Rezension : Die letzte Stunde von Minette Walters

Titel : Die letzte Stunde

Autor : Minette Walters

Verlag : Heyne Verlag ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Historischer Roman

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

»Ein Schwarzer Tod hat unser Land befallen. Nur wenige werden verschont bleiben.«

Südengland, Juli 1348: An der Küste ist die Pest ins Land gekrochen. Binnen kürzester Zeit entvölkert sie ganze Landstriche, Angst und Panik regieren. Allein Lady Anne, die Herrin von Develish, nimmt das Heft in die Hand. Sie bringt all ihre Schutzbefohlenen auf ihrem Anwesen in Sicherheit und lässt die Zugangsbrücke verbrennen. In ihrem kleinen Reich zählen nicht mehr gesellschaftliche Konvention und Rang, sondern Einsatz für die anderen. Als neuen Verwalter setzt Anne Thaddeus ein, den niedrigsten, aber klügsten ihrer Diener. Doch kann sich die Schicksalsgemeinschaft gegen die schreckliche Krankheit behaupten, die vor ihren Toren tobt? Gegen die Verzweifelten und Raffgierigen, die Develish angreifen? Werden die kargen Vorräte reichen? Dann geschieht ein grausamer Mord und droht Lady Annes Gemeinschaft endgültig zu zerreißen …

 

Vita :

Minette Walters arbeitete lange als Redakteurin in London, bevor sie Schriftstellerin wurde. Seit ihrem Debüt „Im Eishaus“, das 1994 auf Deutsch veröffentlicht wurde, zählt sie zu den Lieblingsautoren von Millionen Leserinnen und Lesern in aller Welt. Alle ihre bisher erschienenen Romane wurden mit wichtigen Preisen ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Minette Walters lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Dorset, England.

Minette Walters kannte ich bis jetzt nur als Autorin von spannenden Thrillern, weswegen ich sehr neugierig auf diesen historischen Roman war.

Ich liebe ja Geschichten, die in Großbritannien spielen und da mich das Setting somit sehr gereizt hat, war ich entsprechend gespannt.

Wir schreiben das Jahr 1348. In Südengland wütet der Schwarze Tod und dezimiert ganze Landstriche.

Wir lernen Lady Anne kennen, die als Herrin von Develish ihre Untertanen unter ihre Fittiche nimmt und versucht, sie vor der Pest zu beschützen. Indem sie ihre Schutzbefohlenen zu sich ruft und die Zugbrücke hochzieht, versucht sie, die Ausbreitung der Seuche zu verhindern.

In diesem in sich geschlossenen Mikrokosmos lernt der Leser nach und nach die verschiedensten Charaktere kennen.

Am interessantesten fand ich Lady Anne selbst, aus deren Sicht das Buch auch geschrieben ist. Sie ist ihrer Zeit weit voraus, kann lesen und schreiben und kennt sich in der Heilkunde aus. Erwähnenswert ist auch ihr hohes Ansehen in der Schicksalsgemeinschaft und ihre Güte und Fürsorge. Auch glaubt sie nicht alles, was die Kirche vorgibt, sondern macht sich ihre ganz eigenen Gedanken, was für diese Zeit natürlich sehr ungewöhnlich ist.

Fast zeitgleich lernen wir Thaddeus, einen Bastard kennen, der ein hohes Ansehen bei Lady Anne innehat und als neuer Verwalter eingesetzt wird. Obwohl von niedrigstem Stand, scheint er mir bei weitem mit der vernünftigste in dieser Gruppe von Menschen zu sein.

Bedingt durch das enge Zusammenrücken lernen wir viele unterschiedliche Charaktere und Lebenseinstellungen kennen. Es schwelen viele Geheimnisse unter der Oberfläche, die bedingt durch die räumliche Enge unweigerlich nach und nach ans Tageslicht gezerrt werden. Interessant fand ich auch die Denkweise der Menschen zu jener längst vergangenen Zeit und wie sie die Entstehung dieser Seuche zu ergründen suchen.

Als Gegenpart zur Güte von Lady Anne steht deren 14-jährige Tochter Lady Eleanor, die an Hartherzigkeit und Grausamkeit kaum zu übertreffen ist und ihrem Wesen nach komplett nach ihrem Vater Richard kommt.

Minette Walters schaffte es innerhalb kürzester Zeit, dass ich komplett in der Geschichte versunken war. Sie lässt diese ferne Zeit wieder regelrecht auferstehen und es lief alles wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. Von mir aus hätte das Buch gern doppelt so viele Seiten haben können. Besonders gut gefällt mir an der Schreibweise von Minette Walters, dass sie sehr detailverliebt und ausschweifend erzählt. So kann man sich die damalige Zeit noch viel besser vorstellen. Auch hat die Autorin ein feines Gespür für die Ausarbeitung der verschiedensten Charaktere. Jeder für sich wird individuell und lebensecht dargestellt.

Mit diesem Buch ist Minette Walters in ein für sie komplett neues Genre eingetaucht und hat mich auch dieses Mal wieder von ihrer Erzählkunst restlos überzeugt. Die Autorin garantiert Kopfkino vom Feinsten.

Gott sei Dank lässt der Nachfolgeband nicht mehr lange auf sich warten. Am 13. Mai erscheint mit : In der Mitte der Nacht der zweite Teil der Pest-Saga. Und dieser wird natürlich pünktlich bei mir einziehen.

 

Ich vergebe die Höchstbewertung von 5 Sternen für dieses tolle Buch.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

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Rezension : Sun Detective von William Wells

Sun Detective - - William Wells

Titel : Sun Detective

Autor : William Wells

Verlag : Wilhelm Heyne Verlag ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Nach kalten Jahre in Chicago hat Ex-Cop Jack Starkey alles hingeschmissen und sich in einem Paradies auf Erden eingerichtet: Fort Myers im Sunshine-State Florida. Starkeys Kneipe „Drunken Parrot“ ist mittlerweile eine Institution. Ansonsten genießt er die Sonne am liebsten auf seinem Hausboot, vor allem, wenn Marisa an Bord kommt, seine schlagfertige kubanische Freundin … So ganz hat er die Dienstmarke allerdings nicht weggeschlossen. Und das ist gut so, denn sein Kumpel Police Chief Hansen ist meist überfordert – vor allem, als eine Mordserie ihren Schatten auf Fort Myers wirft. Zeit für Starkey, wieder Detective zu spielen … Sun Detective!

 

Vita :

William Wells weiß, worüber er schreibt. Wie sein Romanheld Jack Starkey lebte er zunächst in Chicago, bevor es ihn an die südwestliche Floridaküste verschlug. Wells schrieb Reden für Politiker (unter anderem für den Gouverneur von Michigan), gründete einen Corporate Publishing Verlag und verbringt seine Freizeit vor allem damit, die Sonne Floridas zu genießen und Bücher zu schreiben.

 

Jack Starkey, ein Ex-Cop aus Chicago, geniesst seinen Ruhestand im sonnigen Fort Myers Beach in Florida. Er ist Inhaber der Strandbar “ Drunken Parrot“, lebt auf einem Hausboot und ist mit der rassigen und umwerfend attraktiven Marisa liiert.

Eines Tages jedoch bitten ihn der Bürgermeister von Naples, Charles Beaumont und der Polizeichef  Wade Hansen um seine Mithilfe bei der Aufklärung von zwei undurchsichtigen Todesfällen. Und schon ist Starkey mitten drin in einem ebenso undurchsichtigen wie abstrusen Fall.

Um an Hintergrundinformationen zu gelangen, muss er unter anderem als Frank Chance undercover in der „feinen“ Gesellschaft von Naples recherchieren. Dafür wird er eigens von seiner “ Tante “ Ashley Howe gecoacht, was mir des öfteren vor Lachen die Tränen in die Augen getrieben hat.

Jack Starkey ist ein sehr sympathischer und eigenwilliger Protagonist, der mir von der ersten Seite an sofort gefallen hat. Zu Beginn etwas ungehobelt und linkisch, verwandelt er sich mit Hilfe seiner Tante in den charmanten und reichen Playboy Frank Chance, der sich daran macht, die beiden ungeklärten Todesfälle zu untersuchen, bei denen es natürlich nicht bleiben wird.

Nach und nach wird Frank Chance ein Teil der Reichen und Schönen von Naples und deckt Stück für Stück die dunklen Geheimnisse und Machenschaften auf. Stellenweise konnte ich nur noch atemlos die Seiten umblättern um endlich zu erfahren, wie es weitergeht und wer das nächste Opfer sein wird.

Als zusätzlichen Leckerbissen empfand ich die kursiv gedruckten Einschübe mit Auszügen eines Manuskriptes, in dem es um die Ermittlungsarbeit des Detective Lieutnant Jack Stoney aus Chicago geht. Dieses Buch schreibt Bill Stevens, ein Polizeireporter aus Chicago, in Anlehnung an die Fälle von Jack Starkey. Und eben dieses Manuskript redigiert unser Protagonist zur Zeit.

Ich empfand diesen Roman als echten Pageturner, auch wenn William Wells mit Sicherheit nicht die Krimi-Szene revolutionieren wird. Die Auflösung um die Dreierbande hat mir gut gefallen und falls es weitere Bücher von Jack Starkey geben wird, werde ich mir diese mit Sicherheit kaufen, allein schon um wieder an den Abenteuern des Sun Detectives aus Florida teilhaben zu können. Ausserdem bin ich sehr neugierig darauf, ob und wie die Geschichte mit Jack und Marisa weitergeht.

Ich vergebe für dieses Buch 4 Sterne.

 

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Rezension : Belgravia – Zeit des Schicksals von Julian Fellowes

Titel : Belgravia – Zeit des Schicksals

Autor : Julian Fellowes

Verlag : Penguin Verlag ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

»Belgravia« – mit seinem neuen Roman setzt der Schöpfer der Erfolgsserie »Downton Abbey« Julian Fellowes dem nobelsten Londoner Stadtteil ein großartiges Denkmal. Dabei entführt er seine Leser mitten ins 19. Jahrhundert, wo alter Hochadel, neureiche Unternehmer und korrupte Dienstboten aufeinandertreffen und die Liebe sich den Standesgrenzen widersetzt … Überaus spannend lässt Julian Fellowes in »Belgravia« eine versunkene Welt lebendig werden.

Vita :

Julian Fellowes wurde 1949 in Ägypten geboren, wuchs in England auf und studierte in Cambridge. Er ist Schauspieler und preisgekrönter Autor von Romanen, Drehbüchern und Theaterstücken; für »Gosford Park« wurde er mit einem Oscar ausgezeichnet, die Serie »Downton Abbey« hat ihn weltweit berühmt gemacht. Auch seine Romane »Snobs«, »Eine Klasse für sich« und »Belgravia« haben die englische Gesellschaft zum Thema. 2009 wurde er in den Adelsstand erhoben. Julian Alexander Kitchener-Fellowes, Baron Fellowes of West Stafford, lebt mit seiner Frau Emma im Südwesten der englischen Grafschaft Dorset.

Die Fernsehserie “ Downton Abbey “ gehört zu meinen absoluten Favoriten und auch “ Snobs “ habe ich regelrecht verschlungen.

Deshalb konnte ich es kaum erwarten, den neuen Roman von Julian Fellowes in den Händen zu halten.

Wir lernen die Familie um James Trenchard kurz vor der Schlacht von Waterloo in Brüssel kennen. James Trenchard, genannt “ Der Zauberer“, ist ein aufstrebender und ehrgeiziger Kaufmann, der immer auf der Suche nach neuen Tätigkeitsfeldern ist.

Im Gegensatz dazu steht die Familie Brockenhurst, alter englischer Adel. Normalerweise hätten die beiden Familien überhaupt keine Berührungspunkte, käme da nicht die Liebe ins Spiel. Sophia Trenchard und Edmund Bellasis, ein Neffe der Herzogin von Richmond und ältester Sohn eines Earls, verlieben sich Hals über Kopf ineinander und beginnen eine ganz und gar nicht standesgemäße Liebesbeziehung. Diese wird jedoch schon bald durch einen tragischen Todesfall überschattet und hat für beide Familien unabsehbare und weitreichende Konsequenzen.

Schon ab den ersten Seiten war ich als Leserin mitten drin im Geschehen. Zuerst erleben wir in Brüssel hautnah den Beginn der Schlacht von Waterloo. Danach setzt sich die Geschichte einige Jahre später in London fort.

Obwohl man zwar als Leser ahnt, wo die Geschichte hinführt, wird es doch nie langweilig. wir lernen das damalige Leben mit seinen Standesdünkeln und Konventionen aus verschiedenen Sichtweisen kennen. Der Adel kommt ebenso zu Wort wie die Hausangestellten, die meist einen unverstellten und klaren Blick auf die Dinge haben.

Anne Trenchard und Lady Brockenhurst, die beiden Hauptprotagonistinnen, haben mir sehr gut gefallen und wenn sie auch aus völlig unterschiedlichen Gesellschaftsschichten stammen, sind sie sich doch ebenbürtig.

Julian Fellowes versteht es mit diesem Roman wieder einmal meisterhaft, uns als Leser in eine längst vergangene Zeit zu entführen und diese vor unserem inneren Auge wieder lebendig werden zu lassen.

Dieses Buch war wieder ein absoluter Lesegenuss für mich und Julian Fellowes bleibt einfach einer meiner Lieblingsautoren.

Ich vergebe natürlich die Höchstbewertung von 5 Sternen.

 

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Rezension : Mein Jahr in den Bergen von Paolo Cognetti

Titel : Mein Jahr in den Bergen – Vom Abenteuer des einfachen Lebens

Autor : Paolo Cognetti

Verlag : Penguin Verlag ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Aus der Hektik der Großstadt in die Ruhe der Berge: Die persönliche Geschichte von Bestsellerautor Paolo Cognetti

Paolo Cognetti braucht eine Auszeit vom hektischen Leben in Mailand und mietet eine Hütte in den Bergen – nicht weit von dort, wo er als Kind die Sommer verbracht hat. Das Leben auf 2.000 Meter Höhe bringt die einfachen Dinge zurück: Holz hacken, Feuer machen, einen Garten anlegen. Endlich hat er Zeit zu lesen, spricht mit den Tieren, hört seltsame Geräusche in der Nacht. Wochenlang trifft er keine Menschenseele – bis aus dem Nebel doch eine Gestalt auftaucht.
»Mein Jahr in den Bergen« ist 2017 unter dem Titel »Fontane Numero 1« im Rotpunktverlag erschienen.

 

Vita :

Paolo Cognetti, 1978 in Mailand geboren, verbringt die Sommermonate am liebsten in seiner Hütte im Aostatal auf 2000 Metern Höhe. Er hat Mathematik studiert, einen Abschluss an der Filmhochschule gemacht und Dokumentarfilme produziert, bevor er sich ganz dem Schreiben zuwandte. Auf Italienisch sind von ihm schon Erzählbände und zwei Romane veröffentlicht worden. »Acht Berge« erhielt u.a. den renommiertesten italienischen Literaturpreis, den Premio Strega, erscheint in 40 Ländern und hat sich weltweit rund 700.000 mal verkauft.

 

Nachdem mir der Roman “ Acht Berge“ sehr gut gefallen hat, war ich dementsprechend gespannt auf Paolo Cognettis neuestes Werk.

Nachdem Paolo Cognetti eine persönliche Schaffenskrise in Mailand erlebt, beschliesst er eine Hütte in den Bergen zu mieten, um wieder zu sich selbst zu finden.

Anfangs noch überfordert mit der Stille und den nächtlichen, fremden Geräuschen in seiner kleinen Klause, passt sich Cognetti immer mehr dem einfachen und ursprünglichen Leben in den italienischen Alpen an.

Trotz der Kürze der Kapitel schaffte es Paolo Cognetti, mich mit seiner wunderbaren Sprache wieder komplett in seinen Bann zu ziehen.

Stimmig waren auch die Kapitelnamen, die immer nur aus einem Wort bestehen, wie zum Beispiel Winter oder Häuser. Der Autor lässt allen überflüssigen Ballast weg und konzentriert sich nur auf das Wesentliche.

Ich musste mich richtiggehend zwingen, das Buch nicht in einem Rutsch durchzulesen, sondern mir die Lesefreude etwas länger zu erhalten und jeden Tag nur zwei bis drei Kapitel zu lesen.

Gut gefallen haben mir auch die Gedichte von Antonia Pozzi, die ich mir demnächst nochmal komplett kaufen möchte.

Und auch das Buch “ Walden“ von Henry David Thoreau wird demnächst in meinem Bücherregal zu finden sein.

Paolo Cognetti hat einen wunderbar poetischen Schreibstil und ich kann dieses Buch nur jedem wärmstens ans Herz legen.

Von mir gibt es hier die volle Punktzahl von 5 Sternen.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

Rezension : Mein Mann, der Rentner, und dieses Internet von Rosa Schmidt

Titel : Mein Mann, der Rentner, und dieses Internet

Autor : Rosa Schmidt

Verlag : Penguin Verlag ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Der Ruhestand könnte so friedlich verlaufen für das Ehepaar Schmidt, würden sie von ihrer Tochter Julia nicht einen dieser neuen flachen Computer geschenkt bekommen. Während Rosa dem »Tablett« zunächst skeptisch gegenübersteht, ist ihr Günther sofort Feuer und Flamme. Der umtriebige Rentner erobert das Netz – und ehe Rosa sichs versieht, vertraut er Dr. Google mehr als seiner Ehefrau und schmeißt eine Party, die dank Facebook völlig aus dem Ruder läuft. Nun packt Rosa aus. In ihrem Tagebuch erzählt sie vom Leben mit einem Rentner, der zu viel Zeit hat – und jetzt auch noch WLAN!

 

Vita :

Rosa Schmidt gibt es wirklich, auch wenn sie anders heißt. Sie ist seit 42 Jahren mit Günther Schmidt verheiratet und lebt in einer Kleinstadt.

Aufgezeichnet wurde Rosas geheimes Tagebuch von Anne Hansen. Die Journalistin und Schriftstellerin absolvierte die Kölner Journalistenschule und studierte Politik und VWL in Köln und Potsdam. Heute lebt sie in Berlin und schreibt unter anderem für stern, DIE ZEIT, Brigitte Woman und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Sie hat bereits mehrere Romane veröffentlicht und landete 2014 mit dem Buch Mein Mann, der Rentner einen Spiegel-Bestseller.

Günther ist seit zwei Jahren Rentner. Nachdem er und seine Frau Rosa binnen kürzester Zeit alle gemeinsamen Aktivitäten, wie z.B. VHS-Kurse und ähnliches abgehandelt haben, weiss Günther mit sich und seiner Zeit relativ wenig anzufangen.

Wie sehr sehnt sich Rosa die alten Zeiten herbei. Kurz und gut, um ihren Vater aus seinem seelischen Tief herauszuhelfen, schenkt Tochter Julia ihrem Vater ein Tablet.

Von dieser neuen Technik zuerst einmal komplett überfordert, arrangiert sich Günther aber schnell mit seinem neuen  „Projekt“. Er meldet sich sogar in einem Computerkurs für Senioren an.

Und nun fängt Günther an, sich intensivst mit der Materie PC und Internet auseinanderzusetzen.

Statt das für Rosa nun wieder bessere Zeiten anbrechen, nimmt der Internet-Wahn von Günther mehr als besorgniserregende Züge an.

Ein ganzes Jahr lang lässt uns Rosa Schmidt ihr Tagebuch lesen und wir werden Teil der Entwicklung, die der Rentner Günther und seine geliebte Ehefrau durchlaufen.

Die Geschichte ist in einem lockeren, flüssig zu lesenden Stil geschrieben, der einen als Leser dazu verleitet, das Buch in einem Rutsch durchzulesen.

Ich musste an vielen Stellen so schmunzeln, da mir viele Situationen bekannt vorkamen, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Besonders bei der Grillfeier von Günther, die er als Veranstaltung öffentlich bei Facebook eingestellt hat, hatte ich vor Lachen Tränen in den Augen. 3200 Personen, die ihr Erscheinen angekündigt haben….!!

Wer mal richtig Lust auf ein kurzweiliges, vergnügliches und humorvolles Buch hat, dem sei dieses Werk hier explizit ans Herz gelegt.

Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung und auf ein Wiedersehen mit diesen beiden sympathischen Protagonisten.

Ich vergebe für dieses tolle Buch natürlich die Höchstbewertung von 5 Sternen.

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Rezension : Habitat von Peter Cawdron

Titel : Habitat

Autor : Peter Cawdron

Verlag : Heyne ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Die Menschheit hat ihren Fuß auf den Mars gesetzt. Die neue Habitatsiedlung „Endeavor“ wird als Triumph des menschlichen Forscherdrangs gefeiert. Einhundertzwanzig Wissenschaftler, Techniker und Astronauten arbeiten hier. Sie sind auf alle Eventualitäten vorbereitet – nur nicht darauf, dass plötzlich die Funksignale von der Erde verstummen. Gefangen auf dem Mars, können die Kolonisten über die Katastrophe, die auf ihrem Heimatplaneten passiert sein mag, nur rätseln. Und hoffen, dass sie hier überleben …

 

Vita :

Peter, geboren und aufgewachsen in Neuseeland, reiste einige Jahre durch die USA und Schottland, bevor er sich in Australien niederließ.

Peter schreibt Science Fiction Romane und hat sich dabei sich auf Action/Abenteuerromane mit plausiblem wissenschaftlichem Hintergrund spezialisiert. Sein Debutroman, Anomaly, stürmte innerhalb weniger Tage nach Veröffentlichung die Top 100 Verkaufs-Charts für Hightech Science Fiction und hielt sich einen Monat in den Top 10. Über hundert Rezensionen aus unterschiedlichsten Perspektiven zeigen, dass Anomaly noch immer die Gemüter seiner Leser bewegt.

“ Der Marsianer “ gehört ja zu meinen absoluten Lieblingsbüchern der letzten Jahre. Aufgrund dessen halte ich immer mal wieder Ausschau nach ähnlichen Settings.

Der Klappentext von “ Habitat “ hat mich direkt neugierig gemacht und auch das Cover macht sofort Lust darauf, das Buch aufzuschlagen und in die Geschichte einzutauchen.

Aber vorneweg möchte ich mich beim Bloggerportal und der Verlagsgruppe Random House GmbH für die Zusendung des kostenlosen Rezensionsexemplares bedanken.

Zu Beginn lernt der Leser das sogenannte Habitat kennen. Um eine zentrale Nabe sind vier Module angeordnet. Es gibt ein US-Modul, ein russisches, ein chinesisches und noch ein eurasisches Modul.

Wir lernen die Ich-Erzählerin Liz kennen, sie ist die Mikropaläobiologin der Amerikaner. Nachdem für mich faszinierend die autarke Lebensweise der insgesamt 120 Marsbewohner geschildert wird, kommt es zum grossen Super-GAU. Nach einigen teilweise zerstückelten Meldungen soll es auf der Erde zu einem Atomkrieg gekommen sein.

Es gibt sehr widersprüchliche Aussagen darüber, was und vor allem wer wohl der Auslöser dieser Katastrophe war.

Als Leser wird man hautnah Zeuge, wie die anfangs gut funktionierende Gruppe nach und nach auseinanderbricht und ein regelrechter Kampf um die verbleibenden Ressourcen ausbricht.

Jeder misstraut jedem und auch die Beziehung von Liz und Jianyu, dem chinesischen Chefarzt wird auf eine harte Probe gestellt.

Nach und nach treten noch mehr seltsame Ereignisse ein, so dass wir Leser nur noch gespannt die Seiten umblätttern können, um zu erfahren, wie es weitergeht.

Nach und nach erfährt man auch viel persönliches über unsere Protagonistin Liz. Wir bekommen einen Einblick in ihre Ausbildung und auch in ihre Trainingseinheiten in der Arktis. Diese sollen Liz dazu befähigen, sich auf dem Mars zurechtzufinden und auch unvorhergesehene Probleme und Katastrophen zu meistern.

Mir als Leserin hat die Balance zwischen Wissenschaft und sozialem Miteinander sehr gut gefallen. Die Geschichte wird durch einige spannende Wendungen nie langweilig und man möchte das Buch am liebsten in einem Rutsch weglesen. Auch der wissenschaftliche Teil kommt nicht zu kurz und man erfährt einige spannende Dinge, wie zum Beispiel die Arbeitsweise des 3D-Druckers und ähnliches.

Auch das Ende war für mich stimmig und hat mich gleichzeitig auch sehr nachdenklich zurückgelassen. Ich bin gespannt, ob es in Zukunft noch mehr von Peter Cawdron zu lesen gibt.

Ich vergebe für dieses tolle Werk die Höchstpunktzahl von 5 Sternen.

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Rezension : Willkommen im Fairvale Ladies Buchclub von Sophie Green

Titel : Willkommen im Fairvale Ladies Buchclub

Autor : Sophie Green

Verlag : Goldmann ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

 

( WERBUNG, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Über Bücher finden sie zusammen, und ihre Freundschaft verändert ihr Leben.
Australiens Northern Territory verlangt seinen Bewohnern viel ab. Doch fünf Frauen finden einen Weg, mit dem harten Alltag und der Einsamkeit umzugehen: Sibyl, die mit ihrem Mann die Farm »Fairvale Station« leitet, ruft einen Buchclub ins Leben, dem sich vier Frauen anschließen: Sibyls Schwiegertochter Kate, ihre Freundin Rita, die abenteuerlustige Della und die dreifache Mutter Sallyanne. Jede der Frauen bringt ihre Träume und Sorgen zu den Treffen mit, und im Lauf der Jahre werden sie zu besten Freundinnen, die Schicksalsschläge, Neuanfänge, Liebeswirren und Verluste zusammen meistern.

 

Vita :

Sophie Green ist Autorin und Verlagsleiterin. Sie hat, teilweise unter Pseudonym, bereits einige Romane und Sachbücher verfasst. Bei einem Besuch in Australiens Northern Territory verliebte sie sich in die Landschaft und die Bewohner. Weitere Aufenthalte dort inspirierten sie schließlich zu dem Bestseller »Willkommen im Fairvale Ladies Buchclub«. Sophie Green lebt in Sidney.

 

Als erstes ist mir dieses wunderschöne Cover ins Auge gefallen.

Nach dem Lesen des Klappentextes war ich völlig fasziniert von der Geschichte. Ein paar Frauen gründen in den Northern Territories in Australien einen Buchclub.

Sybil Baxter ist die Chefin der Fairvale Station und hatte die Idee, einen Buchclub zu gründen. Die Intention zu Anfang war, ihrer Schwiegertochter Kate, die aus Grossbritannien stammt, ein paar Frauen aus der Umgebung vorzustellen, damit sie nicht mehr so isoliert lebt.

So treffen schliesslich 5 Frauen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein können und trotzdem zu einer eingeschworenen Clique zusammenwachsen.

Da sind zum einen Sibyl und ihre Schwiegertochter Kate. Rita arbeitet als Krankenschwester bei den Flying Doctors in Alice Springs und Della ist die abenteuerlustige in der Damenrunde und arbeitet auf einer benachbarten Station. Zu guter Letzt haben wir noch Sallyanne, die dreifache Mutter, die es mit ihrem alkoholkranken Mann alles andere als leicht hat.

Man lernt nach und nach die Protagonistinnen kennen und wird auch mit ihren voneinander völlig verschiedenen Leben und Problemen konfrontiert.

So wird der Buchclub nicht nur zum Bücheraustausch genutzt, sondern um auch ganz alltägliche Probleme miteinander und nur unter Frauen zu besprechen.

Als Leser wird man nach und nach ein Teil dieser eingeschworenen Frauengemeinschaft und würde zu gerne an den Treffen der Damen teilnehmen.

Interessant ist, dass der Roman in der Zeit von 1978 bis 1981 spielt. In dieser Zeit waren die Kommunikationsmittel sehr eingeschränkt und man lebte quasi völlig isoliert auf den Stationen im Northern Territory.

Einfach mal das Handy nehmen oder skypen gab es zu der Zeit noch nicht.

Als Leser spürt förmlich die Isolation und die völlige Abhängigkeit vom Wetter und den Jahreszeiten und dem unerwarteten Auftreten von Notsituationen, bei denen schnell mal Hilfe holen nicht möglich ist.

In diesem Buch geht es weniger um Literatur, als um die Sorgen und Nöte, aber auch schönen Zeiten von fünf starken und mutigen Frauen.

Für mich hätte das Buch gerne noch 500 Seiten mehr haben können. Ich habe meinen Aufenthalt in Australien sehr genossen und freue mich auf weitere Bücher von Sophie Green.

Ich vergebe hier die Höchstpunktzahl von 5 Sternen.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.