcliffe zu kommen und mit ihm gemeinsam aufzuklären, was in jener schicksalhaften Nacht wirklich passiert ist.

Die Geschichte besteht aus zwei Erzählsträngen.

In der Gegenwart begleiten wir Francesca nach Oldcliffe-on-Sea. In Gedanken spricht sie oft mit Sophie und lässt so den Leser hautnah an ihren Gefühlen und Emotionen teilhaben. Dieser Erzählstil ist zunächst ungewohnt, aber mit der Zeit wird man als Leser fast ein Teil von Francesca.

In Einschüben lesen wir die Tagebuchaufzeichnungen von Sophie Collier. Darin berichtet sie von alltäglichen Begebenheiten, ihrer ersten grossen Liebe und auch von ihrer Beziehung zu Francesca. Wir erleben als Leser die letzten drei Monate vor Sophies Verschwinden mit.

Durch diesen aussergewöhnlichen Schreibstil erzeugt die Autorin eine fast unerträgliche Spannung.

Angeheizt wird die unheimliche Stimmung auch dadurch noch, dass Frankie in Oldcliffe einer unterschwelligen Bedrohung ausgesetzt ist. So erhält sie mysteriöse Drohbriefe, hört nachts ein Baby weinen und glaubt, die verschwundene Sophie leibhaftig zu sehen.

Damit gibt uns die Autorin viel Raum, um eigene Vermutungen anzustellen und mitzurätseln.

Je weiter man als Leser in die Geschichte eintaucht, umso weniger ist man sich sicher, wem man glauben kann. Die Wahrheit kommt nur häppchenweise ans Licht und selbst diese kann gelogen sein.

Auf welche Aussagen kann man sich verlassen und auf welche nicht ?

Und was soll ich sagen, der Schluss hat mich total verblüfft zurückgelassen. Damit hätte ich nicht gerechnet und dies hat das Buch absolut rund und stimmig für mich gemacht. Besser hätte es Claire Douglas nicht machen können. Hut ab !!!!

Wer mal wieder Lust auf einen echten Pageturner hat, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen. Hoffentlich gibt es bald noch mehr von Claire Douglas zu lesen.

Ich vergebe natürlich 5 Sterne !!!!!

Einen ganz, ganz liebe Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.