Rezension : Stephen King : Der Outsider

Der Outsider: Roman

Titel : Der Outsider

Autor : Stephen King

Verlag : Heyne ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Roman

 

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Im Stadtpark von Flint City wird die geschändete Leiche eines elfjährigen Jungen gefunden. Augenzeugenberichte und Tatortspuren deuten unmissverständlich auf einen unbescholtenen Bürger: Terry Maitland, ein allseits beliebter Englischlehrer, zudem Coach der Jugendbaseballmannschaft, verheiratet, zwei kleine Töchter. Detective Ralph Anderson, dessen Sohn von Maitland trainiert wurde, ordnet eine sofortige Festnahme an, die in aller Öffentlichkeit stattfindet. Der Verdächtige kann zwar ein Alibi vorweisen, aber Anderson und der Staatsanwalt verfügen nach der Obduktion über eindeutige DNA-Beweise für das Verbrechen – ein wasserdichter Fall also?

Bei den andauernden Ermittlungen kommen weitere schreckliche Einzelheiten zutage, aber auch immer mehr Ungereimtheiten. Hat der nette Maitland wirklich zwei Gesichter und ist zu solch unmenschlichen Schandtaten fähig? Wie erklärt es sich, dass er an zwei Orten zugleich war? Mit der wahren, schrecklichen Antwort rechnet schließlich niemand.

 

Vita :

„Carrie“, „The Shining“, „Misery“ – es gibt wohl nur wenige Leser oder Kinogänger, die nicht zumindest eine dieser drei Horrorgeschichten von Stephen King kennen. Einen internationalen Bestseller nach dem anderen legt der 1947 in Maine geborene Autor vor. Und nicht wenige davon wurden auch erfolgreich verfilmt. So spektakulär die Geschichten sind, so bürgerlich klingt Kings Werdegang. Nach Schule, Universität und früher Heirat arbeitete er zunächst als Englischlehrer. Seiner Passion fürs Schreiben ging er abends und am Wochenende nach, bis ihm der Erfolg seiner ersten großen Geschichte, „Carrie“, erlaubte, ausschließlich als Schriftsteller zu leben. Der Rest ist Legende. King hat drei Kinder und bereits mehrere Enkelkinder und lebt mit seiner Frau Tabitha in Maine und Florida.

Endlich wieder Nachschub vom Meister. Ich bin ja seit meiner frühesten Jugend ein glühender Stephen King Fan. Mein erstes Buch war „Es“ und ich weiss noch, dass ich sehr zum Leidwesen meiner Mutter bei schönstem Sonnenschein in den Sommerferien das Werk in 2 Tagen fast ohne Unterbrechung durchgesuchtet hatte.

Die neueren Werke konnten mich leider nicht so begeistern wie beispielsweise “ In einer kleinen Stadt“ oder “ Shining“, dementsprechend gespannt war ich natürlich.

Die Geschichte beginnt gleich mit einem Paukenschlag. Der allseits geschätzte und beliebte Englischlehrer und Baseballtrainer Terry Maitland wird während eines Spiels auf dem Platz vor den Augen der Öffentlichkeit verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, einen kleinen Jungen brutal vergewaltigt und anschliessend ermordet zu haben. Hinzu kommt, dass die Beweise seitens der Polizei ihn definitiv als Täter überführen und anscheinend jeder Irrtum ausgeschlossen ist.

Doch dann präsentiert Maitland ein wasserdichtes Alibi. Wie ist das möglich und wie kann Coach T an zwei Orten gleichzeitig gewesen sein?

Durch immer wieder wechselnde Perspektiven bekommt der Leser einen guten Überblick über die Geschehnisse in Flint City. Man fiebert regelrecht mit und will unbedingt die Unschuld von Terry Maitland beweisen.

Die Geschichte ist auch mit einer guten Portion Gesellschaftskritik „gewürzt“, was mir sehr gut gefallen hat und mich als Leser schon etwas nachdenklich zurückgelassen hat.

Im letzten Drittel hat meiner Meinung nach die Spannung etwas nachgelassen und auch der „Showdown“ hätte besser ausfallen können, trotzdem hat mich das Buch voll und ganz überzeugt.

Ich würde das Buch allerdings nicht im Horror-Genre ansiedeln. Für mich war dieses Buch ein ganz toller Roman mit einer dauerhaft hohen Spannungskurve und sich immer weiter entwickelnden Figuren.

Stephen King hat hier meiner Meinung nach endlich wieder ein Meisterwerk abgeliefert.

Ich vergebe natürlich die Höchstbewertung von 5 Sternen.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

 

Advertisements

Rezension : Tessa Korber : Schweig wie ein Grab

Titel : Schweig wie ein Grab

Autor : Tessa Korber

Verlag : btb ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Kriminalroman

 

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Ein einsames Kloster im Wald, Nacht, Nebel über dem alten Kirchhof, auf dem sich seltsame Gestalten zu schaffen machen: Viktor und Tobias Anders, die Bestatter, haben einen Deal mit dem in der Fränkischen Schweiz lebenden Schweigeorden der Karthäuserinnen. Stirbt eine der wenigen Nonnen, die noch im Kloster leben, bahren die anderen sie auf und ziehen sich zurück, bevor sie jemand zu Gesicht bekommt. Dann kommen die Bestatter, um die Tote allein auf dem klostereigenen Gottesacker zu begraben. Doch als Viktor und Tobias das Grab ausheben, finden sie eine Leiche, die dort nicht hingehört …

 

Vita :

Tessa Korber, 1966 in Grünstadt in der Pfalz geboren, studierte in Erlangen Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaften und promovierte im Fachbereich Germanistik. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Nürnberg.

 

Es handelt sich hier um den 3.Teil der Viktor Anders Reihe. Hier würde ich empfehlen, erst die Vorgängerbände zu lesen, da man sonst einige Anspielungen nicht richtig versteht, bzw. das Lesevergnügen doch geschmälert wird.

Viktor Anders ist ein junger Bestatter, der mit seinem Onkel ein Beerdigungsinstitut führt. Die beiden übernehmen ebenfalls die Bestattungen im nahe gelegenen Kartäuserinnenkloster.

Nachdem Viktor eines Nachts eine Leiche entdeckt, beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln.

Als Leser wird man gleich mitten ins Geschehen gezogen und es macht grossen Spass, an der Seite von Viktor zu ermitteln.

Ebenfalls weitergeführt wird auch die Lebensgeschichte der beiden Protagonisten, an der der Leser regen Anteil nimmt.

Das Buch lässt sich locker und schnell lesen und der teilweise doch recht schwarze Humor hat mir grossen Spass gemacht.

Ebenfalls überrascht hat mich der Schluss. Diese Auflösung hätte ich so nicht erwartet.

Dies wird sicher nicht das letzte Buch von Tessa Korber sein, die Vorgängerbände habe ich schon auf meiner Wunschliste.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Rezension : Mary Higgins Clark und Alafair Burke : Schlafe für immer

Titel : Schlafe für immer

Autor : Mary Higgins Clark und Alafair Burke

Verlag : Heyne ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Thriller

 

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Als sie erwachte, war ihr Leben verloren

Vor 15 Jahren wurde Casey Carters Verlobter ermordet – der steinreiche, berühmte Philantrop Hunter Raleigh III. Die Beweislast gegen Casey war erdrückend, auch wenn sie stets ihre Unschuld beteuerte und behauptete, während der Tatzeit tief geschlafen zu haben. Als Dornröschen-Mörderin verspottet, wurde sie zu langjähriger Haft verurteilt. Nun ist sie wieder frei und wendet sich hilfesuchend an Laurie Moran, die Fernsehjournalistin, die alte Verbrechen aufklärt. Denn auch nach ihrer Entlassung ist Caseys Martyrium nicht vorüber: Keiner glaubt an ihre Unschuld, nicht einmal ihre eigene Mutter. Auch Laurie Moran weiß nicht recht, wie sie den Fall einordnen soll. Dennoch nimmt sie ihn an – sie ahnt ja nicht, welches Unglück sie damit in Gang setzt.

 

Vita :

Mary Higgins Clark, geboren in New York, lebt und arbeitet in Saddle River, New Jersey. Sie zählt zu den erfolgreichsten Thrillerautoren weltweit. Ihre große Stärke sind ausgefeilte und raffinierte Plots und die stimmige Psychologie ihrer Heldinnen. Mit ihren Büchern führt Mary Higgins Clark regelmäßig die internationalen Bestsellerlisten an. Sie hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, u.a. den begehrten Edgar Award. Zuletzt bei Heyne erschienen: „Einsam bist du und allein“.

 

Dies ist der 4.Band der Reihe um die Fernsehjournalistin Laurie Moran, die alte Verbrechen aufklärt.

Obwohl ich die 3 Vorgängerbände nicht gelesen habe, bin ich problemlos in die Geschichte hineingekommen.

Zu Anfang lernen wir Casey Carter, genannt Crazy Casey kennen, die nach einer Verurteilung wegen Mordes an ihrem Verlobten Hunter 15 Jahre im Gefängnis saß. Jetzt kommt sie frei und will endlich den wahren Mörder finden.

Hilfesuchend wendet sie sich an Laurie Moran und bittet sie um Hilfe.

Als Leser findet man sich schnell in die Geschichte ein und geht mit Laurie auf Spurensuche. Nacheinander lernen wir einige Verdächtige kennen, die alle für den Mord in Frage kommen könnten. Und ist Casey wirklich unschuldig oder doch nicht, denn kaum jemand aus dem näheren Umfeld hat Zweifel an Caseys Schuld.

Mary Higgins Clark ist für mich ja immer ein Garant für tolle Spannungsliteratur und auch dieses Buch hat mich nicht enttäuscht.

Der Spannungsbogen bleibt bis zum Ende erhalten, man weiss als Leser nur soviel, wie Laurie und Casey preisgeben. Als Thriller würde ich das Buch allerdings nicht bezeichnen, eher als gemächlichen Kriminalroman.

Man erfährt auch wieder einiges über Lauries Privatleben, vor allem Sohn Timmy und Vater Leo werden sehr authentisch und sympathisch dargestellt. Mit ihrer Beziehung zu Alex hapert es noch ein bischen, aber vielleicht erfahren wir im nächsten Band ja mehr.

Der Schluss der Geschichte hat mich jetzt nicht wirklich überrascht und hatte auch keinen Wow-Effekt, trotzdem hat mich Mary Higgins Clark mit diesem Buch für einige Stunden gut unterhalten.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

 

 

Rezension : Douglas Preston : Die Stadt des Affengottes

Titel : Die Stadt des Affengottes

Autor : Douglas Preston

Verlag : DVA ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Sachbuch

 

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Schon seit dem 16. Jahrhundert gab es Gerüchte über eine Provinz im Regenwald von Honduras, deren Städte reich und prachtvoll seien, ganz besonders die Weiße Stadt, auch Stadt des Affengottes genannt. Immer wieder machten sich Abenteurer und Archäologen auf die Suche nach den Zeugnissen dieser Zivilisation, die offenbar nicht zu den Mayas gehörte. Manchmal stießen sie tatsächlich auf Ruinen, aber eine wirkliche Erforschung war in dem von giftigen Schlangen und tödlichen Krankheitserregern verseuchten und vom Dschungel überwucherten Gelände unmöglich. Erst die moderne Lasertechnik, mit deren Hilfe das Gelände aus der Luft gescannt wird, ermöglichte genauere Hinweise, wo sich größere Ansiedlungen befinden. Um sie vor Ort zu untersuchen muss man sich allerdings auch heute noch auf den beschwerlichen Weg durch den Dschungel machen. Der Schriftsteller und Journalist Douglas Preston schloss sich kürzlich einer archäologischen Expedition an. Sie fand tatsächlich die eindrucksvollen Ruinen einer untergegangenen Stadt, aber sie zahlte am Ende auch einen hohen Preis.

 

Vita :

Der 1956 in Cambridge, Massachusetts, geborene Autor Douglas Preston studierte in Kalifornien u. a. Biologie, Chemie, Physik, Geologie und Englische Literatur. Nach dem Examen arbeitete er am „American Museum of Natural History“ in New York – mit seinem riesigen Dinosaurierskelett in der Eingangshalle die ideale Kulisse für einen Thriller, wie Preston fand. So entstand der Roman „Relic – Museum der Angst“, den er zusammen mit seinem Koautor Lincoln Child schrieb und der 1996 in Hollywood verfilmt wurde. Gemeinsam mit seinem Landsmann schrieb der Amerikaner weitere Bestseller wie „Riptide – Mörderische Flut“, „Thunderhead – Schlucht des Verderbens“ oder „Fever – Schatten der Vergangenheit“. Douglas Preston lebt mit seiner Frau und den drei gemeinsamen Kindern im US-Bundesstaat Maine.

Douglas Preston ist ja normalerweise eher bekannt als ein Teil des Autorenduos Preston-Child. Die Thriller um Special Agent Pendergast sind sehr spannend und ich fiebere jedem neuen Band entgegen.

Hier verläßt Preston sein gewohntes Territorium und begibt sich auf eine Expedition in den Dschungel von Honduras, um nach der Stadt des Affengottes, Ciudad Blanca, der weißen Stadt zu suchen.

Ich fand das Buch super interessant und viele Fotos runden das Lesevergnügen noch zusätzlich ab.

Douglas Preston schildert in diesem Tatsachenbericht detailgetreu, wie man der weissen Stadt mittels modernster Lasertechnik auf die Spur kam, aber auch die Schwierigkeiten blieben nicht unerwähnt.

Wir erfahren, wie schwierig es war, Genehmigungen und ähnliches zu erhalten und sich mit den Gefahren des Dschungels auseinanderzusetzen. Dies verursachte mir zeitweise eine regelrechte Gänsehaut.

Ich möchte hier vom Inhalt nicht zuviel verraten, wer aber ein Mix zwischen rasantem Abenteuertrip und wissenschaftlicher Arbeit liebt, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen.

Von mir aus hätte Douglas Preston noch viel detaillierter auf die Entdeckung und Erforschung der Stadt des Affengottes eingehen können.

Gut gefallen hat mir, dass Douglas Preston uns auch viel über Honduras erklärt hat und auch auf die aktuelle politische Situation eingegangen ist

Ich vergebe natürlich 5 Sterne für dieses tolle und informative Buch.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

 

Rezension : Dan Chaon : Der Wille zum Bösen

Titel : Der Wille zum Bösen

Autor : Dan Chaon

Verlag : Heyne ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Thriller

 

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Eine Familientragödie, ein Serienmörder, Identität, Erinnerung und die Suche nach der Wahrheit – diese Elemente verwebt der amerikanische Bestsellerautor Dan Chaon zu einem faszinierenden Thriller. Im Mittelpunkt steht der Psychologe Dustin, den die Frage quält, wer seine Eltern ermordet hat. Als er auf den genialen Ermittler Aqil trifft, der angeblich seit Jahrzehnten einem Serienmörder auf der Spur ist, geraten beide in einen Mahlstrom aus Verbrechen und Abgründen, der in die Tiefen der Vergangenheit führt … zu der Frage nach dem Bösen im Menschen.

 

Vita :

Dan Chaon gilt in Amerika als einer der aufregendsten Spannungsautoren der Gegenwart. Seine Romane und Geschichten sind mehrfach preisgekrönt, 2006 wurde er mit dem Academy Award in Literature ausgezeichnet. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit lehrt Chaon Creative Writing. Über fünf Jahre lang arbeitete er an ›Der Wille zum Bösen‹, seinem vielleicht persönlichsten Werk, das als literarische Sensation gefeiert wird. Chaon lebt in Cleveland, Ohio.

 

Dan Chaon war mir bis dato als Autor völlig unbekannt, deswegen war ich auf sein Werk auch total gespannt. Der Klappentext verspricht Spannung pur und auch die vielen positiven Pressestimmen verhießen den Thriller des Jahres.

Wer ein völlig anderes Leseerlebnis abseits vom Mainstream sucht, ist mit diesem Buch bestens bedient.

In erster Linie geht es um die Familientragödie des Psychologen Dustin Tillman. Dessen Adoptivbruder Russell wurde 27 Jahre zuvor verhaftet, da er seine Adoptiveltern und seinen Onkel und seine Tante ermordet haben soll. Zur Verurteilung beigetragen hat unter anderem auch die belastende Aussage von Dustin.

Jetzt haben Mitarbeiter des sogenannten „Innocence Projects“ den Fall wieder aufgerollt und Beweise für Russells Unschuld gefunden und somit wurde das Fehlurteil aufgehoben. Russell kommt frei.

Doch was ist vor 27 Jahren nun wirklich passiert und wer ist der Täter ?

Die Ereignisse von damals werden aus der Sicht eines jeden Beteiligten geschildert. Schnell wird uns Lesern klar, dass jeder auf seiner Meinung besteht und somit alle Protagonisten für uns unglaubwürdig sind. Man ist ständig am Miträtseln und Nachdenken, was damals wirklich geschehen ist.

Der Autor legt durch seine kurzen und knappen Kapitel ein rasches Tempo vor und lässt uns Leser kaum Zeit zum Durchatmen. Auch die Wahl der Stilmittel ist sehr ungewöhnlich und macht dieses Buch zu etwas ganz besonderem.

Der Schluss bietet viel Raum für eigene Spekulationen und Interpretationen.

Mir hat dieser ungewöhnliche und nicht alltägliche Thriller sehr gut gefallen und ich werde bestimmt noch mehr von Dan Chaon lesen.

Ich vergebe 4 Sterne für dieses tolle Buch.

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Rezension : Leonora Christina Skov : Das Inselhaus

Titel : Das Inselhaus

Autor : Leonora Christina Skov

Verlag : btb ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Kriminalroman

 

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Sieben Menschen, die einander noch nie getroffen haben, werden aus den unterschiedlichsten Gründen zu einem Arbeitsaufenthalt auf eine Insel eingeladen. Wie sich herausstellt: auf eine einsame Insel. In ein Haus aus Glas. Doch warum gerade sie? Und wer ist überhaupt derjenige, der ihnen anonym die Einladung hat zukommen lassen? Wer lässt extra ein Haus für sie bauen? Und warum? Während ihres Aufenthalts geschehen seltsame und unerklärliche Dinge auf der Insel. Immerhin gibt es keine Toten. Zumindest noch nicht …

 

Vita :

Leonora Christina Skov, geboren 1976, ist in ihrer Heimat Dänemark für ihre sarkastische Literaturkritik und ihre bissige Kolumne in der Wochenzeitung Weekendavise bekannt. Für ihre Romane »Das Turmzimmer« und »Der erste Liebhaber« wurde sie von der dänischen Kritik gefeiert. Leonora Christina Skov lebt in Kopenhagen.

Von der Autorin war mir bisher noch kein Buch bekannt, aber der Klappentext las sich dermaßen spannend, dass ich dieses Buch unbedingt lesen musste.

Es beginnt auch gleich sehr spannend. Die Reporterin Robin Lee bekommt in Äthiopien Besuch von einem mysteriösen Fremden, der sie eines nicht näher bezeichneten Verbrechens beschuldigt. Dieses muss mit ihrem letztjährigen Aufenthalt auf der dänischen Insel Stormo zusammenhängen.

Kurz nach seinem Besuch erleidet der fremde Mann einen Unfall und wir als Leser können nur atemlos die Seiten weiterblättern.

Nach und nach lernen wir nun die Protagonisten kennen. Es sind alles grundverschiedene Typen und wir als Leser rätseln, warum ausgerechnet diese 7 auf die Insel Stormo eingeladen wurden.

Je weiter das Buch voranschreitet, desto deutlicher wird dem Leser das Beziehungsgeflecht zwischen den einzelnen Personen und das Buch nimmt kammerspielartige Züge an.

Zeitweise fand ich das Buch etwas langatmig, nichtsdestotrotz hat es mich gut unterhalten. Etwas mehr Spannung hätte der Geschichte aber sicherlich gutgetan.

Meiner Meinung nach führt der Klappentext zu einer falschen Erwartungshaltung an das Buch. Die Krimihandlung läuft komplett im Hintergrund, es geht eher um die nach und nach deutlich werdende Verbindung zwischen den Personen, was auch der Grund für die Einladung auf die Insel war.

Es muss ein verbindendes Glied geben, aber welches?

Das Ende war für mich komplett vorhersehbar, genau so habe ich mir den Schluß vorgestellt. Leider hat mir hier der Wow-Effekt komplett gefehlt.

Das Buch hat mich übrigens an den Spielfilm “ Geheimnis im blauen Schloss“ und auch an Agatha Christies Buch “ Und dann gabs keines mehr“ erinnert.

Ich vergebe für dieses Buch 4 Sterne.

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Rezension : Daniel Wolf : Die Gabe des Himmels

Titel : Die Gabe des Himmels

Autor : Daniel Wolf

Verlag : Goldmann ( Verlagsgruppe Random House GmbH )

Genre : Historischer Roman

 

( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde )

 

Anno Domini 1346. Der junge Kaufmannssohn Adrien Fleury studiert in Montpellier Medizin und träumt von einer Laufbahn als Arzt. Als er nach Varennes-Saint-Jacques zurückkehrt, erkennt er seine Heimatstadt kaum wieder. Reiche Patrizier regieren Varennes rücksichtslos. Das einfache Volk rebelliert gegen Unterdrückung und niedrige Löhne. Die Juden leiden unter Hass und Ausgrenzung. Als Adrien eine Stelle als Wundarzt antritt, lernt er die jüdische Heilerin Léa kennen. Sie verlieben sich und bringen sich damit in höchste Gefahr. Doch dann wütet der Schwarze Tod in Varennes, und Adriens Fähigkeiten werden auf eine harte Probe gestellt …

 

Vita :

Daniel Wolf ist das Pseudonym von Christoph Lode. Der 1977 geborene Schriftsteller arbeitete zunächst u.a. als Musiklehrer, in einer Chemiefabrik und in einer psychiatrischen Klinik, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Mit den historischen Romanen »Das Salz der Erde«, »Das Licht der Welt« und »Das Gold des Meeres« gelang ihm der Sprung auf die Bestsellerlisten. Der Autor lebt in Speyer.

Daniel Wolf nimmt uns im 4.Band der Fleury-Serie mit ins Jahr 1346.

Wir lernen Adrianus Fleury, einen Studenten der Medizin kennen. Durch unglückliche Umstände wird er der Universität in Montpellier verwiesen. Adrianus, der bei dem Wundarzt Herve Laxart eine Unterkunft gefunden hat, geht diesem als Gehilfe zur Hand. Als Herve eine Pilgerreise antreten will, beschließt Adrianus nach Hause zurückzukehren und in Varennes-Saint-Jacques selbstständig als Wundarzt zu arbeiten.

Da Adrianus aus einer angesehenen Familie kommt, wird sein Ansinnen mit Argwohn aufgenommen. Die Zunft beschließt, dass er seine Mutzeit von etwa 2 Jahren bei dem Wundarzt Jacques als Geselle ableistet.

Zeitgleich lernen wir die jüdische Heilerin Lea kennen, die mit ihrem Vater eine Apotheke im abgegrenzten jüdischen Teil der Stadt betreibt. Nach und nach kommen sich Lea und Adrianus näher, aber die Beziehung muss streng geheim bleiben, denn Verbindungen zwischen Juden und Christen sind bei Strafe verboten.

Als dann aber die Pest in Varennes ausbricht und fast alle fähigen Heiler und Ärzte verschwinden, arbeiten die beiden Hand in Hand zusammen, um die schreckliche Seuche zu bekämpfen.

Beeindruckend waren die Kenntnisse um die Heilkraft vieler Kräuter und Pflanzen. So verwendet Adrianus einen sogenannten Schlafschwamm zur Betäubung des Patienten. Viele Erkenntnisse über die Wirkweise von Heilpflanzen haben sich über die Jahrhunderte bewährt und werden heute noch in ähnlicher Form angewendet.

Daniel Wolf entführt den Leser in eine völlig fremde Welt. Wir lernen die Kenntnisse der Mediziner des 14.Jahrhunderts kennen, so z.B. die Vier- Säfte-Lehre und ähnliches. Auch der Aderlass war zu dieser Zeit eine bewährte Maßnahme zur Linderung fast aller Leiden.

Natürlich dürfen in einem historischen Roman auch Intrigen und die tägliche Stadtpolitik, insbesondere die Machenschaften der Zünfte, nicht fehlen.

Mir waren die Protagonisten Lea und Adrianus von Anfang an sehr sympathisch, als Gegenspieler lernen wir den ehemaligen Zunftmeister Luc kennen und fürchten.

Nach vielen Intrigen und Schandtaten gebrandmarkt und aus der Stadt verstoßen, kehrt Luc ein Jahr später als Anführer der Flagellantenbewegung nach Varennes-Saint-Jacques zurück. Uns Lesern wird spätestens bei seiner Hetzrede gegen die Juden seine Gefährlichkeit bewusst.

Ich habe die fast 1000 Seiten nur so verschlungen und werde mir auf jeden Fall auch noch die drei Vorgängerbände besorgen. Wer einen richtig tollen Schmöker für lange Sommertage sucht, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen.

Ein Glossar am Ende erklärt die wichtigsten Begriffe. Leider habe ich dies erst nach Beendigung des Buches entdeckt  :-)))))).

Ich vergebe natürlich die Höchstbewertung von 5 Sternen für diesen tollen Pageturner !!!!!

 

Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.