Rückkehr nach Old Buckram von Phillip Lewis

Rückkehr nach Old Buckram

Titel : Rückkehr nach Old Buckram

Autor : Phillip Lewis

Genre : Roman

Verlag : btb ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Bewertung : 5 Sterne

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde)

 

Inhalt :

Ein großartiger Roman über die Bande, die eine Familie zusammenhalten, die Gespenster, die wir nicht loswerden, und die Geschichten, die uns prägen.

Henry Astor wird in Old Buckram geboren, einer Kleinstadt in den Blauen Bergen von North Carolina. Eine Bahnlinie führt hierher, aber Züge kommen lange schon nicht mehr durch. Es ist ein Ort, in dem die Zeit stillsteht, an dem abends weiße Nebelschwaden in den Tälern aufsteigen und die grünen Berge in der Ferne zu Blautönen verblassen. Kaum dass Henry die Schule abgeschlossen hat, verlässt er Old Buckram. Erst Jahre später kehrt er zurück. Er will verstehen, was einst mit seinem Vater geschah, der eines Tages ohne ein Wort aus dem Leben der Familie verschwand und nie mehr wiederkehrte. Der Bücher über alles liebte, aber mit niemandem wirklich reden konnte. Ein großartiger Roman über die Zerbrechlichkeit unserer Existenz, die Liebe eines Sohnes und die Leidenschaft für die Literatur.

 

Vita :

Phillip Lewis ist in den Bergen von North Carolina geboren und aufgewachsen. Er studierte Jura und arbeitet als Anwalt in Charlotte, NC. »Rückkehr nach Old Buckram« ist sein Erzähldebüt. Es wird in mehrere Sprachen übersetzt und von der New York Times als »Werk eines überragenden Talents« gefeiert.

 

Meine Meinung :

Unser Protagonist Henry Astor kehrt nach vielen Jahren in sein Heimatdorf Old Buckram in North Carolina zurück. Dieses hatte er zwecks Studium und Ausbildung verlassen.

Auch will er verstehen, warum sein Vater vor Jahren einfach verschwand und seine Familie zurückließ.

Hanrys Vater ist ein sehr stiller und in sich gekehrter Mann mit einer Leidenschaft für die Literatur. Man kann als Leser förmlich das Klappern der Schreibmaschinentastatur hören.

Der Vater ist kein Mann vieler Worte und dementsprechend fast “ unsichtbar“ verhält sich der junge Henry, um den Vater nicht zu stören.

Hier erkennt man auch die tiefe Liebe und Verbundenheit des Sohnes zu seinem Vater.

Die Rückkehr nach Old Buckram führt auch dazu, dass viele verdrängte Wahrheiten und Geschehnisse sich ihren Weg bahnen und sich Henry diesen Tatsachen stellen muss. Dies ist teilweise ein sehr schmerzhafter Prozess.

Der gewählte Schauplatz, die abgeschiedenen und einsamen Berge North Carolinas hat der Autor passend zu den Protagonisten gewählt, was ich sehr gelungen fand.

Die Auflösung des Dramas bekommt der Leser auch erst gegen Ende des Buches, was genau richtig war. So war die Lesefreude bis zum Schluß ungetrübt.

Das Buch ist angefüllt mit Literatur und tollen Schriftstellern, was für mich natürlich ein echter Hochgenuss war.

Leider ist meiner Meinung das Cover etwas altbacken geraten, was viele Leser vielleicht vom Kauf abhält. Dies wäre aber sehr schade, da dieses Buch ein echter Schatz in jeder gut bestückten Bibliothek ist.

Dieses Buch ist auf jeden Fall eines meiner Lesehighlights des Jahres 2019.

 

Ich vergebe hier die Höchstbewertung von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

 

Idaho von Emily Ruskovich

Idaho

Titel : Idaho

Autor : Emily Ruskovich

Verlag : Diana ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

Bewertung : 5 Sterne

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde)

 

Inhalt :

Ein flirrend heißer Sommertag in Idaho, USA: eine Familie im Wald, die beiden Mädchen spielen, die Eltern holen Brennholz für den Winter. Die Luft steht, die Mutter hat ein Beil in der Hand – und innerhalb eines Augenblicks ist die Idylle zerstört. Eine Tochter ist tot, die zweite flieht in den Wald und verschwindet spurlos. Ist es Gnade, dass der Vater Jahre später langsam sein Gedächtnis verliert? Während Wade immer mehr vergisst, erkundet seine zweite Frau Ann tiefer und tiefer die Tragödie jenes heißen Augusttages und nimmt schließlich Kontakt zu seiner Exfrau im Gefängnis auf.

Ein atemberaubender Roman über das Unbegreifliche in uns, erzählt mit einer Zärtlichkeit und Schönheit, die die Möglichkeit der Gnade und vergebenden Liebe erfahrbar machen.

 

Vita :

Emily Ruskovich wuchs im Idaho Panhandle auf dem Hoodoo Mountain auf. Sie gewann den O. Henry Award 2015 und ist Absolventin des Iowa Writers’ Workshop. Ab Herbst 2017 lehrt sie an der Boise State University. „Idaho“ ist ihr erster Roman.

 

Meine Meinung :

Von dem Buch “ Idaho “ habe ich eine Leseprobe bekomme und war sofort begeistert. Der Plot las sich sehr interessant und dementsprechend gefreut habe ich mich, als das Buch als Rezensionsexemplar bei mir angekommen ist.

Während eines heißen Sommertages in Idaho ist eine Familie beim Brennholzsammeln im Wald. Da geschieht das Unfassbare.

Ein  Kind ist tot, mit dem Beil erschlagen, das andere spurlos verschwunden.

Für dieses Verbrechen wird die Mutter der Mädchen zu lebenslanger Haft verurteilt.

Doch was ist wirklich geschehen ?

Jahre später wird der Vater der Mädchen demenzkrank und dessen zweite Frau Ann versucht, sich die schreckliche Tat begreiflich zu machen und herauszufinden, was an jenem Augusttag wirklich passiert ist.

Ein Krimi, wie man aufgrund des Klappentextes vermuten könnte, ist dieses Buch nicht. Im Focus stehen die Personen, die unmittelbar oder auch nur am Rande mit den schrecklichen Geschehnissen zu tun hatten.

Diese werden in dem Buch ausführlich beleuchtet.

Leider waren mir nicht alle Personen sympathisch und viele Handlungen konnte ich auch nicht nachvollziehen.

Die später im Buch stattfindenden Zeitsprünge fand ich eher verwirrend als der Geschichte zuträglich. Diese gehen von 1970 – 2025 und waren für mich oft willkürlich gesetzt. Leider kann man da schnell den Anschluss an die Geschichte verlieren.

Interessant fand ich, dass man als Leser bezüglich der Ereignisse damals völlig im Dunkeln tappt. Man hat überhaupt keine Ahnung, was passiert sein könnte.

Das relativ offen gehaltene Ende hat mir auch nicht so gut gefallen, da ich mir lieber einen richtigen Abschluss einer Geschichte wünsche. So bleibt aber auch viel Raum für eigene Ideen und Gedanken.

Emily Ruskovich bedient sich einer sehr schönen Schreibstils, so dass man das Buch flüssig lesen kann.

Mir hat ihr Erstlingswerk gut gefallen und ich bin auf weitere Geschichten der Autorin gespannt.

 

Ich vergebe hier 4 von 5 Sternen.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

 

 

 

Was würde Frida tun ? von Elizabeth Foley und Beth Coates

Was würde Frida tun?

 

Titel : Was würde Frida tun ?

Autor : Elizabeth Foley und Beth Coates

Verlag : Ludwig ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Bewertung : 5 Sterne

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde)

 

Inhalt :

Herausforderungen gehören zum Leben, und oft ist guter Rat teuer. In diesem liebevoll gestalteten Buch erfahren wir, wie Powerfrauen wie Margarete Steiff, Clara Schumann, Kleopatra, Elizabeth I., Katharina von Bora, Erika Mann und viele andere ihre Probleme lösten und sich Situationen stellten, denen wir uns auch heute noch in ähnlicher Weise stellen müssen. Wie verlockend ist es da, sich Inspiration von beachtlichen Frauen und strahlenden Vorbildern der Geschichte zu holen! Was würde Frida Kahlo an unserer Stelle tun, was können wir von Coco Chanel, Dorothy Parker, Annemarie Schwarzenbach, Agatha Christie und vielen anderen lernen? Die Quintessenzen aus ihren Lebenserfahrungen und ihrer mentalen Haltung bieten auch heute noch reichlich lebensnahe Inspiration für alle Lebenslagen!

 

Vita :

Elizabeth Foley und Beth Coates sind ein starkes Frauenteam: Sie arbeiten zusammen als Lektorinnen in einem großen Londoner Verlagshaus und schreiben ganz nebenbei Bestseller – wie zum Beispiel »Homework for Grown-ups« oder »Shakespeare for Grown-ups«.

Elizabeth Foley und Beth Coates sind ein starkes Frauenteam: Sie arbeiten zusammen als Lektorinnen in einem großen Londoner Verlagshaus und schreiben ganz nebenbei Bestseller – wie zum Beispiel »Homework for Grown-ups« oder »Shakespeare for Grown-ups«.

 

Meine Meinung :

Erst einmal ein Riesenkompliment an den Verlag für das toll gestaltete Cover. Das Buch ist ein echter Hingucker in jedem gut bestückten Bücherregal.

In diesem Buch erhält der Leser einen kurzen Einblick in die Lebensgeschichten von 55 mehr oder weniger bekannten Frauen der Geschichte.

Etliche Frauen habe ich gekannt, aber von vielen war mir deren Biografie nicht geläufig. Von Phoolan Devi, Mary Stopes und einigen anderen hatte ich noch nie gehört.

Mir hat das Buch auf jeden Fall Lust gemacht, mehr über diese interessanten Frauen zu erfahren. Einige Biografien sind auf jeden Fall auf meine Wunschliste gewandert und werden in absehbarer Zeit auch gelesen.

Die einzelnen Lebensgeschichten umfassen nicht mehr als drei bis vier Seiten und viele wunderschöne Zeichnungen runden das Bild ab.

Der Schreibstil hätte meiner Meinung nach etwas gehaltvoller und inspirierender sein können, dies tut der Qualität des Werkes jedoch keinen Abbruch.

Ein tolles Buch, welches auf jeden Fall Lust darauf macht, mehr von diesen tollen Frauen zu erfahren.

Ich vergebe hier die Höchstbewertung von 5 Sternen.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Die Farbe des Goldes von Deana Zinßmeister

Die Farbe des Goldes

Titel : Die Farbe des Goldes

Autor : Deana Zinßmeister

Verlag : Goldmann ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Historischer Roman

Bewertung : 5 Sterne

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde)

 

Inhalt :

Württemberg 1605. Elisabeth lebt mit ihren Eltern in einem kleinen Dorf, harte Arbeit bestimmt ihr Leben. Als sie 17 Jahre alt ist, begegnet sie dem charismatischen Frédéric und lässt sich auf ihn ein. Doch Frédéric ist nicht, wer er vorgibt zu sein. Als Elisabeth unerwartet schwanger wird, will er nur noch eins: sie um jeden Preis loswerden. Und so findet Elisabeth sich plötzlich als Gefangene in einem Freudenhaus wieder. Erst als sie den Alchemisten Johannes Keilholz kennenlernt, scheint es Hoffnung zu geben. Denn durch ihn trifft sie jemanden, dem sie mehr wert ist als alles Gold der Welt …

 

Vita :

Deana Zinßmeister widmet sich seit einigen Jahren ganz dem Schreiben historischer Romane. Bei ihren Recherchen wird sie von führenden Fachleuten unterstützt, und für ihren Bestseller »Das Hexenmal« ist sie sogar den Fluchtweg ihrer Protagonisten selbst abgewandert. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern im Saarland.

 

Meine Meinung :

Da Deana Zinßmeister wie ich aus dem schönen Saarland kommt, werden ihre Bücher ja grundsätzlich von mir verschlungen.

Der Klappentext dieses Buches liest sich wieder sehr interessant und dementsprechend gefreut habe ich mich auf die Lektüre.

In diesem Buch geht es um Elisabeth, die im Jahre 1605 mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf in Württemberg lebt. Die Familie ist sehr arm, der Vater ist Karpfenfischer und Elisabeth muss oft in ihrer kargen Behausung hungern und frieren.

Eines Tages trifft sie im Wald auf eine jungen Edelmann, lässt sich mit ihm ein und verliebt sich sogar in ihn. Recht schnell stellt sie fest, dass sie schwanger ist und in ihrer Naivität hofft das junge Mädchen auf eine Heirat mit ihm und somit auf ein besseres Leben.

Doch bald muss sie feststellen, dass der junge Frederic nicht der ist, für den er sich ausgegeben hat und dann nimmt das Schicksal erbarmungslos seinen Lauf.

In einem weiteren Erzählstrang lernen wir den Alchemisten Johannes Keilholz kennen. Dieser versucht, den Stein der Weisen herzustellen, um aus Eisenerz Gold zu machen.

Deana Zinßmeister erzählt die Geschichte sehr anschaulich und plastisch, so dass man sich als Leser die dörfliche Umgebung bildlich vorstellen kann. Interessant fand ich auch, dass Elisabeth den Namen ihres Dorfes nicht kannte.

Erschreckend sind auch die sozialen Unterschiede zu jener Zeit. Während es den Adligen am württembergischen Hof an nichts mangelt, hat die normale Bevölkerung oft nicht mal warme Kleidung, geschweige denn jeden Tag eine Mahlzeit.

Gerne hätte ich noch viel mehr über Elisabeths späteren Werdegang erfahren und auch der Erzählstrang über die Wissenschaft der Alchemie hätte gerne ausführlicher sein dürfen.

Deana Zinßmeister ist einfach eine tolle Geschichtenerzählerin und ich freue mich schon auf weitere spannende Lesestunden mit ihren Büchern.

Ich vergebe für dieses Buch die Höchstbewertung von 5 Sternen.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Der zweite Schlaf von Robert Harris

Der zweite Schlaf

Titel : Der zweite Schlaf

Autor : Robert Harris

Verlag : Heyne ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

Bewertung : 5 Sterne

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde)

 

Inhalt :

Der Untergang der Welt, wie wir sie kennen – der neue große Roman von Robert Harris

England ist nach einer lange zurückliegenden Katastrophe in einem erbärmlichen Zustand. Der junge Priester Fairfax wird vom Bischof in ein Dorf entsandt, um dort die Beisetzung des mysteriös verstorbenen Pfarrers zu regeln. In der Umgebung finden sich besonders häufig jene verbotenen Artefakte aus vergangener Zeit – Münzen, Scherben, Plastikspielzeug –, die der Pfarrer akribisch gesammelt hat. Hat diese ketzerische Leidenschaft zu seinem Tod geführt?

Robert Harris’ erster Roman »Vaterland« war ein Ereignis. Seine Berühmtheit wuchs mit historischen Politthrillern wie »Pompeji« und seiner groß angelegten Cicero-Trilogie (»Imperium«, »Titan«, »Dictator«). Ob nun Antike oder jüngere Neuzeit (»Intrige«, »Konklave«, »München«) – auch wenn in seinen Büchern faktenfeste und erfundene Historie sich mischen, so muss man den vordergründigen Mantel nicht weit lüpfen, und die hintergründige Aktualität scheint auf. Robert Harris schreibt letztlich immer über das Hier und Jetzt.

 

Vita :

Bevor Robert Harris Romanautor wurde, war er als Reporter und Redakteur tätig. Nach seinem Studium in Cambridge arbeitete er als Reporter für die BBC und als Redakteur für den „Observer“. Der 1957 in Nottingham geborene Autor wurde 2003 als bester Kolumnist mit dem „British Press Award“ für seine Arbeit beim „Daily Telegraph“ und der „Sunday Times“ ausgezeichnet. Neben seinen Romanen, darunter Bestseller wie „Vaterland“, „Enigma“ und „Imperium“, schreibt er auch Sachbücher. In seinen Büchern verbindet er Fiktion und historische Fakten, sie entführen ihre Leser so in andere Welten und Zeiten. Heute lebt der Autor mit seiner Frau und vier Kindern in Berkshire.

 

Meine Meinung :

Seit dem Buch “ Konklave “ bin ich ja eine begeisterte Leserin der Bücher von Robert Harris.

Und der Klappentext seines neuesten Romanes las sich wieder sehr geheimnisvoll und spannend.

Wir erleben hier ein unheimliches Szenario. Der Leser befindet sich in einer post-apokalyptischen welt wieder, die stark an unser Mittelalter erinnert.

Der junge Priester Christopher Fairfax muss in ein kleines englisches Dorf namens Addicott St George reiten, um den dortigen Pfarrer Thomas Lacy zu beerdigen. Dieser ist unter seltsamen Umständen ums Leben gekommen.

Dort angekommen muss er feststellen, dass die Bewohner des Dorfes den Pfarrer für seltsam und teilweise sogar für ketzerisch halten.

Dies wird unserem Protagonisten Fairfax sppätestens dann klar, als er die Artefakte aus längst vergangenen Zeiten findet, die der Pfarrer akribisch gesammelt hat.

Obwohl verboten, finden sich bei ihm Trinkhalme aus Plastik, ein Gerät mit dem Logo eines angebissenen Apfels, Kugelschreiber und ähnliches.

Leider weiss in dieser Zeit niemand mehr etwas über die Bedeutung und den Sinn dieser Gegenstände, ebenso sind viele Bauwerke und deren Sinn für die Menschen ein Rätsel.

Mir hat das Buch und die Geschichte sehr gut gefallen und das Katastrophenszenario war für mich absolut nachvollziehbar. Auch die Beschreibung der Örtlichkeiten und der archäologischen Grabung konnte ich mir fast bildhaft vorstellen.

Ich möchte an dieser Stelle auch nicht zuviel verraten, um niemanden zu spoilern. Am besten entdeckt man diese tolle und spannende Geschichte selbst.

Für mich war dieses Buch wieder ein tolles Leseerlebnis und ich hoffe noch auf viele weitere Werke von Robert Harris.

Ich vergebe die Höchstbewertung von 5 Sternen.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Die Schuld jenes Sommers von Katherine Webb

Die Schuld jenes Sommers

Titel : Die Schuld jenes Sommers

Autor : Katherine Webb

Verlag : Diana ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

Bewertung : 5 Sterne

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde)

 

Inhalt :

Bath 1942: Im Chaos eines Bombenangriffs ist der kleine Davy plötzlich unauffindbar. Frances, die auf den Jungen aufpassen sollte, macht sich auf die Suche. Sie ist verzweifelt, denn schon einmal ist ein Kind verschwunden: Vierundzwanzig Jahre zuvor war ihre beste Freundin Wyn nach einem Streit nie wieder aufgetaucht. Ausgerechnet in dieser schicksalhaften Nacht fördert der Einschlag einer Bombe das Skelett eines Kindes zutage. Das tote Mädchen ist Wyn. Frances ist zutiefst erschüttert, und dunkle Erinnerungen aus der Vergangenheit werden lebendig. Was geschah in jenem Sommer vor über zwanzig Jahren? Wo ist Davy? Und hat er überlebt?

 

Vita :

Katherine Webb, geboren 1977, wuchs im englischen Hampshire auf und studierte Geschichte an der Durham University. Später arbeitete sie mehrere Jahre als Wirtschafterin auf herrschaftlichen Anwesen. Auf ihr großes internationales Erfolgsdebüt »Das geheime Vermächtnis« folgten weitere SPIEGEL-Bestseller-Romane. Nach längeren Aufenthalten in London und Venedig lebt und schreibt sie heute in der Nähe von Bath, England.

 

Meine Meinung :

In ihren neuesten Roman nimmt uns Katherine Webb mit auf eine Zeitreise. Wir befinden uns in Bath im Jahre 1942.

Unsere Protagonistin, die zweiunddreißigjährige Frances soll während der Bombenangriffe auf den kleinen Davy aufpassen. Während sie ihn für kurze Zeit einem befreundeten Ehepaar überläßt, fallen die Bomben auf Bath und richten große Schaden an.

Während dieser Kriegswirren verschwindet der kleine Davy. Das Ehepaaar, in dessen Obhut er sich befand, ist ums Leben gekommen und von dem kleinen Davy fehlt jede Spur.

Tragischerweise ist Frances etwas ähnliches schon einmal passiert. Vor vierundzwanzig Jahren verschwand ihre achtjährige Freundin Wyn spurlos und tauchte nie wieder auf.

Schrecklicherweise wurden jetzt in einem Bombenkrater die sterblichen Überreste der kleinen Wyn gefunden. Sie wurde im Garten ihres Elternhauses vergraben.

Was ist damals passiert und was ist mit Davy geschehen?

Wir lernen Frances kennen, die diesen tagischen Verlust nie überwunden zu haben scheint. Damals wurde zwar ein vermeintlicher Täter gefasst und hingerichtet, aber war er auch tatsächlich der Mörder?

Da Frances mit zur damaligen Verhaftung beigetragen hat, bekommt sie nun Gewissensbisse. Hat man den falschen Mann hingerichtet?

Unser Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Parallel zur aktuellen Zeit werden wir ins Jahr 1916 zurückversetzt. Dort lernen sich die zwei unterschiedlichen Mädchen Frances und Wyn als knapp sechsjährige kennen. Unterschiedlicher könnten die beiden kaum sein.

Frances ist für ihr Alter gross und schlaksig, während die kleine, unerschrockene Wyn nur aus Haut und Knochen zu bestehen scheint.

Trotzdem werden die beiden Freundinnen. Wir begleiten die beiden temporär bis zu Wyns Verschwinden.

Uns als Leser ist schnell klar, dass damals der falsche Mann verhaftet wurde. Doch was ist zu jener Zeit wirklich geschehen ?

Katherine Webb hat hier einen eindringlichen Roman über Freundschaft, Schuldgefühle und auch verdrängte Erinnerungen geschrieben.

Bei mir hat es einige Zeit gebraucht, bis ich mit Frances warm geworden bin. Trotzdem habe ich mit ihr gefühlt und konnte mich gut in ihr Seelenleben hineinversetzen.

Auch am Ende schaffte es Ketherine Webb wieder mühelos, mich mit der Auflösung komplett zu überraschen. Auf dieses Ende wäre ich so nicht gekommen.

Dank der Erzählkraft der Autorin konnte ich mir das zerstörte Bath jener Zeit bildlich genau vorstellen. Das macht Katherine Webb für mich zu so einer hervorragenden Autorin.

Ich freue mich schon auf viele weitere Bücher dieser wunderbaren Schriftstellerin.

Ich vergebe für dieses Buch die Höchstbewertung von 5 Sternen.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

Abgründig von Arno Strobel

Abgründig

 

Titel : Abgründig

Autor : Arno Strobel

Verlag : Loewe

Genre : Jugendbuch

Bewertung : 3 Sterne

 

Inhalt :

Eine Bergtour. Ein Unwetter. Ein Mord.

Eingesperrt auf engstem Raum,
ohne Aussicht auf Rettung,
erkennt man ganz neue Seiten an seinen „Freunden“.
Hässliche Seiten.
Tödliche Seiten.

Geplant war eine lässige Bergtour – auf eigene Faust auf die Zugspitze und wieder zurück, bevor die anderen im Camp etwas merken. Doch als die kleine Gruppe um Tim am Morgen aufbricht, scheint das Unglück vorprogrammiert. Sie geraten in ein heftiges Unwetter und müssen in einer verlassenen Hütte Unterschlupf suchen. Sie wissen nicht, wo sie sind, sie haben keine Möglichkeit, mit dem Rest der Welt Kontakt aufzunehmen, und sie sitzen fest. Solange Sturm und Regen toben, ist an einen Abstieg nicht zu denken. Zunehmend liegen die Nerven blank und Vorwürfe machen die Runde, schließlich kommt es sogar zur Prügelei. Am nächsten Morgen ist einer von ihnen verschwunden. Zurück bleibt eine Blutlache – und die Frage, ob es unter ihnen einen Mörder gibt.

 

Vita :

Arno Strobel liebt Grenzerfahrungen und teilt sie gern mit seinen Lesern. Deshalb sind seine Thriller wie spannende Entdeckungsreisen zu den dunklen Winkeln der menschlichen Seele und machen auch vor den größten Urängsten nicht Halt. Seine Themen spürt er dabei meist im Alltag auf und erst, wenn ihn eine Idee nicht mehr loslässt und er den Hintergründen sofort mit Hilfe seines Netzwerks aus Experten auf den Grund gehen will, weiß er, dass der Grundstein für seinen nächsten Roman gelegt ist. Alle seine bisherigen Thriller waren Bestseller. Arno Strobel lebt als freier Autor in der Nähe von Trier.

 

Meine Meinung :

Ich bin ja eine begeisterte Leserin der Bücher von Arno Strobel. Über “ Abgründig“ bin ich beim Stöbern auf der Seite der Onleihe gestolpert und habe es mir direkt ausgeliehen.

Unser Protagonist Tim ist 16 Jahre alt und verbringt zusammen mit anderen Jugendlichen seine Sommerferien im Bergcamp Grainau. Schnell lernt er den etwas älteren und dominanten Ralf kennen.

Dieser brüstet sich mit seiner Bergerfahrung und überredet Tim und ein paar andere Jugendliche, auf eigene Faust eine Bergtour zu unternehmen und endlich etwas aufregendes zu erleben. Mit von der Partie ist unter anderem Lena, die Tim sehr sympathisch findet.

Ausserdem nimmt an dem verbotenen Ausflug auch Denis kennen, der wenig von sich preisgibt. Augenscheinlich lebt er in einer betreuten Wohngruppe und da er sich gut verhalten hat, durfte er an dem Sommercamp teilnehmen.

Schon bald geraten die 10 Jugendlichen am Berg jedoch in ein schweres Unwetter und finden mit letzter Kraft Unterschlupf in einer kleinen Berghütte. Dort müssen sie feststellen, dass sie sich heillos verirrt haben und dass der angeblich so erfahrene Ralf auch nicht mehr weiter weiß.

Das draussen das Unwetter mit unverminderter Kraft weiter tobt, bleibt den Jugendlichen nicht anderes übrig, als in der Hütte zu übernachten und das Ende des Sturmes abzuwarten.

Nachdem die Jugendlichen sich abends mit Alkohol betrunken haben, folgt nach der ersten Nacht die Ernüchterung. Ralf ist verschwunden und in der Hütte und draussen finden sich Blutspuren.

Ws ist da Schreckliches passiert ?

Direkt verdächtigt wird Tim, da er augenscheinlich Blut von Ralf im Gesicht hat. Erschwerend kommt hinzu, dass Tim in der Vergangenheit schlafgewandelt ist und einmal dabei seine eigene Mutter verletzt hat. Nach dem Aufwachen konnte er sich an nichts mehr erinnern.

Ist Tim ein Mörder und kann sich an die Tat nicht mehr erinnern ?

Die Gruppendynamik, die sich hieraus entwickelt, nimmt schnell erschreckende Formen an. Keiner traut mehr dem anderen und allen voran wird Tim des Mordes verdächtigt.

Nach und nach kommt allerdings die Wahrheit ans Tageslicht.

Und mit dieser unspektakulären Auflösung konnte mich Arno Strobel leider nicht so recht begeistern.

Vor allem hätte ich gern mehr über Denis erfahren, dessen Geschichte mir zu abrupt geendet hat. Dieser Charakter war mir mit am sympathischsten.

 

Ich vergebe für dieses Buch 3 von 5 Sternen.